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	<title>Anspruchsgegner Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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		<title>Fahrradunfall mit anderem Fahrrad &#8211; Wer haftet?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2021 05:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Anders als bei einem Unfall mit einem Autofahrer als Gegner muss nicht zwangsläufig eine Haftpflichtversicherung vorliegen. Autofahrer sind gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung zu besitzen. Fahrradfahrer hingegen kennen eine solche Pflicht nicht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-mit-anderem-fahrrad-wer-haftet/">Fahrradunfall mit anderem Fahrrad &#8211; Wer haftet?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Auch wenn Fahrradunfälle überwiegend durch Autofahrer verursacht werden, kommt es jedoch auch regelmäßig zu Fahrradunfällen zwischen Fahrrad und Fahrrad. Doch welche Besonderheiten sind bei der Durchsetzung Ihrer Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche zu berücksichtigen?</p>								</div>
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									<h2>Keine gesetzliche Haftpflichtversicherung</h2><p>Anders als bei einem Unfall mit einem <strong>Autofahrer,</strong> ist nicht zwangsläufig eine <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-wie-finde-ich-die-gegnerische-versicherung-heraus/">Haftpflichtversicherung</a> vorhanden. Autofahrer sind gesetzlich <strong>verpflichtet</strong>, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Fahrradfahrer hingegen haben eine solche Pflicht nicht.</p><h3>Gegnerische Versicherung ist vorhanden</h3><p>Ein Großteil der Deutschen hat trotzdem eine <strong>private Haftpflichtversicherung</strong> abgeschlossen. Diese gehört laut Verbraucherzentrale zu den wichtigsten Versicherungen und ist ein „absolutes Muss“. Hat der gegnerische Fahrradfahrer als Unfallverursacher eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen, so übernimmt diese die Abwicklung des Fahrradunfalls. </p><p>Der Vorteil: ist die Haftungsfrage geklärt, ist eine außergerichtliche Regulierung grundsätzlich wahrscheinlicher. Zudem stellt die Haftpflichtversicherung eine solvente Anspruchsdurchsetzung sicher.</p><p>Der Nachteil: mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung verfügt der gegnerische Fahrradfahrer über ein Team aus Juristen und Versicherungskaufleuten, das die Schadenregulierung übernimmt und auf der Seite des gegnerischen Fahrradfahrers steht. Insbesondere bei Fahrradunfällen wird <a href="https://vinqo.de/fahrradunfalle-qlaim-02-21/">ganz überwiegend ein Mitverschulden</a> geltend gemacht, um Ihre Ansprüche zu kürzen. Ob dies berechtigt ist oder nicht, können juristische Laien leider regelmäßig nicht selbst feststellen. Deshalb sollten Sie nach einem Fahrradunfall stets <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/">rechtliche Hilfe</a> in Anspruch nehmen. Im schlechtesten Fall machen Sie sich andernfalls nach einem Personenschaden sogar selbst schadenersatzpflichtig! </p><h3>Keine Versicherung vorhanden</h3><p>Die Folge, wenn <strong>keine</strong> private <strong>Haftpflichtversicherung</strong> abgeschlossen wurde:</p><p>Der „schuldige“ Fahrradfahrer muss nun die Kosten für <a href="https://vinqo.de/ansprueche-nach-fahrradunfall-das-steht-ihnen-zu/">Reparatur und Personenschäden</a> selbst <strong>zahlen</strong>. Die zu erwartenden Ansprüche können sich, je nachdem was für ein Fahrrad <a href="https://vinqo.de/nach-fahrradunfall-wo-gutachten-und-kostenvoranschlag-erstellen-lassen/">beschädigt</a> wurde und wie schwer die erlittenen Verletzungen sind, auf viele tausend Euro belaufen, hinzu kommen dann noch Ansprüche der Krankenkasse.</p><p>Auch für den Geschädigten kann eine fehlende Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers unangenehme Konsequenzen haben: Denn anders als eine Haftpflichtversicherung kann es sein, dass der Schädiger nicht die finanziellen Möglichkeiten hat, um für den Schaden aufzukommen.</p><p>Ein Anspruch hilft Ihnen leider nicht weiter, wenn der Unfallgegner diesen nicht begleichen kann. Wenn zwei Privatpersonen miteinander die <a href="https://vinqo.de/fahrradunfalle-qlaim-02-21/">Schadenregulierung</a> vornehmen müssen, kommt es häufig zu einer emotionalen Eskalation, die regelmäßig eine gerichtliche Durchsetzung erfordert. Denn wenn keine <strong>Versicherung</strong> vorhanden ist, muss der Schädiger das Schmerzensgeld aus eigener Tasche zahlen. </p><h2>Pflichtverletzungen als Fahrradfahrer</h2><p>Die Straßenverkehrsordnung gilt für alle Verkehrsteilnehmer- also auch für Fahrradfahrer. Für Fahrradfahrer gilt somit sowohl der <strong>§ 1 Abs. 2 StVO</strong>, als auch der<strong> § 4 Abs. 1 StVO</strong>.</p><p>§ 1 Abs. 2 besagt:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>&#8222;Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.&#8220;</em></p><p><em> </em>§ 4 Abs. 1 StVO beinhaltet Regeln zum Abstandhalten:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>&#8222;Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.&#8220;</em></p><p>Wenn Ihnen also ein Fahrradfahrer von hinten auffährt, <strong>missachtet</strong> er die <strong>Vorschriften</strong> der StVO. Im Regelfall <strong>haftet</strong> er dann sowohl nach<strong> § 823 Abs. 1 BGB</strong>, als auch nach<strong> § 823 Abs. 2 BGB</strong>, da er die Verkehrsordnung, die ein Schutzgesetzt für andere Straßenverkehrsteilnehmer ist, missachtet hat. Häufig versucht eine gegnerische Haftpflichtversicherung Ihnen eine Mitschuld an der Unfallverursachung zuzuschreiben. Hier muss dann genau geprüft werden, ob diese Kürzungsversuche rechtlich zulässig sind oder nicht. </p><h2>Anscheinsbeweis bei Fahrradunfällen</h2><p>Wenn ein Autofahrer einem anderen Autofahrer auffährt, geht man (fast) immer davon aus, dass der auffahrende Autofahrer die Schuld trägt. Kommt es dann zu einem Gerichtsprozess, müsste der Geschädigte eigentlich <strong>beweisen</strong>, dass der andere ihm verschuldet aufgefahren ist. Im Regelfall wird hier aber von einem <strong>Anscheinsbeweis</strong> besprochen:</p><p>Es gibt den allgemeinen <strong>Erfahrungssatz</strong>, dass derjenige, der auffährt, den nötigen Abstand nicht eingehalten hat. Denn wenn die Regel „Es muss so viel Abstand gehalten werden, dass man auch bei einer Vollbremsung nicht auffährt“ eingehalten worden wäre, wäre es gar nicht zum Auffahren gekommen.</p><p>Der <a href="https://vinqo.de/gegner-streitet-schuld-nach-verkehrsunfall-ab/">Unfallverursacher</a> kann dann der <strong>Haftung </strong>nur entgehen, wenn er selber <strong>beweisen</strong> kann, dass  ausnahmsweise ein atypischer Verlauf vorliegt, dass ausnahmsweise kein Verschulden zwingend vermutet werden kann. Dazu gehört zum Beispiel der Fall, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer schneidend auf Ihre Spur fährt und plötzlich abbremst, sodass Sie, obwohl sie versucht haben, genügend Abstand zu lassen, auffahren.</p><p>Wenn Ihnen also ein anderer Fahrradfahrer aufgefahren ist, spricht die <strong>Beweislage</strong> erst einmal für Sie. Denn Sie müssen nicht beweisen, dass er schuldhaft gehandelt hat. Er muss vielmehr beweisen, dass der Unfall durch ein <strong>abruptes</strong> und unvorhersehbares Bremsen von Ihrer Seite aus verursacht wurde.</p><h2>Schmerzensgeld nach Fahrradunfall mit VINQO durchsetzen</h2><p>Nach einem <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-was-muss-ich-tun/">Fahrradunfall</a> helfen wir Ihnen gerne umfassend bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche, gleich ob es sich hierbei um die Regulierung von Personen- oder Sachschäden handelt. Wir prüfen, ob eine Versicherung auf der Gegenseite vorhanden ist, oder die Ansprüche unmittelbar gegen den Unfallverursacher geltend gemacht werden müssen.  Dabei entstehen Ihnen kein <a href="https://vinqo.de/ohne-anwaltskosten-schmerzensgeld-erhalten-mit-vinqo/">Kosten</a>, selbst wenn Sie eine Mitschuld treffen sollte!</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-mit-anderem-fahrrad-wer-haftet/">Fahrradunfall mit anderem Fahrrad &#8211; Wer haftet?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Wie lange habe ich Anspruch auf ein Schmerzensgeld?</title>
		<link>https://vinqo.de/wie-lange-habe-ich-anspruch-auf-schmerzensgeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 11:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Verjährung versteht man im Zusammenhang mit Schmerzensgeld, dass nach Ablauf der Verjährungsfrist der Anspruch nicht mehr geltend gemacht werden kann. Sie sind zwar nicht gezwungen, direkt am gleichen Tag Ihre Schmerzensgeldansprüche anzumelden, aber nach dem Ablauf einer gewissen Zeit darf der Gegner oder seine Versicherung die Zahlung verweigern. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wie-lange-habe-ich-anspruch-auf-schmerzensgeld/">Wie lange habe ich Anspruch auf ein Schmerzensgeld?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<h2>Rechtliche Grundlage für Schmerzensgeld</h2><p>Die gesetzliche Grundlage für die Zahlung eines Schmerzensgeldes findet sich in <strong>§ 253 BGB</strong>. Hierin heißt es:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>„Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, […] Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.“</em></p><p>Die etwas komplizierte und für juristische Laien unverständliche Formulierung meint damit, dass wenn Sie <strong>Schmerzen </strong>erleiden (egal ob psychischer oder physischer Natur), Sie zum <strong>Ausgleich</strong> ein Schmerzensgeld erhalten sollen.</p><p>Das Schmerzensgeld muss dabei <strong>angemessen</strong> sein, um die <strong>Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion</strong> erfüllen zu können. Je schwerer die Verletzung ist, desto höher fällt das Schmerzensgeld aus. Aber auch die Heilungsdauer einer Verletzung hat Auswirkung auf den <a href="https://vinqo.de/das-sind-die-wichtigsten-faktoren-fuer-die-hoehe-ihres-schmerzensgeld/">Schmerzensgeldanspruch</a>. </p><h2>Was ist eine Verjährung?</h2><p>Unter Verjährung versteht man, dass nach <strong>Ablauf</strong> der <strong>Verjährungsfrist</strong> der Anspruch <strong>nicht</strong> mehr <strong>geltend</strong> gemacht werden kann. Sie sind zwar nicht gezwungen, direkt am gleichen Tag Ihre Schmerzensgeldansprüche anzumelden, aber nach dem Ablauf einer gewissen Zeit darf der Gegner oder seine Versicherung die Zahlung <strong>verweigern</strong>. Dem liegt folgende Überlegung zugrunde:</p><p>Wenn seit dem Schadensvorfall bereits viel Zeit vergangen ist, vertraut der Schädiger irgendwann berechtigt darauf, dass er nicht mehr in Anspruch genommen wird. Dieses Vertrauen ist dann <strong>gesetzlich geschützt</strong>. Die Verjährung schützt auch den Rechtsfrieden: Streitereien, über die schon seit geraumer Zeit Gras gewachsen ist, sollen dann nicht Jahre später aufgegriffen werden. </p><h2>Wann ist mein Schmerzensgeldanspruch verjährt?</h2><p>Die Verjährungsfrist von Schmerzensgeldansprüchen wird (wie ein Großteil aller Ansprüche) in<strong> § 195 BGB</strong> geregelt:</p><p style="padding-left: 40px;">„<em>Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.“ </em></p><p>Für den juristischen Laien klingt das so, als würde ein Schmerzensgeldanspruch aus einem Hundebiss, der am 8.12.2020 entstanden ist, am 8.12.2023 dann verjährt sein.</p><p>Dies ist aber nicht ganz richtig:<strong> §§ 199,188 BGB</strong> regeln, dass eine <strong>Verjährungsfrist</strong> eines Schmerzensgeldanspruchs erst <strong>mit Ablauf des Jahres</strong> zu laufen beginnt, in dem sie entstanden ist. Im oben genannten Beispiel bedeutet das: Die Frist beginnt erst am 01.01.2021 zu laufen und geht dann drei Jahre, also bis zum 31.12.2023. Dies ist übrigens einer der Gründe, warum gerade am Jahresende besonders viele Klagen bei den Gerichten eingehen: Weil den Klägern auffällt, dass ohne Klageerhebung andernfalls die Verjährung droht. </p><h2>Verjährung Ihres Anspruchs, wenn Gegner unbekannt ist</h2><p>Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie wurden von einem Hund gebissen. Den Halter können Sie <strong>nicht ausfindig</strong> machen. Nachdem der <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/">Hundebissvorfall </a>bereits sechs Jahre zurück liegt, beichtet Ihnen der Nachbar, dass es sein Hund war, der Sie damals gebissen hat. Es würde gegen das Gerechtigkeitsempfinden verstoßen, wenn Sie nun keinen Schmerzensgeldanspruch aufgrund der Verjährung mehr geltend machen könnten.<strong> § 195 BGB</strong> greift aber erst <strong>ab Kenntnis des Gegners</strong>. Erst wenn bekannt ist, gegen wenn der Anspruch durchsetzbar wäre, kann die dreijährige Verjährungsfrist beginnen.</p><h2>Hemmung der Verjährung</h2><p>Unter Umständen kann die Verjährung Ihres Schmerzensgeldanspruchs aber auch erst später eintreten, weil der <strong>Ablauf</strong> der Verjährungsfrist <strong>gehemmt</strong> wurde. Maßgebliche Regelung sind hierfür<strong> §§ 203</strong>, <strong>204 BGB</strong>: Die Verjährung ist gehemmt, wenn Sie mit dem Anspruchsgegner über den Anspruch <strong>verhandeln</strong> oder <strong>Rechtsverfolgung</strong> anstreben, das heißt eine <strong>Klage</strong> erheben oder einen <strong>Mahnverfahren</strong> veranlassen. Sonst könnte der Gegner schließlich auch absichtlich lange mit Ihnen verhandeln, um die Verjährung herbeizuführen. Die Hemmung verlängert die Frist um den Zeitraum, in dem Verhandlungen stattgefunden haben, oder das Verfahren vor Gericht durchgeführt wurde. (<strong>§ 209 BGB</strong>)</p><h2>Fazit</h2><p>Ein <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/">Schmerzensgeld</a> kann für den Zeitraum gefordert werden, in dem die Schmerzen auch bestanden. Eine Grenze für die Durchsetzbarkeit des Anspruchs ist jedoch die <strong>Verjährung</strong>. Die Verjährung ist ein stark juristisch geprägtes Institut, das gerade für Laien schwer durchschaubar ist, weil diese auch unterbrochen oder gehemmt werden kann, wodurch sich der Verjährungszeitraum verschiebt / verlängert.</p><p>Wenn Sie Ihre Ansprüche so schnell wie möglich durchzusetzen, sind Sie aber auf der sicheren Seite. Denn die <strong>Verjährungsfrist</strong> beträgt <strong>jedenfalls drei Jahre</strong>. <a href="https://vinqo.de/ohne-anwaltskosten-schmerzensgeld-erhalten-mit-vinqo/">VINQO</a> unterstützt Sie bei der zeitnahen Durchsetzung Ihrer Schmerzensgeldansprüche. Ohne Kostenrisiko!</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wie-lange-habe-ich-anspruch-auf-schmerzensgeld/">Wie lange habe ich Anspruch auf ein Schmerzensgeld?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Wer zahlt Heilbehandlungskosten bei einem Arbeitsunfall?</title>
		<link>https://vinqo.de/wer-zahlt-heilbehandlungskosten-bei-einem-arbeitsunfall/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2021 08:44:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das deutsche Rechtssystem geht davon aus, dann wenn sich jemand während der Arbeit verletzt, auch der Arbeitgeber einen Teil der Schäden begleichen soll. Wenn er davon profitiert, dass jemand anderes seine Arbeitsleistung für den Arbeitgeber einsetzt, muss er auch das Risiko tragen, wenn sich diese Person hierbei verletzt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wer-zahlt-heilbehandlungskosten-bei-einem-arbeitsunfall/">Wer zahlt Heilbehandlungskosten bei einem Arbeitsunfall?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Als wäre die Schadensregulierung nach einem gewöhnlichen Unfall nicht schon kompliziert und langwierig genug, kann es bei einem <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-arbeitsunfall/">Arbeitsunfall</a> sogar noch komplizierter werden: Denn anders als bei einem „gewöhnlichen“ Unfall kommt dann neben den obligatorischen Beteiligten dann noch die <strong>Unfallversicherung</strong> und unter Umständen der eigene <strong>Arbeitgeber</strong> mit ins Spiel. Im Folgenden zeigen wir, was dies für Auswirkungen für die verschiedenen <a href="https://vinqo.de/diese-ansprueche-haben-sie-nach-einem-verkehrsunfall/">Ersatzansprüche</a>  hat, insbesondere für Ihre <b>Heilbehandlungskosten</b>.</p>								</div>
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									<h2>Was ist ein Arbeitsunfall?</h2><p>Ein Arbeitsunfall ist in <strong>§ 8 SGB VII</strong> definiert:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach § 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen. </em></p><p>Die versicherte Tätigkeit ist hierbei die berufliche Tätigkeit. <strong>§ 8 SGB VII</strong> geht aber noch einen Schritt weiter. Versicherte Tätigkeiten sind auch</p><ul><li>Das Zurücklegen des <strong>Arbeitsweges</strong></li><li>Das Zurücklegen des Arbeitsweges, mit <strong>Umwegen</strong> um Kinder in die Betreuung zu bringen (Kita, Tagesmutter, Großeltern, usw.)</li><li>Das Zurücklegen des Arbeitsweges mittels Carsharings</li><li>Das <strong>Befördern</strong>, <strong>Instandhalten</strong> und <strong>erneuern</strong> eines <strong>Arbeitsgerätes</strong> oder einer <strong>Schutzausrüstung</strong>, sowie deren Erstbeschaffung aus Veranlassung des Arbeitgebers</li></ul><p>Die in<strong> § 8 Abs. 2 SGB VII</strong> beschriebenen Tätigkeiten sind etwas differenzierter beschrieben, als hier wiedergegeben. Zum weiteren Vergleich geht es <a href="https://dejure.org/gesetze/SGB_VII/8.html">hier.</a></p><h2>Was ist der Sinn der betrieblichen Unfallversicherung?</h2><p>Das deutsche Rechtssystem geht davon aus, dass auch der <strong>Arbeitgeber</strong> einen Teil der Schäden begleichen soll, wenn der Arbeitnehmer oder anderweitig Bedienstete während der Arbeit verletzt worden ist.</p><p>Wenn der Arbeitgeber davon profitiert, dass jemand anderes seine Arbeitsleistung für den Arbeitgeber einsetzt, muss er auch das Risiko tragen, wenn sich diese Person hierbei verletzt. Natürlich haftet der Arbeitgeber hierbei aber nicht privat: Der <strong>Arbeitgeber</strong> ist vielmehr <strong>verpflichtet</strong>, eine <strong>betriebliche Unfallversicherung</strong> abzuschließen. Träger dieser Versicherung (also umgangssprachlich Anbieter dieses Versicherungsproduktes) sind die <strong>Berufsgenossenschaften</strong>. Diese kommt dann für den Ersatz von <strong>Heilbehandlungskosten</strong> auf. Dies hat auch den Vorteil für den Arbeitgeber, dass er sich sicher sein kann, dass der Arbeitnehmer eine medizinische <strong>Behandlung</strong> erhält und daher bald im Betrieb wieder die Arbeit aufnehmen kann.</p>								</div>
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									<h2 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Welche Kosten übernimmt die betriebliche Unfallversicherung (BG)?</h2><p>Die Unfallversicherung übernimmt die <span style="font-weight: bolder;">Heilbehandlungskosten</span>, sowie die Zahlung von <span style="font-weight: bolder;">Rehamaßnahmen</span>, damit der Arbeitnehmer schnellstmöglich wieder im Betrieb integriert werden kann. Wenn es durch einen Arbeitsunfall dauerhaft <span style="font-weight: bolder;">erwerbsgemindert</span> ist, zahlt die Berufsgenossenschaft auch einen Teil der <span style="font-weight: bolder;">Unfallrente</span>. Neben der offensichtlichen Heilbehandlungskosten kann die Berufsgenossenschaft, beziehungsweise deren Unfallversicherung aber auch weitere <span style="font-weight: bolder;">Hilfsleistungen</span> gewähren. Hierzu gehört auch<span style="font-weight: bolder;"> psychosoziale Betreuung</span>, <span style="font-weight: bolder;">Übergangsrente</span> oder <span style="font-weight: bolder;">Pflegegeld</span>, falls Sie nach dem Arbeitsunfall durch eine dritte Person gepflegt werden.</p><h2 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Kann ich meine Heilbehandlungskosten trotzdem selber abrechnen?</h2><p>Nein, denn diese Ansprüche stehen Ihnen gar nicht mehr zu. Wie kann das sein?<span style="font-weight: bolder;"> § 116 SGB X</span> normiert:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>(1) Ein auf anderen gesetzlichen Vorschriften beruhender Anspruch auf Ersatz eines Schadens geht auf den Versicherungsträger oder Träger der Eingliederungshilfe oder der Sozialhilfe über, soweit dieser auf Grund des Schadensereignisses Sozialleistungen zu erbringen hat, die der Behebung eines Schadens der gleichen Art dienen und sich auf denselben Zeitraum wie der vom Schädiger zu leistende Schadenersatz beziehen. […]</em></p><p>Dies bedeutet: Wenn die <span style="font-weight: bolder;">Arbeitsunfallsversicherung</span> zur Zahlung verpflichtet ist, gehen damit automatisch die <span style="font-weight: bolder;">Ansprüche</span>, die Sie normalerweise nach dem Unfall hätten, auf die Arbeitsunfallsversicherung <span style="font-weight: bolder;">über</span>. Normalerweise muss für einen solchen Anspruchsübergang zwar ein entsprechender Vertrag geschlossen werden. Im Falle eines Arbeitsunfalles geschieht dies aber <span style="font-weight: bolder;">automatisch</span>, sogar noch bevor die Berufsgenossenschaft an Sie gezahlt hat. Es genügt, dass die Berufsgenossenschaft zur Zahlung verpflichtet ist.</p><h2 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Zusammenfassung: Wer zahlt was nach Arbeitsunfall?</h2><p>Die oben aufgezeigten Regelungen führen dann zu Folgenden Konstellationen:</p><h3 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Die Krankenversicherung zahlt gar nichts</h3><p>Selbst wenn Sie <span style="font-weight: bolder;">privatversichert</span> sind, gehen trotzdem all Ihre Ansprüche automatisch auf die <span style="font-weight: bolder;">Berufsgenossenschaft</span> über. Im Gegenzug erbringt Ihre Krankenkasse auch <span style="font-weight: bolder;">keine Leistung</span>, denn die Heilbehandlungskosten, die die Krankenkasse bei einem Freizeitunfall übernehmen würde, werden durch die Berufsgenossenschaft beglichen. Falls Sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sein sollten, wird das Krankengeld zwar von der Krankenkasse überwiesen, diese handelt aber dann als Beauftragte der Berufsgenossenschaft. Auch die <span style="font-weight: bolder;">Höhe</span> dieser <span style="font-weight: bolder;">Lohnersatzzahlung</span> unterscheidet sich von der Ersatzzahlung nach einem Freizeitunfall.</p><h3 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Der Arbeitgeber zahlt den Lohn fort</h3><p>Der Arbeitgeber ist <span style="font-weight: bolder;">verpflichtet</span>, <span style="font-weight: bolder;">sechs Wochen</span> lang Ihr Entgelt fortzuzahlen, selbst wenn Sie arbeitsunfähig sind. Nach Ablauf der sechs Wochen wird dann ein Teil des Arbeitsentgeltes, wie oben beschrieben, durch die Berufsgenossenschaft weitergezahlt.</p><h3 style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; color: #333333;">Der Gegner zahlt Sachschäden und Schmerzensgeld</h3><p>Der Unfallgegner ist Ihnen gegenüber dann zur Zahlung von <span style="font-weight: bolder;">Sachschäden</span> sowie einem <span style="font-weight: bolder;">Schmerzensgeld</span> verpflichtet. Im Regelfall, falls es sich um einen PKW-Fahrer handelt, wird zusätzlich eine Haftpflichtversicherung als Anspruchsgegner bestehen. <span style="font-weight: bolder;">Heilbehandlungskosten</span> und <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeldtabelle/">Schmerzensgeld </a>sind streng voneinander<span style="font-weight: bolder;"> zu trennen</span>: Während Heilbehandlungskosten Arztrechnungen oder Krankenhausaufenthalte ersetzen, handelt es sich bei einem Schmerzensgeld um eine Ausgleichszahlung für erlittene Unannehmlichkeiten, was eine Genugtuung für Sie beinhalten soll.</p>								</div>
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									<p>Vorsicht bei <strong>Abfindungserklärungen</strong>! Häufig sind bei Abfindungen auch Ansprüche der Krankenkasse oder des Arbeitgebers umfasst, sodass Sie im schlimmsten Fall Ihre  Heilbehandlungskosten selber zahlen müssen! Hier erfahren <a href="https://vinqo.de/abfindungserklaerung-unterzeichnen-risiken-und-nachteile/#Abfindung_bei_privater_Krankenversicherung">Sie</a> mehr zu diesem Thema.</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wer-zahlt-heilbehandlungskosten-bei-einem-arbeitsunfall/">Wer zahlt Heilbehandlungskosten bei einem Arbeitsunfall?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<item>
		<title>Fahrradunfall: Wie finde ich die gegnerische Versicherung heraus?</title>
		<link>https://vinqo.de/fahrradunfall-wie-finde-ich-die-gegnerische-versicherung-heraus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2020 09:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrradunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Ansprüche durchsetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Ansprüche nach Fahrradunfall]]></category>
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		<category><![CDATA[Fahrradunfall Schmerzesngeld]]></category>
		<category><![CDATA[gegnerische Versicherung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmerzensgeld nach Fahrradunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie Geschädigter eines Fahrradunfalls sind, möchten Sie sowohl die Sachschäden ersetzt bekommen, als auch ein angemessenes Schmerzensgeld für immaterielle Schäden erhalten. doch von wem? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-wie-finde-ich-die-gegnerische-versicherung-heraus/">Fahrradunfall: Wie finde ich die gegnerische Versicherung heraus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="10054" class="elementor elementor-10054" data-elementor-post-type="post">
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									<p style="text-align: justify;">Wenn Sie Geschädigter eines <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/"><b>Fahrradunfalls </b></a>sind, möchten Sie sowohl die Sachschäden ersetzt bekommen, als auch ein angemessenes <b>Schmerzensgeld </b>für Verletzungen wie <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-fuer-prellung-nach-fahrradunfall/"><strong>Prellungen </strong></a>erhalten &#8211; doch von wem?</p><p style="text-align: justify;">Grundsätzlich können Sie sich sowohl an den <b>Unfallverursacher</b>, als auch an dessen <b>Versicherung </b>halten. Hierfür müssen Sie die Versicherung aber erstmal ermitteln können. Wie Sie die Versicherung ermitteln, unterscheidet sich abhängig vom jeweiligen Schädiger. </p>								</div>
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									<h2>Der Unfallverursacher ist Autofahrer</h2><p>Auch wenn bei einem Fahrrad-Auto-Unfall das größtmögliche Verletzungspotential besteht, ist die Durchsetzung des Schadensersatzes und des Schmerzensgeldes weitgehend <strong>unproblematisch</strong> im Hinblick auf die Solvenz des Gegners.</p><p>Autofahrer, beziehungsweise Fahrzeughalter, sind <strong>verpflichtet</strong>, eine <strong>Haftpflichtversicherung</strong> für den Wagen abzuschließen. Sobald ein Autofahrer als jemanden im Straßenverkehr verletzt, kann immer auch gegen eine <strong>gegnerische Versicherung</strong> die Ansprüche durchgesetzt werden.</p><p>Noch ein <strong>Vorteil</strong>: Selbst wenn der Autofahrer sich vom Unfallort entfernt, können Sie mithilfe des <strong>Kennzeichens</strong> seine Versicherung relativ unkompliziert herausfinden. Denn die Polizei (die Sie in einem Fall der Fahrerflucht unbedingt benachrichtigen sollten!) oder der <strong>Zentralruf der Autoversicherer</strong> können mithilfe des Kennzeichens die Versicherung ermitteln. Den Autofahrer selber kann man hierdurch als Privatperson zwar nicht identifizieren, jedoch können Sie nach einem Unfall zunächst nur den Unfall bei der gegnerischen <strong>Versicherung</strong> <strong>anmelden</strong>.</p><h2>Der Schaden wurde durch einen Hund verursacht</h2><p>Gerade in Freizeitanlagen wie Parks oder Wäldern können <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-zusammenstoss-zwischen-hund-und-fahrrad/">Fahrradfahrer</a> und Hunde kollidieren. Wenn der Hund <strong>frei herumläuft</strong>, realisiert er nicht, dass er für Fahrradfahrer ein gefährliches Hindernis darstellen kann. Bei manchen Hunden wird durch ein Fahrrad auch der <strong>Jagdinstinkt</strong> geweckt, sodass sie versuchen, das Fahrrad zu verfolgen. Umsichtige Hundehalter kennen natürlich ihren Hund, und sollten eigentlich wissen, wann es besser wäre den Vierbeiner an die <strong>Leine</strong> zu nehmen.</p><p>Grundsätzlich gibt es <strong>keine</strong> bundesweit<strong> einheitliche Verpflichtung</strong>, eine Hundehaftpflichtversicherung für das Haustier abzuschließen. Dies wird von Land zu Land anders geregelt.</p><p>Sollten Sie durch einen Hund geschädigt werden, sprechen Sie den Hundehalter auf eine möglicherweise bestehende Versicherung an. Der Hundehalter wird dann den Fall im besten Fall selber der Versicherung melden. Wenn er dies nicht vornimmt, können Sie aber mithilfe der <strong>Versicherungsscheinnummer</strong> des Hundes die Versicherung auch selber kontaktieren.</p><p>Falls neben der Tiergefahr den Halter ein <b>eigenes Verschulden</b> trifft, beispielsweise weil er den Hund nicht angeleint hat, obwohl er hierzu verpflichtet gewesen wäre, kann unter Umständen auch die private Haftpflichtversicherung des Hundehalters eingreifen.</p><h2>Der Unfallgegner war Fahrradfahrer oder Spaziergänger</h2><p>Für Spaziergänger und andere Fahrradfahrer gibt es keine Sonderform der Versicherung wie bei Hundehaltern und Wagenhaltern. Hier müssen Sie überprüfen, ob eine <b>private Haftpflichtversicherung</b> abgeschlossen wurde. Für ein gewisses Verwirrungspotential sorgt die „Fahrradversicherung“. Diese soll aber nicht die Kosten und Schäden eines Fahrradfahrers regulieren, sondern das Fahrrad in den meisten Fällen vor Diebstahl oder Beschädigung versichern.</p>								</div>
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									<p>Fahrradunfall aus <b>Expertensicht</b>: Lesen Sie&nbsp;<a href="https://vinqo.de/erfahrungsbericht-fahrradunfall-und-die-folgen-aus-expertensicht/" target="_blank" rel="noopener">hier&nbsp;</a>das wichtigste und klassische Stolperfallen zu dem Thema Fahrradunfall!</p>								</div>
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									<p></p>
<h2>Wieso eine Versicherung der bessere Anspruchsgegner sein kann &#8211; aber nicht muss!</h2>
<p>Anders als eine <b>Privatperson</b> ist die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz bei einer Versicherung verschwindend gering. Sollte der Schädiger jedoch nicht haftpflichtversichert sein, können gerade hohe Schmerzensgelder <b>nicht realisiert </b>werden.</p>
<p>Auf der anderen Seite kann es aber auch nachteilig sein, einen Schmerzensgeldanspruch gegen eine <b>Versicherung </b>durchzusetzen. Denn es gehört quasi zum täglichen Brot der gegnerischen Versicherung, <b>Auszahlungen </b>möglichst <b>gering</b> zu halten. Als wirtschaftliches Unternehmen steht daher der ökonomische und nicht altruistische Gedanke im Vordergrund. Die gegnerischen Versicherungen kämpfen darüber hinaus durchaus mit harten Bandagen. Sie sollten jedes Schreiben der gegnerischen Versicherung somit sorgfältig auf versteckte Stolpersteine untersuchen. Achten Sie insbesondere auf:</p>
<h3>Einwilligungserklärungsaufforderungen</h3>
<p>Im Regelfall wird die gegnerische Versicherung Sie auffordern, dass Sie eine <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/">Einwilligungserklärung</a> in die Verarbeitung Ihrer Daten geben. Teilweise kann sich da sogar auf die medizinischen Daten nach einem Unfall beziehen. Eine allgemeine Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Daten braucht es grundsätzlich <strong>nicht</strong>. Daher sollten Sie diese auch nicht erteilen.</p>
<p>Besonders bei der Entbindung Ihres Arztes von seiner ärztlichen Schweigepflicht, sollten Sie genau <strong>überprüfen</strong>, in was für einem Ausmaß der Arzt von seiner Schweigepflicht entbunden wird. Sie sollten überprüfen, dass der Arzt nicht insgesamt entbunden wird, sondern nur bezüglich des exakten <strong>Schädigungsereignisses</strong> und dessen Verletzungsfolgen. Die gegnerischer Versicherung kann ansonsten versuchen, einen Teil Ihrer Verletzungen mit einer Vorerkrankung oder ähnlichem in Verbindung zu bringen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn die Versicherung Druck auf Sie aufbaut und eine Regulierung aufgrund der fehlenden Einwilligungserklärung verweigert. Das OLG Düsseldorf entschied:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Ein Unfallopfer ist weder aus prozessualen noch aus materiell-rechtlichen Gründen verpflichtet, insbesondere durch eine Schweigepflichtentbindungserklärung seinen Beitrag dazu zu leisten, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung in den Besitz des Vorerkrankungsverzeichnisses gelangt oder dass dieses zumindest in den Rechtsstreit zu dem Zweck eingeführt wird, der Gegenseite eine fundierte und gegebenenfalls beweiskräftige Stellungnahme zu einer Kausalitätsproblematik im Hinblick auf gesundheitliche Vorschäden zu ermöglichen.“ (OLG Düsseldorf, Urteil vom 5. 3. 2013 – I-1 U 115/12)</em></p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<h4>Sachverhaltsangaben</h4>
<p>Die gegnerische Versicherung kennt den Sachverhalt regelmäßig bereits durch den Unfallgegner. Selbst wenn Sie selber den Fall als erstes melden, sollten Sie bei den Sachverhaltsangaben möglichst <strong>knapp</strong> und <strong>objektiv</strong> bleiben. Sie sind nicht dazu verpflichtet, ein eigenes Verschulden darzustellen. Es ist vielmehr Aufgabe der gegnerischen Versicherung, dieses nachzuweisen.</p>
<p></p>
<h5>Abfindung</h5>
<p>Unter Umständen wird die gegnerische Versicherung Ihnen eine <a href="https://vinqo.de/abfindungserklaerung-unterzeichnen-risiken-und-nachteile/">Abfindung</a> anbieten, um den Streitfall aus der Welt zu schaffen. Eine solche Abfindung sollten Sie nur mit<strong> juristischer Überprüfung</strong> zustimmen! Es geht der Versicherung nämlich weniger darum, Ihnen einen finanziellen Gefallen zu tun. Durch eine Abfindung kann eine Versicherung vielmehr verhindern, dass später auftretende <strong>Folgeschäden</strong> geltend gemacht werden. Insbesondere wenn Sie eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, müssen Sie auch mit dieser Rücksprache halten.&nbsp;</p>
<p></p>
<h2>Wie wir Ihnen helfen</h2>
<p>Wir von VINQO sind ein <b>spezialisiertes </b>Team von Juristen und Schadenssachbearbeitern, die sich auf die Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen, gerade auch gegen Versicherungen spezialisiert haben. Wir unterstützen Sie auf dem gesamten Weg der Schadensregulierung und verhindern dann unnötige Anspruchskürzungen. Das ganze ohne jegliches Kostenrisiko! Sie können unser gerne jederzeit Ihren Fall melden.&nbsp;</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-wie-finde-ich-die-gegnerische-versicherung-heraus/">Fahrradunfall: Wie finde ich die gegnerische Versicherung heraus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<item>
		<title>Auto durch Einkaufswagen zerkratzt</title>
		<link>https://vinqo.de/auto-durch-einkaufswagen-zerkratzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 13:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Anspruchsgegner]]></category>
		<category><![CDATA[Auto und Einkaufswagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall auf Parkplatz]]></category>
		<category><![CDATA[verischerung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vinqo.de/?p=9565</guid>

					<description><![CDATA[<p>Grundsätzlich kann man festhalten, dass das Rammen eines Wagens auf dem Parkplatz immer fahrlässig ist. Denn Fahrlässigkeit wird definiert als „die verkehrsübliche Sorgfalt außer Acht lassen.“ Unvorsichtiges Schieben eines Einkaufswagens lässt sich mühelos als sorgfaltswidrig bezeichnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/auto-durch-einkaufswagen-zerkratzt/">Auto durch Einkaufswagen zerkratzt</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="9565" class="elementor elementor-9565" data-elementor-post-type="post">
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									<p><a style="background-color: #ffffff; font-size: 1rem;" href="https://vinqo.de/unfall-auf-parkplatz-was-beachten/" target="_blank" rel="noopener">Parkplätze</a> gehören zu den unfallreichsten Orten im Straßenverkehr. Durch die unübersichtliche Verkehrssituationen übersehen viele Autofahrer schnell ein anderes Auto beim Ausparken &#8211; und schon ist der Verkehrsunfall geschehen. Doch auch vorsichtige Autofahrer sind vor Lackschäden nicht gefeit: Denn neben der anderen <a href="https://vinqo.de/verkehrsunfall/" target="_blank" rel="noopener">PKWs</a>, <a href="https://vinqo.de/motorradunfall-schmerzensgeld/" target="_blank" rel="noopener">Motorrädern, </a><a href="https://vinqo.de/angefahren-als-fussgaenger/" target="_blank" rel="noopener">Fußgängern </a>oder <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/" target="_blank" rel="noopener">Fahrrädern </a>werden noch unzählige <b>Einkaufswagen </b>über den Parkplatzasphalt geschoben. Wenn Ihr Auto auf dem Parkplatz von einem Einkaufswagen gestreift wurde, können Sie die hieraus entstandenen Schäden, z.B. Lackkratzer und Beulen, gegen den Verursacher geltend machen.</p>								</div>
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									<h2>Haftungsgrundlage</h2><p>Haftungsgrundlage ist in diesen Fällen der<strong> § 823 Abs. 1 BGB</strong>:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich <b>verletzt</b>, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet</em>.</p><p>Grundsätzlich kann man festhalten, dass das Beschädigen eines Autos auf dem Parkplatz grundsätzlich fahrlässig ist. Denn Fahrlässigkeit wird definiert als „die verkehrsübliche Sorgfalt außer Acht lassen.“ Unvorsichtiges Schieben oder das unbeaufsichtigte Stehenlassen eines Einkaufswagens lässt sich als sorgfaltswidrig bezeichnen.</p><p>Rechtsfolge ist, dass Sie nach <b>§ 249 Abs. 1 BGB</b> von dem Schädiger verlangen können, dass er Ihren Wagen reparieren lässt, oder die Kosten für eine Reparatur nach<b> § 251 Abs. 1 BGB </b>ersetzten muss. Doch ganz so unproblematisch ist es dann doch nicht immer.</p><h2>Mitverschulden</h2><p>Bei der Durchsetzung Ihrer Schadenersatzansprüche wirft Ihnen die gegnerische Versicherung u.U.  gem. <strong>§ 254 Abs. 1 BGB </strong>ein Mitverschulden vor, um den Schadenersatzanspruch möglichst gering zu halten Wenn der Autofahrer bei einem Verkehrsunfall eine Mitschuld trifft, wird ihm der Haftungsanspruch anteilig (an seinem Mitverschulden orientiert) gekürzt. Hierbei kann zwischen zwei Variationen unterschieden werden:</p><h3>Sie fuhren den Wagen zum Zeitpunkt des Unfalls</h3><p>Wenn Sie selber mit Ihrem Wagen fuhren, als er zerkratzt wurde, haften Sie im Regelfall anteilig nach<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__7.html"> <b>§ 7</b> <b>StVG </b></a>oder<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__18.html"> <b>§ 18 StVG</b></a>. In diesem Fall haben Sie eine „gefährliche“ Handlung vorgenommen, denn von jedem Auto im Verkehr geht eine <b>Betriebsgefahr </b>aus. In diesen Fällen kann Ihr Schadensersatzanspruch gekürzt werden. Die Höhe der Kürzung wird dabei aber am Einzelfall festgemacht.</p><p><u>Beispiel 1:</u></p><p>Der Einkaufswagennutzer schob den Wagen höchst rücksichtlos, also grob fahrlässig. Er ließ alles außer Betracht, was ein vernünftig und umsichtig denkender Mensch normalerweise beachtet. Beispielsweise schob er den Einkaufswagen nicht, sondern „schubste“ ihn vor sich her. In solchen Fällen wirkt sich die Betriebsgefahr Ihres Wagens kaum auf den Schaden aus.  Die Rücksichtslosigkeit der Person ist so weit überwiegend verantwortlich, dass Ihr Schadensersatzanspruch nicht gekürzt wird.</p><p><u>Beispiel 2:</u></p><p>Der Einkaufswagennutzer schob den Wagen regulär. Sie dachten, dass die Person Sie vorbei lassen möchte, weil er kurz stoppt. Der Einkaufswagennutzer hatte Sie aber gar nicht gesehen, weil er abgelenkt war. In diesem Fall tragen Sie eine Mitschuld. Eine Kürzung Ihres Anspruchs ist wahrscheinlich.</p><h4>Ihr Wagen war zum Unfallzeitpunkt geparkt</h4><p>Wenn Ihr Wagen geparkt war, liegt im Regelfall <b>keine Betriebsgefahr</b> mehr vor, denn Ihr Wagen wird nicht mehr im Straßenverkehr geführt. Zwar gibt es durchaus Fälle, in denen der BGH auch bei geparkten PKW eine Mitschuld annahm, in diesen Fällen waren diese aber so verkehrswidrig abgestellt (absolutes Parkverbot) als dass dies mit der Parkplatzsituation vergleichbar wäre. Auch bei leichteren Parkverstößen, zum Beispiel wenn Sie über eine Parklinie ragen, wird im Regelfall kein Mitverschulden angenommen werden können.</p>								</div>
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									<p>Sie hatten auf dem Parkplatz einen Unfall mit einem Auto? Lesen Sie <a href="https://vinqo.de/unfall-auf-parkplatz-was-beachten/">hier</a> die wichtigsten Schritte nach Ihrem Unfall!</p>								</div>
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									<h2>Wer ist Ihr Anspruchsgegner?</h2><p>Anders als bei PKW-Haltern gibt es<strong> keine Pflicht-Haftpflichtversicherung </strong>für den Verbraucher. Wenn dieser keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, müssen Sie Ihren Anspruch gegen die <strong>Privatperson</strong> durchsetzen. Es ist aber möglich, dass der Verursacher mittelos ist, die Reparatur also nicht zahlen kann. Wenn eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, haftet diese für Verursacher. Kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, können Sie aber nicht die Haftpflichtversicherung sondern nur den Schädiger verklagen. </p><h2>Der Verursacher ist nicht auffindbar</h2><p>Besonders ärgerlich wird es, wenn Sie zu Ihrem Wagen zurückkehren und jemand in Ihrer <b>Abwesenheit </b>diesen zerkratzt hat. Denn wenn Sie nicht wissen, wer der Verursacher war, können Sie auch keinen Schadensersatzanspruch gegen diesen durchsetzen. Das Verlassen des Unfallorts stellt eine <b>Straftat </b>dar. Selbst wenn die Person Ihnen einen Zettel mit Kontaktinformationen hinterlässt, können Sie <b>Strafanzeige </b>stellen. Als erstes sollten Sie in solchen Fällen die Polizei hinzuziehen, und Anzeige gegen Unbekannt stellen. Wenn Sie eine Kaskoversicherung abgeschlossen haben, können Sie mit der Anzeige dann eventuell die Reparaturkosten ersetzen lassen.</p><p>Wenn Ihr Wagen auf dem Parkplatz eines Unternehmens wie einem Einkaufszentrum oder Supermarkt zerkratzt wurde, können Sie überprüfen, ob dies durch <b>Videokameras </b>aufgezeichnet wurde. Doch Sie müssen schnell sein, denn im Regelfall wird das Video nach 24 Stunden wieder gelöscht.</p><h2>Fazit</h2><p>Wenn der Verursacher ausfindig gemacht wird, ist die Durchsetzung Ihrer Schadensersatzansprüche meistens erreichbar. Wenn jedoch eine Fahrerflucht vorliegt und keine Zeugen bekannt sind oder Videoaufnahmen vorliegen, bleiben Sie im schlimmsten Fall auf den Kosten vollständig sitzen. </p>								</div>
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		<title>Von Baugerüst verletzt &#8211; Bekomme ich Schmerzensgeld?</title>
		<link>https://vinqo.de/von-baugerust-verletzt-bekomme-ich-schmerzensgeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 20:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrradunfall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schmerzensgeldtabellen sind nichts anderes als Urteilssammlungen, die hinsichtlich angemessener Schmerzensgelder für jeweilige Verletzungen rechtskräftig sind. Mithilfe des Vergleichs der Urteile mit den eigenen Verletzungen kann dann ein angemessenes Schmerzensgeld ermittelt werden. </p>
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									<p>Gerade in Großstädten kommt es durch Modernisierungswellen und Neubauprojekten zu einer immens hohen Dichte an Bauarbeiten, auch im innerstädtischen Bereich. Baugerüste gehören damit zum alltäglichen Bild eines jeden Wohngebietes, aber auch der dem Publikumsverkehr freigegeben Plätze und Straßen.</p><p>Bauarbeiten sind dabei immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Nicht nur für die Bauarbeiter selber, sondern auch für Passanten, die beispielsweise durch <b>Baugerüste </b>auf dem Gehweg behindert  oder durch <b>herabfallende </b>Teile verletzt werden. Wenn es durch ein Baugerüst zu einer Körperverletzung kam, steht neben dem materiellen Schadensersatz auch die Frage nach dem <strong>Schmerzensgeld</strong> im Raum. Doch wer haftet in so einem Fall?</p>								</div>
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									<h2>Wer haftet, wenn ich durch ein Baugerüst verletzt werde?</h2>
<p>Wenn Sie durch ein Baugerüst verletzt worden sind, haftet Ihnen grundsätzlich der <strong>Bauherr</strong> für den dabei entstandenen materiellen und immateriellen Schaden. Bauherr ist dabei derjenige, der <strong>rechtlich</strong> oder <strong>wirtschaftlich</strong> als <strong>Auftraggeber</strong> von Bauchvorhaben zu sehen ist.</p>
<p>Die Anspruchsgrundlagen gegen den Bauherrn sind hierfür nicht, wie auf den ersten Blick gedacht, die<strong> §§ 836 ff. BGB</strong>. Diese behandeln vielmehr den Fall, dass durch die „<strong>Mangelhaftigkeit</strong>“ eines Grundstückes selbst jemand zu Schaden kommt.</p>
<p>Einschlägig ist vielmehr die allgemeine Regelung des <strong>§ 823 Abs. 1 BGB</strong>:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„<em>Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“</em></p>
<p>Voraussetzung neben der Verletzung des Körpers und des Eigentums ist hierbei, dass auch eine <strong>Verkehrssicherungspflicht</strong> verletzt wurde. Welche Verkehrssicherungen den Bauherren treffen, hat der BGH in einem Staatshaftungsstreit im Jahr 1976 festgehalten:</p>
<p><strong>Von dem Bauvorhaben darf keine Gefahr ausgehen, durch die Dritte Schäden erleiden können.</strong> Er ist verpflichtet, im Falle einer Gefahrenerkennung sofortig Abhilfe zu schaffen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Beispiel</span>: Sie als Passant gehen neben einem Baugerüst. Das Bausicherungsnetz war nicht richtig verankert, sodass es sich gelöst hatte und Sie darüber stolperten. Dabei brachen Sie sich das Handgelenk. In diesem Fall hat der Bauherr es unterlassen, die Sicherheit der Baustelle zu gewährleisten. Er hätte bemerken müssen, dass das Netz nicht richtig angebracht war. Somit schuldet er Ihnen ein Schmerzensgeld.</p>
<p>Der BGH urteilt in ständiger Rechtsprechung bezüglich der Verkehrssicherungspflicht:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Es reicht aus „[…]<em>diejenigen Sicherungsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger der betroffenen Verkehrskreise für ausreichend halten darf, um andere Personen vor Schäden zu bewahren, und die den Umständen nach zuzumuten sind</em>.“<br>(<a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;nr=86554">BGH, Urteil vom 19. Juli 2018 – VII ZR 251/17</a>)</p>
<p>Im Gegensatz zu einem Verkehrsunfall treffen Sie als Geschädigten jedoch höhere Anforderungen an die Beweis- und Darlegungslast. Sie müssen nämlich den Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht beweisen und darlegen können, dass Ihre Verletzungen kausal auf die Verkehrssicherungspflicht zurückzuführen sind.&nbsp;</p>
<p>Nicht selten wird eine gegnerische Versicherung sich darum bemühen, Ihnen ein unumsichtiges Verhalten anzulasten und damit die Zahlung eines Schadenersatzes oder Schmerzensgeldes zu verhindern.&nbsp;</p>
<p>Doch wann trifft Sie ein Verschulden bei einem Sturz über einen Betonklotz, ein Sicherungsnetz oder Gerüstteile?</p>
<p></p>
<h2>Selbstverschulden bei einem Sturz?</h2>
<p>Ein Schmerzensgeld kann <strong>ausgeschlossen</strong> sein, wenn das Baugerüst und dessen Gefahr <strong>nicht kausal</strong> für Ihren Schaden war oder Sie selber weit überwiegend Verantwortung für den Schaden tragen. Dies ist der Rechtsgedanke des<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html"><b> § 254 Abs.1 BGB</b>.</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Beispiel</span>: Sie laufen mit Blick auf Ihr Smartphone durch die Innenstadt. Ein Baugerüst steht Ihnen jedoch im Weg. Sie übersehen eine Querstange, die nicht in den Fußgängerweg reinragt. Dabei geht Ihr Smartphone zu Bruch. Der Bauherr hat in diesem Fall keine Verkehrssicherung verletzt, vielmehr ist der Schaden auf Ihre eigene Unachtsamkeit zurückzuführen. Die Haftungsgrundlage des <b><a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/823.html">§ 823 Abs. 1 BGB</a> </b>ist somit nicht erfüllt.</p>
<p>Ein Fall des <b>Mitverschuldens </b>läge hingegen vor, wenn Sie zwar unaufmerksam durch die Innenstadt gehen, der Bauherr aber Betonfüße eines Bauzauns zu weit in die Verkehrsflächen hat hineinragen lassen und Sie nun darüber stolpern. In diesem Fall werden Ihre Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche gequotelt, das heißt, Sie erhalten nur einen gewissen Prozentsatz Ihrer Ansprüche, weil Sie sich ein &#8222;Verschulden gegen sich selbst&#8220; anrechnen lassen müssen.</p>
<p></p>
<h2>Verkehrssicherungspflicht gegenüber Kindern</h2>
<p>Grundsätzlich muss der Bauherr die Baustelle so <b>sichern</b>, dass ein umsichtiger und sorgfältiger Dritter, der mit der Gefahrenquelle in Berührung kommt, hieran <b>keinen Schaden</b> nehmen kann. Insbesondere ist der Bauherr nicht verpflichtet, eine Baustelle und ein Baugerüst, welches hinter einem Absperrzaun steht, noch besonders für den Publikumsverkehr zu sichern. Denn damit eine Gefahrenquelle zur Verkehrssicherungspflicht führt, muss die Gefahrenquelle überhaupt eröffnet werden.&nbsp;</p>
<p>Bezüglich Kinder urteilte der BGH:&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Dabei ist allerdings zu beachten, dass gegenüber Kindern gesteigerte Sicherungserwartungen und damit auch deutlich strengere Verkehrssicherungspflichten gelten. Bei ihnen ist in besonderem Maße auf diejenigen Gefahren Bedacht zu nehmen, die ihnen aufgrund ihrer Unerfahrenheit, ihres Leichtsinnes und Spieltriebes drohen.“ (<a href="https://www.ra-skwar.de/urteile/BGH%20VI%20ZR%20162-93.php"><b>BGH, Urteil vom 20. September 1994 – VI ZR 162/93 –</b>)</a></em></p>
<p>Wenn also ein Baugerüst für einen Siebenjährigen nach einem spaßigen Kletterabenteuer aussieht, treffen den Bauherren strengere Verkehrssicherungspflichten.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Aufgrund der ausgehenden Gefahr von Baugerüsten ist der <b>Bauherr </b>gehalten, diese besonders abzusichern. Unterlässt er eine solche Absicherung, muss er für Ihren Schaden eintreten. Dies gilt sowohl für Schmerzensgeldansprüche als auch Ersatzansprüche für materielle Schäden.</p>								</div>
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		<title>Schmerzensgeld bei Beleidigung oder Anspucken?</title>
		<link>https://vinqo.de/schmerzensgeld-bei-beleidigung-oder-anspucken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 19:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schmerzensgeld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter einer Beleidigung versteht man die Verletzung des persönlichen Ehranspruchs eines jeden Menschen, die durch eine Kundgebung der eigenen Missachtung / Nichtachtung der anderen Person erfolgt. </p>
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									<p>Die meisten Verbraucher wissen, dass Ihnen nach einem Unfall mit einer <strong>Verletzung</strong> ein <strong>Schmerzensgeld</strong> zusteht. Das Schmerzensgeld ist in <b>§ 253 Abs. 2 BGB</b> verankert: </p><p style="padding-left: 40px;"><em>Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.</em></p><p>Es handelt sich dabei nicht um den Ersatz von Heilbehandlungskosten, sondern um eine Ausgleichs- und Genugtuungszahlung, die zusätzlich gefordert werden kann. Dies ist seit 1955 ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.</p><p>Neben dem Schmerzensgeld für eine Gesundheitsbeeinträchtigung gibt es aber auch ein <strong>Schmerzensgeld</strong> nach einer <strong>Beleidigung</strong>. Im Folgenden erklären wir Ihnen, was Sie bezüglich eines Schmerzensgeldes nach einer Beleidigung wissen müssen.</p>								</div>
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									<h2>Wann liegt eine Beleidigung vor?</h2><p>Unter einer Beleidigung versteht man die <strong>Verletzung</strong> des<strong> persönlichen Ehranspruchs</strong> eines jeden Menschen, die durch eine Kundgebung der eigenen <b>Missachtung </b>/ Nichtachtung der anderen Person erfolgt.</p><p>Dabei werden aber nicht nur verbale Entgleisungen, sondern auch bestimmte Tätigkeit erfasst: Neben dem erhobenen Mittelfinger, der nonverbal die Verachtung ausdrücken soll, liegt auch bei Anspucken eine Beleidigung vor. 2015 entschied zwar der BGH dass das Anspucken keine Körperverletzung nach<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__223.html"><b> § 223 StGB</b></a> darstellt, selbst wenn es Ekel auslöst. Eine Strafbarkeit ergibt sich aber immer aus<b><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__185.html"> § 185 StGB</a>,</b> nämlich dem Straftatbestand der Beleidigung.</p><p>Wann eine rechtlich sanktionierbare Beleidigung vorliegt, hängt stark vom Kontext und den Umständen ab, in denen die Beleidigung ausgesprochen worden ist. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts betont dabei stets die wichtige Meinungsfreiheit gem. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Art. 5 GG</a>, die in der Demokratie unverzichtbar ist. Deshalb müssen unter Umständen auch als beleidigend empfundene Aussagen ausgehalten werden. </p><h2>Was ist die Anspruchsgrundlage für ein Schmerzensgeld nach Beleidigung?</h2><p>Grundsätzlich sind hinsichtlich eines Schmerzensgeldes bei einer Beleidigung zwei Anspruchsgrundlagen denkbar: <b>§ 823 Abs. 1 BGB i.V.m. Art. 1, 2 GG</b>, <b>§ 1004 BGB</b> analog:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.</em></p><p>Aus dem ersten und dem zweiten Artikel des <strong>Grundgesetzes</strong> lässt sich das allgemeine <strong>Persönlichkeitsrecht</strong>, welches auch den Achtungsanspruch eines Menschen gegenüber jedem anderen Menschen erfasst, herauslesen. Nach ständiger Rechtsprechung des BGH hat man einen</p><p style="padding-left: 40px;"><em>„</em><em>Anspruch auf eine Geldentschädigung, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff handelt und die Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend aufgefangen werden kann. Ob eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts vorliegt, die die Zahlung einer Geldentschädigung erfordert, hängt insbesondere von der Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, ferner von Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie von dem Grad seines Verschuldens ab.“</em></p><p>Dies bedeutet:</p><h3>Es muss ein schwerer Eingriff vorliegen</h3><p>Es genügt beispielsweise nicht, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer Sie <em>Doofkopf</em> nennt. Vielmehr muss es sich um einen gezielten, Sie in unsittlicher Weise verschmähenden Wortlaut handeln. Es ist auch nicht ausreichend, wenn bestimmte Bezeichnungen verwendet werden, denen eine negative Betitelung anhaftet, die aber objektiv keine Herabwürdigung enthalten. Die Bezeichnung eines Polizisten als &#8222;<em>Oberförster</em>&#8220; ist nicht objektiv herabwürdigend.</p><h3>Die Beeinträchtigung darf nicht anders befriedigend aufgefangen werden können</h3><p>Der BGH nahm beispielsweise im Jahr 2015 an, dass ein Schmerzensgeld wegen Beleidigung nicht gezahlt werden muss, wenn der Beleidiger bereits durch ein Unterlassensurteil ein Ordnungsgeld bei einer erneuten Beleidigung zahlen muss.</p><h3>Einzelfallschwere</h3><p>Aus den Gesamtumständen muss sich gerade die Schwere des Eingriffs in Ihr Persönlichkeitsrecht ergeben. Hierzu zählt unter anderen, wie viele Personen von dem Angriff auf Ihren <b>Achtungsanspruch </b>mitbekommen konnten oder ob z.B. ein Streit der Beleidigung vorausgegangen ist. Innerhalb eines Wortgefechts kann es durchaus vorkommen, dass aus Rage heraus derbere Wörter benutzt werden.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Beispiel</span>: Der BGH <b>lehnte </b>2017 die Zahlung eines <strong>Schmerzensgeldes</strong> aufgrund einer Beleidigung in einer E-Mail („Dummes Arschloch“) <b>ab</b>, da der Beleidigte zuvor „seine tiefe Genugtuung über dessen schwerwiegende und lebensbedrohliche Krebserkrankung äußerte und ihn somit herabwürdigte, jemand zu sein, der Qualen und den Tod verdient habe.“ <strong><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=80643&amp;pos=1&amp;anz=488">BGH, Urteil vom 14. November 2017 – VI ZR 534/15</a> –</strong></p><h2>Exkurs: Bespucken</h2><p>Das Bespucken stellt einen besonders schweren Fall der Beleidigung regelmäßig dar. Hier kann argumentiert werden, dass durch den ausgelösten Ekel und die damit verbundene körperliche Reaktion im Regelfall ein Schmerzensgeld gefordert werden kann.</p>								</div>
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									<p>Schmerzensgeld für eine körperliche Verletzung erhalten? Lesen Sie <a href="https://vinqo.de/das-sind-die-wichtigsten-faktoren-fuer-die-hoehe-ihres-schmerzensgeld/" target="_blank" rel="noopener">hier </a>die wichtigsten Faktoren für die Höhe Ihres Schmerzensgeldes!</p>								</div>
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									<h2>Wie viel Schmerzensgeld kann ich verlangen?</h2>
<p>Dies kommt natürlich auf den Einzelfall an. Der prominenteste Fall der letzten Jahre wird wohl die<a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-09/jens-maier-noah-becker-7500-euro-schmerzensgeld-afd-rassismus-twitter?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F"> Aussage des AFD-Abgeordneten Maiers gegenüber dem Sohn von Boris Becker gewesen sein</a>. Aus Pietätsgründen wird auf eine Wiederholung des Wortlauts hier verzichtet. Herr Maier musste ein Schmerzensgeld in Höhe von 7.500,00 € nach einem Vergleich zahlen. Das LG Berlin urteile zuerst sogar 15.000,00 € Schmerzensgeld aus (<strong>LG Berlin, 15.01.2019</strong>).</p>
<p>Im Regelfall werden zwischen</p>
<ul>
<li><strong>109,64 €</strong> (AG Bremen, 29.03.2012, „Schlampe“ nach wechselseitiger Provokation) über</li>
<li><strong>395,40 €</strong>&nbsp;(AG Schwedt/Oder, 23.10.2002, „Alte Fotze“) bis zu</li>
<li><strong>822,30 €</strong> (LG Konstanz, 21.05.2012, massive Beleidigungen mit Begriffen wie Arschlöcher, Wichser, dumme Hurensöhne etc. sowie dem Zeigen des sogenannten &#8222;Stinkefingers&#8220;)</li>
</ul>
<p>für „geläufige“ Beleidigungen gezahlt.</p>
<p>Für das Bespucken sprachen die Richter des Amtsgerichts Meppen ein Schmerzensgeld in Höhe von <strong>626,97</strong> <strong>€</strong> zu (AG Meppen, 25.02.2004).&nbsp;</p>
<p>Wie sich aus dieser Schnittmenge der Urteile ergibt, wird das Schmerzensgeld immer fallabhängig zuerkannt. Hier gilt wie bei jedem anderen Schmerzensgeldanspruch auch, dass die Anspruchshöhe sich aus der Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion ergibt.</p>
<h2>Gegen wen habe ich diesen Anspruch?</h2>
<p>Bei gewöhnlichen Körperverletzungen, die fahrlässig hervorgerufen worden sind, wie nach einem&nbsp;<a href="https://vinqo.de/verkehrsunfall/" target="_blank" rel="noopener">Autounfall&nbsp;</a>oder einem&nbsp;<a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/" target="_blank" rel="noopener">Hundebiss</a>, haftet neben dem <strong>Verursacher der Schäden</strong> grundsätzlich auch dessen <strong>Haftpflichtversicherung</strong>, insoweit eine Haftpflichtversicherung besteht. Im Regelfall wird nach einer Beleidigung aber keine Versicherung zahlen, denn:</p>
<p>Eine Beleidung wird <strong>vorsätzlich</strong> vorgenommen. Die meisten Versicherungen schließen in ihrem Versicherungsvertrag aber die Haftung für vorsätzliche Schadensverursachungen aus, sodass Sie Ihre Ansprüche auf Schmerzensgeld gegen den unmittelbaren Verursacher durchsetzen müssen.</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-bei-beleidigung-oder-anspucken/">Schmerzensgeld bei Beleidigung oder Anspucken?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Fahrradunfall &#8211; Was muss ich tun?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2020 11:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zahl der Fahrradfahrer in Deutschland steigt jedes Jahr. Leider steigt damit auch die Zahl der im Straßenverkehr verunfallten Fahrradfahrer. Im Jahr 2018 verunfallten rund 90.000 Fahrradfahrer, davon fast 500 tödlich. Neben den gesundheitlichen Aspekten müssen auch rechtliche Fragen beantwortet werden. Nach einem Fahrradunfall steht man aber häufig unter Schock.  Wir erklären Ihnen deshalb, was...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-was-muss-ich-tun/">Fahrradunfall &#8211; Was muss ich tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="9079" class="elementor elementor-9079" data-elementor-post-type="post">
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									<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Die Zahl der Fahrradfahrer in Deutschland steigt jedes Jahr. Leider steigt damit auch die Zahl der im Straßenverkehr verunfallten Fahrradfahrer. Im Jahr 2018 verunfallten rund 90.000 Fahrradfahrer, davon fast 500 tödlich.</p><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Neben den gesundheitlichen Aspekten müssen auch rechtliche Fragen beantwortet werden. Nach einem Fahrradunfall steht man aber häufig unter Schock. </p><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Wir erklären Ihnen deshalb, was Sie nach einem Fahrradunfall unbedingt beachten sollten.</p>								</div>
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									<h2>Schritt 1: Verletzungen versorgen und Polizei rufen</h2><p>Im Zweifel sollten Sie, falls Sie auf dem Fahrrad Beteiligter eines Unfalls geworden sind, überprüfen, inwieweit <strong>Verletzungen</strong> vorliegen, die das Rufen eines <strong>Krankenwagens</strong> notwendig machen. Gerade in Fällen, in denen der Kopf oder der Rücken verletzt worden sind, sollten Sie die Verletzungen möglichst schnell ärztlich untersuchen lassen.</p><p>Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihre Verletzungen das Rufen eines Krankenwagens rechtfertigen, lohnt sich ein Anruf bei der kassenärztlichen Vereinigung unter 116117. Diese können Ihnen Auskunft darüber geben, ob eine notärztliche Untersuchung schnellstmöglich vorgenommen werden sollte oder ob ein Besuch beim Hausarzt reicht.</p><p>Unsicherheit besteht auch häufig bezüglich der Frage, ob die <strong>Polizei</strong> gerufen werden muss. Gerade bei kleineren Schäden gibt es <strong>keine Pflicht</strong>, die Polizei hinzuzurufen. Ist die Schuldfrage jedoch streitig oder sind die Verletzung nicht nur geringfügig, so empfiehlt es sich, zur Unfallaufnahme die Polizei hinzuziehen.</p><h2>Schritt 2: Startschuss für Schadensregulierung</h2><p>Sollten die Verletzungen nicht so dramatisch sein, als dass das Rufen eines Krankenwagens oder eines Notarztes notwendig wären, kann bereits am Unfallort die Aufarbeitung des <strong>Unfallhergangs</strong> vorgenommen werden, damit es hinterher bei der Durchsetzung Ihrer Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche nicht zu Streitigkeiten und Verzögerungen kommt.</p><p>Hierzu sollten Sie folgende Schritte beachten:</p><h2>Schritt 3: Datenerfassung</h2><h3>Personalien des Unfallverursachers und Kennzeichen notieren</h3><p>Es ist unerlässlich, dass nach einem Fahrradunfall die <strong>Daten</strong> der anderen <strong>Unfallteilnehmer</strong> notiert werden. Hierzu kann beispielsweise ein Foto vom <strong>Personalausweis</strong> gemacht werden. Wurden Sie auf Ihrem Fahrrad von einem Auto angefahren oder ein Fahrzeuginsasse hat die Fahrzeugtür unvorsichtig geöffnet und Sie sind mit dieser kollidiert, so ist es bereits ausreichend, dass Sie sich das Kennzeichen notieren. Mithilfe des Kennzeichens kann beim Zentralruf der Autoversicherer die Versicherung erfragt werden. </p><p>Sollte der Unfallhergangs streitig sein, oder ein Unfallverursacher seine Daten nicht mitteilen wollen, ist ein Anruf bei der <strong>Polizei</strong> unumgänglich. Grundsätzlich besteht keine Pflicht, die Polizei hinzuzurufen, sollte jedoch ein nicht unbeachtlicher Personenschaden entstanden sein, wird die Polizei regelmäßig zusammen mit einem Krankenwagen erscheinen und die Personalien der Unfallbeteiligten erfassen.</p><p>Die Daten der Gegenseite sind für Sie auf dem Weg zur Regulierung des Schadens unerlässlich. Denn die Gegenseite ist, natürlich abhängig davon, ob sie den Unfall verursacht hat, zum <strong>Schadensersatz</strong> verpflichtet.</p><h3>Zeugen des Fahrradunfalls ansprechen und Daten notieren</h3><p>Insbesondere wenn die Gegenseite sich uneinsichtig zeigt, sollten Sie überprüfen, ob Außenstehende den Unfall beobachten konnten.</p><p>Im Regelfall geben Zeugen gerne ihre Personalien heraus, um Ihnen als Fahrradfahrer zu helfen. Sie müssen jedoch zumeist aktiv auf umstehende Passanten zugehen und nachfragen. </p><p>Zeugen  können nicht nur wichtige Anhaltspunkte für die Frage nach der Unfallursache geben, häufig sind Zeugen die wichtigsten Beweismittel, um Haftungseinwände der gegnerischen Versicherung und Schutzbehauptungen des Unfallverursachers entkräftigen zu können.</p>								</div>
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									<p><strong>Keinen Helm bei dem Unfall getragen? Lesen Sie in <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-ohne-helm-bekomme-ich-trotzdem-schmerzensgeld/" target="_blank" rel="noopener">diesem Beitrag</a>, ob trotzdem ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht!</strong></p>								</div>
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									<h3>Schäden und Verletzungen nach einem Fahrradunfall dokumentieren</h3><p>Wurden die <strong>Daten</strong> von <strong>Unfallbeteiligten</strong> und <strong>Zeugen</strong> aufgenommen, müssen nun die entstandenen <strong>Sachschäden</strong> und <strong>Verletzungen</strong> <strong>dokumentiert</strong> werden.</p><h4>Sachschäden dokumentieren</h4><p>Alle Schäden am <strong>Fahrrad</strong> sollten bestmöglich dokumentiert werden. Daneben können aber auch Schäden an <strong>Kleidung</strong>, <strong>Helmen</strong>, <strong>Fahrradzubehör</strong> oder <strong>Smartphones</strong> später geltend gemacht werden. Auch hier sollte der Schaden daher <strong>fotografisch</strong> festgehalten werden. Auch die Schäden am Auto des Unfallgegners sollten möglichst festgehalten werden. Denn auch diese können Aufschluss über den Unfallhergang geben. So kann es beispielsweise haftungstechnisch einen Unterschied machen, ob ein PKW Sie beim Abbiegen „nur“ mit der rechten Seite berührt hatte, oder Sie frontal von dem Wagen erfasst wurden. Denn ein frontaler Aufprall auf den Wagen spricht für eine erhöht fahrlässigere Fahrweise der Gegenseite.</p><h4>Verletzungen dokumentieren</h4><p>Neben der Dokumentation der Sachschäden sollten auch <strong>Verletzungen</strong> festgehalten werden. Neben <strong>Fotos</strong> von Wunden gehören hierzu auch <strong>Arztberichte</strong>. Auch wenn Sie selber ungern einen Arzt aufsuche, sollte in diesem Ausnahmefall der Gang in die Praxis nicht aufgeschoben werden. Neben der <strong>Dokumentation</strong> der Verletzungen, die für ein späteres <strong>Schmerzensgeld ausschlaggebend</strong> sein können, kann der Arzt auch „verdeckte“ Verletzungen wie zum Beispiel eine Halswirbeldistorsion erkennen, die unter Umständen eine weitere Therapie benötigt.</p><p>Eine große Hilfe für die engmaschige Dokumentation der Verletzungen und der hieraus resultierenden Einschränkungen kann ein sogenanntes „<strong>Schmerztagebuch</strong>“ darstellen, indem Sie in den folgenden Tagen (oder Wochen) festhalten können, an welchen Tagen Sie auf den Unfall zurückführbare Schmerzen hatten. Neben offensichtlichen Verletzungen wie zum Beispiel einer Fraktur, können Sie auch „seelische“ Schmerzen dokumentieren. Viele Unfallbeteiligte sind nach einem Fahrradunfall traumatisiert oder haben Angst, wieder Fahrrad zu fahren. Eine solche psychische Beeinträchtigung fließt in die Bewertung und Festlegung eines Schmerzensgeldes mit ein und wirkt sich insgesamt schmerzensgelderhöhend aus.</p><p>Neben der Dokumentation von körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen können Sie auch die Einnahme von Medikamenten oder Therapiemaßnahmen dokumentieren.</p><h2>Schritt 4: Unfall melden</h2><p>Wurden alle Daten aufgenommen, alle Verletzungen und Sachschäden dokumentiert, stellt sich die Frage, ob der Schaden noch an weitere Dritte gemeldet werden muss.</p><h3>Polizei</h3><p>Wie bereits oben dargestellt, kann die Benachrichtigung der Polizei in manchen Fällen unerlässlich sein. Für die zivilrechtliche Durchsetzung Ihrer Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche<a href="https://vinqo.de/anzeige-erstatten-um-schmerzensgeld-zu-erhalten/"> benötigen Sie jedoch KEINE Polize</a>i. Eine <strong>Protokollierung</strong> durch die Polizei kann zwar bei der Durchsetzung der aus dem Unfall stammenden Ansprüche helfen, ist aber keine Voraussetzung für einen Schadensersatz und ein Schmerzensgeld. Viele Verletzte stellen sich die Frage, ob Sie den Verursacher anzeigen sollen oder sogar müssen. Hierzu mehr unten unter dem Punkt „Sonstiges“.</p><h3>Gegnerische Versicherung herausfinden</h3><p>Wenn der Unfallverursacher eine <strong>Haftpflichtversicherung</strong> besitzt, ist diese bei Vorliegen eines versicherten Schadenfalls zur <strong>Schadensregulierung</strong> neben dem Unfallverursacher <strong>verpflichtet</strong>. Hierbei kann grob nach schädigendem Verkehrsteilnehmer unterschieden werden:</p><p>Für Kfz gibt es eine Versicherungspflicht. In diesen Fällen können Sie davon ausgehen, dass der entstandene Schaden von einer gegnerischen Kfz-Versicherung beglichen wird. Sollten Sie vergessen haben, den Verursacher nach seiner Kfz-Versicherung zu fragen, kann diese auch durch eine <strong>Anfrage bei dem Zentralruf</strong> der Autoversicherer ermittelt werden. Hierfür benötigen Sie nur das <strong>Kfz-Kennzeichen</strong>.</p><p>Sollte der Fahrradunfall durch einen Fußgänger oder einen Fahrradfahrer verursacht worden sein, so kommt es für eine einfache, außergerichtliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche maßgeblich darauf an, ob der Unfallverursacher eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, die die weitere Schadenregulierung übernimmt. Eine private Haftpflichtversicherung ist im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung keine Pflichtversicherung. Sollte Unfallverursacher seine Versicherung nicht benennen wollen oder keine abgeschlossen haben, müssen Sie Ihre Ansprüche unmittelbar gegen den Unfallverursacher geltend machen. In der Praxis gestaltet sich dies häufig schwierig. </p><p>Sollte der Fahrradunfall durch einen Hund oder ein anderes Tier entstanden sein, hat der Halter des Tieres unter Umständen eine <strong>Tierhaftpflichtversicherung</strong>. Im besten Fall können Sie bereits am Unfallort die Versicherung erfragen. Denn für Hundehaftpflichtversicherungen gibt es kein offizielles Register. Sie sind insoweit auf die Mitwirkung des Hundehalters angewiesen oder müssen diesen selbst in Anspruch nehmen. </p>								</div>
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									<p><b>Nutzungsausfall </b><strong>für beschädigtes Fahrrad nach Unfall erhalten?</strong> In <a href="https://vinqo.de/nutzungsausfall-bei-fahrraedern-und-e-bikes/" target="_blank" rel="noopener">diesem Artikel </a>haben wir für Sie zusammengefasst, wann Sie Anspruch auf Nutzungsausfall geltend machen können!</p>								</div>
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									<h3>Eigener Versicherung den Fahrradunfall melden</h3><p>Den Ihnen entstandenen Schaden müssen Sie <strong>nicht</strong> Ihrer eigenen Haftpflichtversicherung melden. Diese ist nämlich nur zuständig, wenn <strong>Sie</strong> selber einen <strong>Schaden verursacht</strong> haben. Sollte der Unfall auf dem Verschulden beide Seiten beruhen, Sie also auch einen Schaden bei dem Unfallgegner verursacht haben, sollten Sie diesen Schadensfall Ihrer eigenen Versicherung schnellstmöglich melden. Für die Schadenregulierung des bei Ihnen eingetretenen Schadens bleibt Ihre Versicherung aber außen vor, es sei denn, dass eine Kasko-Versicherung beispielsweise für das Fahrrad abgeschlossen wurde.</p><h2>Schritt 5: Schadenersatz und Schmerzensgeld nach Fahrradunfall erhalten</h2><p>Wenn alle vorherigen Schritte abgeschlossen wurden, geht es nun um die Schadenregulierung im engeren Sinne. Hierfür brauchen Sie ein bisschen <strong>Geduld</strong>, denn gerade wenn gegnerische Versicherungen an der Schadensregulierung beteiligt sind, kann sich der Regulierungsprozess über <strong>Wochen</strong> und <strong>Monate</strong> ziehen. In diesem Zeitpunkt werden Sie häufiger Post von der gegnerischen Versicherung erhalten. Folgende Punkte sind für diesen Zeitpunkt von Bedeutung:</p><h3>Schaden am Fahrrad beziffern</h3><p>Wenn Sie <strong>Sachschäden</strong> erlitten haben, müssen Sie nun den Schaden hierfür berechnen. Hierfür sollten Sie überprüfen, ob Sie noch <strong>Originalbelege</strong> für die Anschaffung der Sachen besitzen, ob die Sachen repariert werden können, oder ob sie ersetzt werden sollen. In manchen Fällen liegt bei älteren Fahrrädern auch ein <strong>wirtschaftlicher Totalschaden</strong> vor. Zur <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-schadenersatz-fur-reparatur-nach-fahrradunfall-erhalten/">Berechnung eines wirtschaftlichen Totalschadens</a> für die Schadensbezifferung ist die gewissenhafte Dokumentation der Sachschäden (Schritt 2) von großer Bedeutung. Neben dem Neuwert der Sache muss hierbei auch der <strong>Zeitwert</strong> der Sache beachtet werden.</p><h3>Schmerzensgeld nach Fahrradunfall</h3><p>Neben dem Sachschaden steht Ihnen gemäß <strong>§ 253 BGB</strong> auch ein <strong>immaterieller Schadensersatz</strong> zu, das sogenannte Schmerzensgeld. Hier kommt nun die <strong>Dokumentation</strong> der körperlichen und seelischen <strong>Verletzungen</strong> ins Spiel. Das Schmerzensgeld soll eine „<strong>Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion</strong>“ erzielen.</p><p>Die <a href="https://vinqo.de/das-sind-die-wichtigsten-faktoren-fuer-die-hoehe-ihres-schmerzensgeld/">Ermittlung des angemessenen Schmerzensgeldes im individuellen Fall</a> gestaltet sich aber durchaus kompliziert: Das Schmerzensgeld kann nicht tabellarisch berechnet werden. In den meisten Fällen wird eine <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeldtabelle/">Schmerzensgeldtabelle</a> zur Rate gezogen. Dabei handelt es sich um eine <strong>Urteilssammlung</strong>, für welche Verletzung bisher ein Schmerzensgeld von einem Gericht als „<strong>angemessen</strong>“ angesehen wurde. Die Einschätzung eines angemessenen <a href="https://vinqo.de/diese-5-fehler-sollten-sie-bei-ihrem-schmerzensgeld-vermeiden/">Schmerzensgeldes</a> ist gerade für juristische Laien jedoch mit einigen Stolpersteinen verbunden und sollte deshalb <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/">nicht selbst beziffert werden.</a></p><h3>Achtung bei Schreiben der gegnerischen Versicherung</h3><p>Während der Schadenregulierung entsteht nach einem Fahrradunfall häufig ein regelrechter Papierkrieg zwischen Ihnen und dem Unfallgegner. Auch wenn es ermüdend ist: Lesen Sie jedes Schreiben der gegnerischen Versicherung sorgfältig durch. Denn auch hierin können <strong>Stolpersteine</strong> liegen, die die Schadensregulierung <strong>verzögern</strong> oder sich negativ auf Ihre Ansprüche auswirken können. Insbesondere bei <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/"><strong>Einwilligungen in die Datenweitergabe</strong></a> und der <strong>Schweigepflichtsentbindungserklärungen</strong> von Ärzten lohnt sich eine gewisse Zurückhaltung. </p><p><a href="https://vinqo.de/deshalb-sind-pruefberichte-fuer-schmerzensgeld-untauglich/">Wir raten ausnahmslos davon ab, diese Erklärungen zu unterzeichnen, um Ihre sensiblen Gesundheitsdaten nach einem Fahrradunfall bestmöglich zu schützen.</a> Auch wenn die gegnerische Versicherung behauptet, dass ohne die Erklärung eine Schadenregulierung nicht erfolgen könne: diese Ansicht ist falsch! Wir helfen Ihnen hierbei gerne.</p>								</div>
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									<p><strong>Warum Sie die Einwilligung in die Datenweitergabe und die Schweigepflichtentbindungserklärung von der Versicherung nicht unterzeichnen sollten, erklären wir in <a href="https://vinqo.de/diese-5-fehler-sollten-sie-bei-ihrem-schmerzensgeld-vermeiden/" target="_blank" rel="noopener">diesem Beitrag</a>.</strong></p>								</div>
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									<h2>Häufig gestellte Fragen nach einem Fahrradunfall</h2><p>Der oben gegebene Leitfaden gibt einen guten Überblick über den zeitlichen Ablauf der Schadenregulierung. Trotzdem erhebt er natürlich nicht den Anspruch, vollständig jede Frage beantworten zu können, die Sie nach einem Fahrradunfall beschäftigt. Hier also noch ausgewählte, weitere Fragen (und natürlich deren Beantwortung), die regelmäßig innerhalb der Schadensregulierung auftauchen:</p><h5>Muss ich den Unfallverursacher anzeigen?</h5><p>Grundsätzlich ist ein <strong>zivilrechtlicher Regulierungsvorgang</strong> von einem <strong>strafrechtlichen</strong> <strong>Verfolgungsvorgang</strong> zu unterscheiden. Als Geschädigter eines Fahrradunfalls können Sie den Unfallverursacher anzeigen, jedoch hat dies <strong>keine unmittelbare Auswirkung</strong> auf Ihre <strong>Schadensregulierung</strong>. Diese beiden Verfahren sind <strong>getrennt</strong> voneinander zu betrachten. Innerhalb einer Strafverfolgung könnte entweder ein Fall der fahrlässigen oder vorsätzlichen Körperverletzung vorliegen. (<strong>§§ 229 und 223 StGB</strong>).</p><p>Allerdings können die Erkenntnisse aus dem Ermittlungsverfahren häufig (Zeugenvernehmungen, Beschuldigtenbefragung, Rekonstruktion des Unfallhergangs etc.) hilfreich sein, wenn die Schuld am Unfall streitig ist. </p><p>Eine Anzeige bei der Polizei ist kostenfrei.</p><h3>Was ist, wenn der Unfallverursacher die Schuld am Fahrradunfall abstreitet?</h3><p>Niemand gibt gerne zu, dass er Schuld an einem Fahrradunfall hat. In solchen Fällen sind <strong>Zeugen</strong> unerlässlich. Auch <strong>Bilder</strong> vom <strong>Unfallort</strong> und von den Schäden können aber ein nachvollziehbares Bild von dem Unfallhergang zeichnen. Gerade daher ist eine gewissenhafte <strong>Dokumentierung</strong> und Datensammlung notwendig. Weiteres hierzu finden Sie in <a href="https://vinqo.de/gegner-streitet-schuld-nach-verkehrsunfall-ab/">diesem Beitrag</a>.</p><h3>Was ist, wenn ein PKW nach einem Fahrradunfall Fahrerflucht begeht?</h3><p>Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort ist ein Straftatbestand. Für Sie als Geschädigten bringt die Strafbarkeit im ersten Schritt natürlich nur wenig Erkenntniszuwachs. Sollten Sie von einem PKW-Fahrer angefahren worden sein, sollten Sie sich das <strong>Kennzeichen</strong> umgehend notieren. Denn wie oben dargestellt, können Sie über das Kennzeichen die <strong>Versicherung</strong> des Halters ermitteln, und hierüber natürlich auch den Halter selber. In solchen Fällen lohnt sich das Hinzuziehen der <strong>Polizei</strong>, denn diese kann auch eine Halterabfrage machen.</p><h3>Die Versicherung zahlt nicht, was kann ich tun?</h3><p>Wenn die gegnerische Versicherung sich zu viel Zeit lässt, kann dies als <b>Regulierungsverzögerung </b>zu einer <strong>Schmerzensgelderhöhung</strong> führen. Dies wird aber nur unter sehr engen Voraussetzungen der Fall sein. Grundsätzlich steht der Versicherung eine relativ <strong>weite Prüffrist (3 &#8211; 6 Wochen) </strong>zur Bearbeitung des Schadensfalls zu. </p><p>Fragen Sie deshalb beharrlich in zweiwöchigen Abständen nach dem Bearbeitungsstand und erfragen Sie insbesondere, welche konkreten Umstände der Regulierung entgegenstehen sollen. Die Versicherung muss insoweit darlegen, weshalb sie keine Zahlung vornimmt. </p>								</div>
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									<p><strong>Lesen Sie <a href="https://vinqo.de/gegner-streitet-schuld-nach-verkehrsunfall-ab/" target="_blank" rel="noopener">hier </a>mehr über die Möglichkeiten, die Sie haben,  um schneller an Ihr Geld zu gelangen. </strong></p>								</div>
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									<h3>Was bedeutet Mitverschulden nach einem Fahrradunfall?</h3><p>In manchen Fällen wurde der Schaden durch beide Verkehrsteilnehmer erst „<strong>gemeinschaftlich</strong>“ verursacht. Die Gegenseite ist in diesen Fällen nicht zur <strong>alleinigen Tragung</strong> Ihres Schadens verpflichtet. Denn von dem Schaden muss dann Ihr „<strong>Mitverschulden gegen die eigenen Interessen</strong>“ abgerechnet werden. Im Regelfall wird hierbei geschätzt, wie <strong>viel Prozent</strong> beide <strong>Parteien</strong> zum Schadensfall beigetragen haben. Der Schaden wird dann <strong>gequotelt</strong> auf beiden Seiten verteilt.</p><p><strong>Beispiel</strong>: Sie sind zu 20 % an dem Schaden schuld, die Gegenseite 80 %. In diesem Fall wird Ihnen nur 80 Prozent des Schadens und des Schmerzensgeldes ersetzt.</p><h2>Wie unterstützt mich VINQO nach einem Fahrradunfall?</h2><p>Wir von VINQO sind ein Team aus <a href="https://vinqo.de/ueber-uns/"><strong>Juristen</strong> und <strong>Schadenmanagern</strong></a>, das bereits in hunderten Fällen Fahrradfahrer nach einem <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/">Fahrradunfall</a> die zeitaufwändige und komplizierte Schadenregulierung abgenommen hat &#8211; und das ohne jedwedes Kostenrisiko!</p><p>Wir kennen die <strong>Tricks</strong> der Versicherer und können Ihre <strong>Schadensersatz</strong>&#8211; und <strong>Schmerzensgeldansprüche</strong> vor ungerechtfertigten Kürzungen zu <strong>verteidigen</strong>. Zur schnellen und einfachen Abwicklung Ihres Fahrradunfall stellen wir Ihnen eine<strong> Online-Akte</strong> zur Verfügung, mithilfe derer Sie jederzeit eine transparente und kompakte Übersicht über den Prozess erhalten.  .</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-was-muss-ich-tun/">Fahrradunfall &#8211; Was muss ich tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Arzt- und Behandlungskosten als privat Versicherter geltend machen?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2020 11:21:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland ist jeder zehnte (8.75 Millionen) nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern hat mit einer privaten Krankenversicherer (auch private Krankenkasse oder PKV genannt) eine Krankenvollversicherung abgeschlossen.  Daneben haben 25 Millionen Deutsche eine zusätzliche Privatversicherung neben der gesetzlichen Versicherung bei der Krankenkasse abgeschlossen. An den privaten Krankenversicherungsverträgen wird häufig geschätzt, dass neben den medizinisch notwendigen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/arzt-und-behandlungskosten-als-privat-versicherter-geltend-machen/">Arzt- und Behandlungskosten als privat Versicherter geltend machen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>In Deutschland ist jeder zehnte (8.75 Millionen) nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern hat mit einer privaten Krankenversicherer (auch private Krankenkasse oder PKV genannt) eine Krankenvollversicherung abgeschlossen. </p><p>Daneben haben 25 Millionen Deutsche eine zusätzliche Privatversicherung neben der gesetzlichen Versicherung bei der Krankenkasse abgeschlossen. An den privaten Krankenversicherungsverträgen wird häufig geschätzt, dass neben den medizinisch notwendigen Heilbehandlungen auch weitere vereinbarte Leistungen von dem privaten Krankenversicherer ersetzt werden.</p><p>Im Falle eines Unfalls oder eines Tierangriffs, der zu einer Heilbehandlung führt, kommt es jedoch bei privaten Krankenversicherern häufiger zu Rechtsunsicherheit bei den Versicherten: </p><p>Anders als die gesetzliche Krankenkasse werden hier die Heilbehandlungskosten nicht automatisch übernommen. Denn nach <strong>§ 86 Abs. 1 VVG</strong> wird bei der privaten Krankenversicherung der Heilbehandlungskostenersatzanspruch erst dann auf die Krankenkasse übergeleitet, wenn diese die Heilbehandlungskosten bereits beglichen hat, also z.B. die Arztkosten ausgezahlt hat. Der Versicherungsnehmer ist dabei nach<strong> § 86 II VVG</strong> dazu verpflichtet, den privaten Versicherer bei der Durchsetzung der Rückholung von Heilbehandlungskosten zu unterstützen und kann sogar nach <strong>§ 86 Abs 2. S. 2 VVG</strong> <b>schadensersatzpflichtig </b>gegenüber dem Versicherer werde, wenn er eine Obliegenheit hierbei verletzt.</p>								</div>
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									<h2>Unterschied private Krankenversicherung (PKV) und gesetzliche Krankenkasse (GKV): Heilbehandlungskosten</h2><p>Grundsätzlich liegen bei einem Versicherungsfall die gleichen Voraussetzungen vor: Eine medizinische Heilbehandlung wird notwendig. In diesem Fall leistet die gesetzliche Krankenkasse, soweit die Heilbehandlung von ihrem <b>Versicherungsvertrag umfasst </b>ist, unmittelbar die Arztkosten an den behandelnden Arzt. Bei einer privaten Krankenversicherung sieht dies anders aus: Die Krankenversicherung übernimmt die Heilbehandlung dann, wenn sie ausdrücklich von Ihnen hierzu <b>beauftragt </b>wird. Hierfür senden Sie der privaten Krankenversicherung die Arztrechnung zu, die dann <b>beglichen </b>wird. Dies bedeutet, dass Sie unter Umständen Kosten auch selber tragen können. Wenn Sie die Arztrechnung Ihrer privaten Krankenkasse zuschicken, können die Heilbehandlungskosten übernommen werden.</p><p>Wenn die Heilbehandlungskosten anfallen, weil Sie Geschädigter eines Unfalls sind, stellen die Heilbehandlungskosten grundsätzlich einen ersatzfähigen Schaden dar: Der Schädiger muss Sie gemäß <strong>§ 249 BGB</strong> so stellen, wie Sie ohne das schädigende Ereignis stünden. Hätte es keinen Unfall gegeben, wären Sie nicht in eine Heilbehandlung gegangen, und hätten keine Arztkosten. <strong>Damit sind die Arztkosten eine Schadensposition.</strong></p><p>In diesem Fall ist grundsätzlich der <strong>Schädiger verpflichtet</strong>, Ihre Heilbehandlungskosten zu tragen. Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, wird dabei die Heilbehandlung direkt von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt, die dafür automatisch einen Ersatzanspruch nach <strong>§ 116 SGB X</strong> gegen den Schädiger in Höhe der angefallenen Heilbehandlungskosten erhält.</p><p>Bei einer privaten Versicherung hingegen können Sie auch <b>direkt Regress </b>bei dem Schädiger nehmen und Ihre Krankenkasse außen vorlassen. Sie haben also ein Wahlrecht: </p><ol><li>Entweder lassen Sie die Heilbehandlungskosten durch die private Krankenversicherung begleichen. Dann erhält die <b>private Krankenversicherung </b>im Gegenschluss wie eine gesetzliche Krankenversicherung den <b>Anspruch </b>gegen den Schädiger.</li><li>Oder Sie bezahlen die Heilbehandlung aus eigener Tasche. In diesem Fall können Sie <b>persönlich </b>bei dem Schädiger Regress nehmen.</li></ol>								</div>
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									<h2>Selbstbehalt /Eigenanteil geltend machen</h2><p>Die privaten Versicherer bieten eine Vielzahl von Versicherungsverträgen an. Unter anderem kann man auch für <strong>günstigere monatliche Konditionen</strong> einen sogenannten „Selbstbehalt“ vereinbaren. </p><p>Die Vereinbaren sehen häufig wie folgt aus:</p><p>Sie zahlen pro Monat weniger an monatlichen Beiträgen an Ihre Private Krankenversicherung. Wenn jedoch eine Heilbehandlung vorgenommen werden muss, müssen die Kosten hierfür teilweise von Ihnen prozentual oder anteilig selber getragen werden. </p><p>Neben der Frage, ob ein Selbstbehalt wirtschaftlich für Sie sinnvoll ist, stellt sich auch die Frage, was mit dem Selbstbehalt passiert, wenn die Heilbehandlungskosten durch einen unverschuldeten Unfall oder einen Hundebiss durch einen anderen ausgelöst worden sind.</p><p>Für diesen Fall kann an zwei Modelle gedacht werden:</p><ol><li><strong>Sie nehmen vollständig Regress an dem Schädiger, der die Heilbehandlungskosten dann zu tragen hat.</strong></li><li><strong>Sie lassen Ihre private Krankenversicherung zahlen. Den Selbstbehalt, den Sie selber zahlen müssten, holen Sie sich von dem Schädiger wieder zurück.</strong></li></ol><p>Beide Versionen führen dazu, dass Sie schlussendlich vollständig die Kosten für Ihre Heilbehandlung auf den Schädiger übertragen können.</p><h2>Verjährung beachten!</h2><p>Bis hierhin gab es keine weitreichenden Unterschiede zwischen einer Versicherung mit einem privaten Versicherer oder einer gesetzlichen Krankenkasse. Jedoch kann es bei einer privaten Versicherung durchaus zu Problemen nach einem Unfall kommen:</p><p>Wenn es durch den Unfall zu Dauerschäden oder Folgekosten kommt, besteht der deliktische Anspruch gegen den Schädiger grundsätzlich nur für <b>drei Jahre</b>. Nach diesem Zeitraum müssen etwaige Selbstbehalte dann wieder von Ihnen selber übernommen werden.</p>								</div>
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									<h2>Abfindungen von Versicherung bei privater Krankenversicherung unterzeichnen?</h2>
<p>Wenn man sich mit einer gegnerischen Versicherung auseinandersetzt, um einen <a href="https://vinqo.de/so-erhalten-sie-ein-maximales-schmerzensgeld/">umfassenden Schadensersatzanspruch</a> zu erreichen, kann die Versicherung einem einen <a href="https://vinqo.de/immaterieller-vorbehalt-bei-schmerzensgeld/">Vergleich</a> hinsichtlich der Schadensregulierung vorschlagen. Dieser wird meistens folgendes Regelungsgehalt beinhalten:</p>
<ol>
<li>Es wird Ihnen eine gewisse Summe ausgezahlt,</li>
<li>dafür gelten alle <b>Ansprüche </b>gegen die Versicherung aus dem Schadensfall als <b>abgegolten</b>.</li>
</ol>
<p>Dies klingt auf den ersten Blick attraktiv, weil relativ leicht eine hohe Summe erzielt werden kann, hat aber einen <b>Haken </b>für <strong>Privatversicherte</strong>:</p>
<p>Wenn der Privatversicherte den Vergleich annimmt, dann hat er über den <b>Heilbehandlungskostenersatz </b>verfügt. Dies bedeutet auch, dass die Krankenversicherung sich in diesem Fall nicht mehr an den Schädiger halten kann, wenn es zu <b>Folgebehandlungen </b>kommt. Durch das Annehmen des Vergleichs hat der Privatversicherte dann eine „<b>Obliegenheit</b>“ verletzt. Dies führt nach<strong> § 86 Abs. 2 S. 2 VVG</strong> dazu, dass die private Versicherung die Heilbehandlungskosten, die aus dem Unfall stammen, <b>nicht </b>mehr <b>übernehmen </b>muss. Daher gilt:</p>
<p>Bei Vergleichen und <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/">Abfindungen</a> muss stets darauf geachtet werden, dass zukünftige Behandlungskosten, die aus dem schädigenden Ereignis stammen, nicht mit umfasst sind.&nbsp;</p>
<p>TIPP: <a href="https://app.vinqo.de/generic/form">Wenn Sie Fragen zum Thema Abfindung nach einem Unfall haben, können Sie uns gerne kostenfrei kontaktieren!</a></p>
<p>Auch Unwissenheit schützt hier nicht davor, auf den zukünftigen Heilbehandlungskosten gegebenenfalls sitzen zu bleiben. Das OLG Saarbrücken hat 2019 entschieden, dass die Obliegenheitsverletzung nur dann nicht zu einem Leistungsverweigerungsrecht der privaten Krankenkasse führt, wenn der Abschluss des Vergleichs, der zum erlöschen des Regressanspruchs der privaten Versicherung führte, auf anwaltliches Raten hin vorgenommen wurde (<strong>Urteil vom 02.10.2019,&nbsp;</strong>Az. 5 U 106 / 18). Ansonsten handelt der Privatversicherer fahrlässig, wenn er den Vergleich aus Nichtwissen abschließt.</p>
<h2>Beihilfe als Beamter berücksichtigen</h2>
<p>Im Falle der Beihilfe übernimmt der Staat als Dienstherr der Beamten, Richter und Soldaten einen Teil der Behandlungskosten.</p>
<p>Für den Fall, dass ein Dritter ursächlich für diese Kosten ist, weil er den Beamten geschädigt hat und deshalb eine Heilbehandlung notwendig ist, kann der Staat (bei Landesbeamten das Land, bei Bundesbeamten der Bund) dann im Wege der Legalzession die gezahlten Behandlungskosten gegen den Schädiger oder dessen Versicherung geltend machen.</p>
<p><strong>Dies führt natürlich nur dazu, dass Sie als Geschädigter die Behandlungskosten, die der Staat übernommen hat, dann nicht selber nochmals vom Schädiger verlangen können.</strong></p>
<h2>Die Arztkosten beim Dienst- und Wegeunfall bei Beamten</h2>
<p>Eine Ausnahme gilt bei hinsichtlich der Erstattung der Arzt- bzw Heilbehandlungskosten dann, wenn es sich um einen Dienstunfall oder Wegeunfall handelt:&nbsp;</p>
<p>In diesem Fall wird Ihnen das Wahlrecht insoweit entzogen, als dass ein Erstattungsanspruch der Arzt- bzw. Heilbehandlungskosten durch eine gesetzliche Regelung (Legalzession gem. § 116 SGX) auf die Unfallfürsorge bereits zum Zeitpunkt der Schädigung übergeht.</p>
<p>Dafür ist die Unfallfürsorge bzw. Unfallversicherung hinsichtlich Ihrer Arzt- und Behandlungskosten nach einem Unfall vorleistungspflichtig. Die Unfallfürsorge bzw. Unfallversicherung erstattet Ihnen die Behandlungskosten und nimmt sodann den Unfallverursacher bzw. die dahinterstehende Haftpflichtversicherungen in den Regress.&nbsp;</p>								</div>
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									<p><strong>Lesen Sie <a style="font-weight: bold;" href="https://vinqo.de/diese-5-fehler-sollten-sie-bei-ihrem-schmerzensgeld-vermeiden/" target="_blank" rel="noopener">hier </a>die 5 wichtigsten Tipps rund um das Thema Schmerzensgeld! </strong></p>								</div>
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									<h2>Fazit</h2><p>Hinsichtlich der Behandlungskosten stehen sich gesetzliche Versicherung und private Versicherung vollwertig gegenüber. Vorsicht muss vor allem bei Dauerbehandlungen und Abfindungseinigungen mit der gegnerischen Versicherung walten. Anders als die Schmerzensgeldansprüche bestehen die Heilbehandlungskosten aus verschiedenen, konkreten Positionen, die vom Anspruchsgegner nach einem Unfall zurückverlangt werden können-  sei es durch Sie selber oder nach einer Kostenübernahme der privaten Versicherung durch eben diese.</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/arzt-und-behandlungskosten-als-privat-versicherter-geltend-machen/">Arzt- und Behandlungskosten als privat Versicherter geltend machen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Wer zahlt die Tierarztkosten, wenn mein Hund durch einen anderen Hund verletzt worden ist?</title>
		<link>https://vinqo.de/wer-zahlt-die-tierarztkosten-nach-hundebiss-waehrend-hunderauferei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 10:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn viele Hunde aufeinander treffen, können schnell Spannungen entstehen. Denn Hunde haben ganz unterschiedliche Charaktere und reagieren auf ihre Artgenossen höchst unterschiedlich. Häufig versteht ein Hund das Spielverhalten eines anderen Hundes falsch, oder es kommt zu Revierkämpfen, die in einer Hunderauferei enden können. Wenn der eigene Hund verletzt wird, fühlen viele Hundehalter genau so mit,...</p>
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									<p>Wenn viele Hunde aufeinander treffen, können schnell Spannungen entstehen. Denn Hunde haben ganz unterschiedliche Charaktere und reagieren auf ihre Artgenossen höchst unterschiedlich.</p><p>Häufig versteht ein Hund das <b>Spielverhalten </b>eines anderen Hundes falsch, oder es kommt zu Revierkämpfen, die in einer <b>Hunderauferei </b>enden können.</p><p>Wenn der eigene Hund verletzt wird, fühlen viele Hundehalter genau so mit, als wäre ein <b>Familienmitglied </b>verwundet worden. Darüber hinaus stellen sich aber auch eine Vielzahl von juristischen Fragen, die nach einer Hunderauferei, bei der der eigene Hund verletzt wurde, geklärt werden müssen. Insbesondere muss überprüft werden, wer die <b>Tierarztkosten </b>zu tragen hat.</p>								</div>
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									<h2>Anspruchsgrundlagen</h2><p>Das BGB kennt <strong>drei Anspruchsgrundlagen</strong>, welche zu einem Schadensersatzanspruch nach einer Hunderauferei führen können. Dabei ist zu beachten, dass Hunde selber vom BGB „keine Sachen sind“ aber „<strong>wie Sachen behandelt</strong>“ werden. Dies bedeutet, dass es keinen Schmerzensgeldanspruch geben kann, wenn der eigene Hund verletzt wurde. Vielmehr handelt es sich bei der Verletzung von einem Hund um einen „Sachschaden“, also eine Eigentumsverletzung.</p><h4 style="padding-left: 40px;">§ 833 BGB</h4><p style="padding-left: 40px;">833 BGB regelt die sogenannte „<b>Tierhalterhaftung</b>“. Wenn ein Hund zu einem Schaden führt, dann muss der Halter des Tieres hierfür aufkommen. Es handelt sich dabei um eine „verschuldensunabhängige“ Haftung des Tierhalters. Dies bedeutet, dass dem Tierhalter selber kein Verschulden zur Last gelegt werden muss. Er haftet, weil er ein Tier hält, welches potentiell unvorhersehbar reagieren kann. Man spricht auch von der „<b>Tiergefahr</b>“. Damit der Tatbestand des § 833 BGB erfüllt ist, muss also der Hund nur einen Schaden verursacht haben.</p><h3 style="padding-left: 40px;">§ 834 BGB</h3><p style="padding-left: 40px;">834 regelt grundsätzlich den gleichen Sachverhalt wie § 833 BGB, nur dass hierbei nicht der Hundehalter der Anspruchsgegner ist, sondern der <b>Hundeführer</b>. Wenn jemand also den Hund von seinem Nachbarn oder einem Familienmitglied ausführen lässt, ist diese Person zwar nicht Hundehalter, aber zur Aufsicht über das Tier verpflichtet, und haftet dann neben dem Hundehalter selber.</p><h3 style="padding-left: 40px;">§ 823 Abs. 1 BGB</h3><p style="padding-left: 40px;">Nach § 823 Abs. 1 BGB haftet derjenige, der die Aufsicht über das Tier hatte dann, wenn ihn hinsichtlich der Rechtsgutverletzung (also dem verletzten Tier) eine zurechenbare <b>Pflichtverletzung </b>vorgeworfen werden kann. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Hundehalter trotz entsprechender Auflage der Stadt es unterlässt, dem Hund eine Leine oder einen Maulkorb anzulegen. Unterlässt der Tierhalter solche „Sicherungspflichten“, obwohl sie ihm persönlich vorgegeben worden sind, oder durch Stadtverordnung erlassen wurden, handelt er <b>fahrlässig </b>und somit auch schuldhaft.</p><p> Die Rechtsfolgen sind zwar dieselben, wie bei den verschuldensunabhängigen Haftungsgrundlagen (§§ 833, 834 BGB), jedoch kann es am Ende hinsichtlich der Frage des <b>Mitverschuldens </b>durchaus einen Unterschied machen, ob der Tierhalter nur nach § 833 BGB haftet, oder daneben verschuldensabhängig auch nach § 823 BGB.</p><h2>Ansprüche, nachdem der eigene Hund gebissen wurde</h2><p>Wenn die Voraussetzungen der Anspruchsgrundlage erfüllt worden sind, muss der Halter des bissigen Hundes den Zustand des verletzen Hundes so herstellen, wie dieser grundsätzlich stände, wenn es zu keiner Hunderauferei gekommen wäre (§§ 249 ff. BGB).</p><p>Dies bedeutet: Er muss die Tierarztkosten übernehmen. Ein Schmerzensgeldanspruch für den Halter des verletzten Hundes gibt es aber nicht. Zwar mag ein Hund subjektiv ein Familienmitglied darstellen, objektiv gesehen behandelt die deutsche Rechtsordnung Hunde jedoch anders. </p>								</div>
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									<p>Lesen Sie in <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-und-tierarztkosten-fur-verletzten-toten-hund/" target="_blank" rel="noopener">diesem Beitrag</a>, warum die Versicherung kein Schmerzensgeld zahlt, wenn der eigene Hund gebisswen worden ist.</p>								</div>
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									<div> </div><p>Zumindest bei <b>Tierarztkosten </b>kommt die Rechtsprechung aber Hundehaltern entgegen. Denn der Anspruchsgegner kann sich nicht darauf berufen, dass eine „Reparatur“ (also Behandlung) des Hundes unwirtschaftlich sei, und stattdessen einfach ein neuer Hund gekauft werden solle. Nach <strong>§ 251 Abs. 2 BGB</strong> gibt es diese Einrede bei Sachschäden zwar grundsätzlich, doch wurde richterlich festgehalten, dass aufgrund der emotionalen Verbindung von Hund und Mensch und dem Wert von tierischem Leben die Tierarztbehandlungskosten zur Rettung des Hundes um ein Vielfaches höher sein dürfen, als der Kaufpreis eines „vergleichbaren“ Tieres.</p><p style="padding-left: 40px;"><strong>BGH</strong>: <em>„Im Fall der Verletzung eines Tieres bestimmt § 251 Abs. 2 Satz 2 BGB angesichts der herausgehobenen Anerkennung des Tierschutzes durch die Rechtsordnung (Art. 20a GG, § 1 TierSchG), dass die aus der Heilbehandlung des Tieres entstandenen Aufwendungen nicht bereits dann unverhältnismäßig sind, wenn sie dessen Wert erheblich übersteigen. Ausgehend von der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf und schmerzempfindliches Lebewesen verbietet diese Vorschrift bei der Schadensbemessung eine streng wirtschaftliche Betrachtungsweise. <strong>[…] So können bei Tieren mit einem geringen materiellen Wert Behandlungskosten auch dann ersatzfähig sein, wenn sie ein Vielfaches dieses Wertes ausmachen.</strong> […] </em><em>Nach Auffassung des Gesetzgebers kommt es für die Bestimmung der Zumutbarkeitsgrenze auf das Maß des Verschuldens des Schädigers, das individuelle Verhältnis zwischen dem Geschädigten und dem verletzten Tier sowie darauf an, ob die aufgewendeten Heilbehandlungskosten aus tiermedizinischer Sicht vertretbar gewesen sind.“ </em>(BGH, Urteil vom 27.10.2015 Az.: VI ZR 23/15)</p><h2>Gegen wen mache ich die Tierarztkosten nach einer Hunderauferei geltend?</h2><p>Wie oben bereits beschrieben, gibt es grundsätzlich zwei Anspruchsgegner:</p><ul><li>den <b>Hundehalter </b>und</li><li>den <b>Hundeführer</b>.</li></ul><p>Es kann jedoch noch eine dritte (juristische) Person Anspruchsgegner sein: Die <a href="https://vinqo.de/wo-einen-hundebiss-melden-polizei-ordnungsamt-und-versicherung/"><b>Hundehaftpflichtversicherung</b></a>. Es gibt keine bundesweite Regelung darüber, dass eine Hundehaftpflichtversicherung von Hundehaltern abgeschlossen werden muss. Teilweise wurde das jedoch durch die Länder geregelt. In Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und in Thüringen ist eine Hundehaftpflichtversicherung verpflichtend. In Nordrhein-Westfalen besteht eine Hundehaftpflichtversicherung für Hunde, deren Schulterhöhe über 40 cm. liegt oder die mehr als 20 kg. wiegen. In Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz gilt eine Pflicht zur Versicherung des Hundes nur dann, wenn eine Auffälligkeit des Hundes bescheinigt worden ist. In Sachsen-Anhalt wird eine Versicherung für einen Hund nach der Rasse (nachlesbar in der Rassenliste) gefordert.</p><p>Wichtig: Lassen Sie sich von dem „gegnerischen“ Hundehalter immer die Hundehaftpflichtversicherung mitteilen und am besten zusätzlich noch die Versicherungsscheinnummer nennen.</p>								</div>
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									<p>Lesen Sie <a href="https://vinqo.de/hundebiss-die-5-wichtigsten-schritte-nach-einem-hundebiss/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>, welche die<b> 5 wichtigsten Schritte </b>nach einem Hundebiss sind!</p>								</div>
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									<h2>Mitverschulden bei einer Hunderauferei</h2>
<p>Schlussendlich muss die Frage gestellt werden, ob ein Mitverschulden besteht. Wenn ein Mitverschulden festgestellt wird, kann der <b>Schadensersatzanspruch gekürzt </b>werden, sodass Sie Teile der Tierarztkosten <b>selber tragen </b>müssen, wenn Sie keine Hundekrankenversicherung besitzen.</p>
<p>Hier kann sich der Vorteil, der sich daraus ergibt, dass es sich bei § 833 BGB und § 834 BGB um verschuldensunabhängige Haftungen handelt, zu einem Nachteil werden: Denn im Falle einer Haftung nach § 833 BGB oder § 834 BGB wird regelmäßig eine Kürzung vorgenommen, weil sich in der Hunderauferei auch die <b>Tiergefahr </b>Ihres eigenen Hundes <b>realisiert </b>hat.</p>
<p>Die deutsche Rechtsordnung geht in diesem Fall also davon aus, dass die Verletzungen zwar durch den anderen Hund verursacht worden sind, sich hierin aber auch die Tiergefahr des eigenen Hundes widerspiegelt. Dafür genügt es quasi, dass das eigene Tier sich wie ein Tier verhält, also bei einem Angriff beispielsweise versucht sich zu verteidigen oder bellt / jault. Die Tiergefahr des eigenen Vierbeiners hat sich dann auch im Schaden „realisiert“. Nur in Ausnahmefällen kann ein Mitverschulden ausgeschlossen werden, beispielsweise wenn der eigene Hund „bewusstlos“ war oder wenn dieser strikt angeleint war und keine Interaktion zwischen den Hunden vorausgegangen war. Dies ist aber nur in den wenigen Fälle tatsächlich gegeben.</p>
<p>Deshalb ist es vorteilhaft, wenn dem anderen Hundehalter eine zu vertretene Pflichtverletzung nachgewiesen werden kann. In solchen Fällen wird dann nämlich § 823 Abs. 1 BGB bejaht werden. Innerhalb des § 823 Abs. 1 BGB wird aber ein Mitverschulden des eigenen Hundes nicht geprüft, da die Verletzung und Rauferei auf der Fahrlässigkeit des Gegners beruht, und nicht auf der Tiergefahr. Dies hat der BGH so entschieden (<i>BGH, Urteil vom 27.10.2015, Az.: VI ZR 23/15</i>). Dies wird aus&nbsp;<a href="https://dejure.org/gesetze/BGB/840.html" target="_blank" rel="noopener">§ 840 Abs. 3 BGB&nbsp;</a>quasi herausgelesen.&nbsp; (<i>BGH, Urteil 27.10.2015 – VI ZR 23/15 Rn 26;&nbsp; BGH 25. Oktober 1994 &#8211; VI ZR 107/94; BGH, Urteil 23. September 2010 &#8211; III ZR 246/09, BGHZ 187, 86 Rn. 31</i>) &nbsp;</p>
<p>Im Ergebnis wird, wenn dem anderen Hundehalter eine <b>Pflichtverletzung </b>nachgewiesen werden kann, dann der gegnerische Tierhalter die Tierarztkosten <b>vollständig</b> zahlen müssen.&nbsp;</p>
<p>In den meisten wird aber eine Haftungsquote zu bilden sein.&nbsp;</p>
<h2>Eigene Haftung nach Hunderauferei</h2>
<p>Zu beachten ist für Sie als Hundehalter, dass Sie unter Umständen dem anderen Hundehalter zum Schadensersatz nach §§ 833, 834 BGB verpflichtet sind. Für solche Fälle ist es hilfreich, eine <b>Hundehaftpflichtversicherung </b>abgeschlossen zu haben, die die Schäden nach einer Hunderauferei für Sie trägt. Ansonsten müssen Sie die Tierarztkosten der Gegenseite unter Umständen privat tragen.</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wer-zahlt-die-tierarztkosten-nach-hundebiss-waehrend-hunderauferei/">Wer zahlt die Tierarztkosten, wenn mein Hund durch einen anderen Hund verletzt worden ist?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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