Gericht
Vollstreckungsbescheid erhalten
Vom Amtsgericht, nach einem Mahnbescheid, dem nicht widersprochen wurde. Trägt den Vermerk der vorläufigen Vollstreckbarkeit.
Diese Frist läuft
2 Wochen
Zwei Wochen für den Einspruch. Danach ist der Titel rechtskräftig und dreißig Jahre lang vollstreckbar.
Gerechnet ab Zustellung.
Was jetzt zu tun ist
- 1Zustellungstag feststellen — der gelbe Umschlag mit dem Vermerk ist der Beweis.
- 2Einspruch einlegen, wenn die Forderung nicht besteht. Er ist an keine Begründung gebunden.
- 3Sofort melden: Der Einspruch allein hält die Zwangsvollstreckung nicht auf, dafür ist ein gesonderter Antrag nötig.
Jetzt nicht: Nicht abwarten, weil „ja noch nichts passiert ist". Aus dem Bescheid kann sofort gepfändet werden, auch während des Einspruchs.
So sieht das Schreiben aus
Amtsgericht [Ort] — Zentrales Mahngericht
[Ihr Name]
[Ihre Anschrift]
[Ort], [Datum]
Geschäftsnummer [Nummer]
Vollstreckungsbescheid
Maschinell erstellt, ohne Unterschrift gültig
Auf den Mahnbescheid vom [Datum], zugestellt am [Datum], ist innerhalb der Frist kein Widerspruch eingegangen.
| Anspruch | Betrag |
|---|---|
| Hauptforderung | [Betrag] € |
| Zinsen bis [Datum] | [Betrag] € |
| Kosten des Mahnverfahrens | [Betrag] € |
| Kosten dieses Bescheids | [Betrag] € |
| Zu zahlen | [Betrag] € |
Aus diesem Vollstreckungsbescheid findet die Zwangsvollstreckung statt. Er ist ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar.
Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch einlegen. Der Einspruch hemmt die Zwangsvollstreckung nicht — dafür ist ein gesonderter Antrag auf einstweilige Einstellung nötig.
Woran Sie es sofort erkennen: Ebenfalls maschinell erstellt. Trägt die Vollstreckungsklausel und den Vermerk der vorläufigen Vollstreckbarkeit — daran unterscheidet er sich vom Mahnbescheid.
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