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	<title>Beweis Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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		<title>Warum ist der Arztbericht für Schmerzensgeld wichtig?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2021 08:17:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Reihe von Dokumenten, die Ihnen helfen können, einen Schmerzensgeldanspruch effektiv durchzusetzen. Dazu gehören neben Bilder von der Verletzung insbesondere auch ein Schmerztagebuch. Das wichtigste Dokument ist jedoch der Arztbericht. Warum der Arztbericht so wichtig ist, hängt mit dem Zivilprozessrecht in Deutschland zusammen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/warum-ist-der-arztbericht-fuer-schmerzensgeld-wichtig/">Warum ist der Arztbericht für Schmerzensgeld wichtig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Es gibt eine Reihe von <strong>Dokumenten</strong>, die Ihnen helfen können, einen <strong>Schmerzensgeldanspruch</strong> effektiv durchzusetzen. Dazu gehören neben <strong>Bilder</strong> von der Verletzung insbesondere auch ein <a href="https://vinqo.de/wie-fuehre-ich-ein-schmerztagebuch-richtig/">Schmerztagebuch</a>. Das wichtigste Dokument ist jedoch der <strong>Arztbericht</strong>.</p>								</div>
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									<h2>Darlegungs- und Beweislast des Geschädigten</h2><p>Grundsätzlich gilt im <strong>Zivilrecht</strong>: Jede Partei hat das <strong>darzulegen</strong> und zu <strong>beweisen</strong>, was der Partei selber nützt. Dies bedeutet, dass wenn Sie einen Anspruch geltend machen wollen, Sie darlegen und beweisen müssen, dass die <strong><a href="https://vinqo.de/wann-bekomme-ich-schmerzensgeld/">Anspruchsvoraussetzungen </a></strong>vorliegen.</p><p>Unter „Darlegung“ versteht man, dass Sie zunächst <strong>behaupten</strong> müssen, dass alle Voraussetzungen gegeben sind. Wenn der Unfallgegner dann bestreitet, dass eine der Voraussetzungen vorliegt, müssen Sie diese Voraussetzung <strong>beweisen</strong>.</p><p>Um dies deutlicher zu machen:</p><p>Die Voraussetzungen für einen Anspruch nach<strong> § 7 StVG</strong> lauten:</p><p style="padding-left: 40px;">a) Gesundheitsschädigung, Sachbeschädigung oder sogar ein Todesfall</p><p style="padding-left: 40px;">b) Verursachung von lit. a) bei Betrieb des gegnerischen Fahrzeuges</p><p style="padding-left: 40px;">c) Kausalität zwischen dem Betrieb des Fahrzeuges und a.</p><p>Sie müssten also nach einem <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-verkehrsunfall/">Verkehrsunfall</a> beweisen können, dass Sie eine <strong>Gesundheitsschädigung </strong>erlitten haben, und dass diese auf den Betrieb des gegnerischen Fahrzeuges rückführbar ist. Wenn nun aber die<a href="https://vinqo.de/gegner-streitet-schuld-nach-verkehrsunfall-ab/"> Gegenseite bestreitet</a>, dass es bei Ihnen zu einer Gesundheitsverletzung gekommen ist, müssen Sie diese <strong>beweisen</strong>.</p><p>Das Problem: Der Anspruchsstellervortrag (bei Gericht als Klägervortrag bezeichnet) wird vor Gericht grundsätzlich nicht als Beweis, sondern nur als <strong>Darlegung</strong> behandelt. Dies ergibt auch durchaus Sinn, denn behaupten kann man ja grundsätzlich alles.</p><p>Ein <strong>Arztbericht</strong>, der nach einem Unfall erstellt worden ist, kann hingegen als <strong>Beweisstück</strong> gelten.</p><p>Wenn also die Gegenseite den Vortrag, dass man beispielsweise eine HWS-Distorsion erlitten hat, anzweifelt, kann man dies mit einem <a href="https://vinqo.de/hws-distorsion-von-arzt-feststellen-lassen/">qualifizierten Arztbericht</a> substantiieren. </p><h2>Was für Arztberichte gibt es?</h2><p>Grundsätzlich besteht Verwirrung darüber, was eigentlich ein Arztbericht ist. Dies liegt daran, dass ein Arztbericht <strong>synonym</strong> für verschiedenen Schriftstücke, die von einem Arzt erstellt wurden, verwendet werden. Dazu gehören:</p><ul><li>Eine<strong> kurze Bescheinigung</strong> oder kurzes Zeugnis sowie die <strong>Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung</strong>. Dies sind im Regelfall bereits vorgedruckte Formulare, die vom Arzt nur noch ausgefüllt und unterschrieben werden.</li></ul><ul><li>Ein ausdrücklicher <strong>Krankheits</strong>&#8211; und <strong>Befundbericht</strong>, mit Anmerkungen zu Therapie. Dies wird häufig auch „großes Attest“ genannt, und nur auf Wunsch des Patienten erstellt.</li></ul><ul><li>Schriftliche <strong>gutachterliche Äußerung</strong>: Bei einem schriftlichen Gutachten wird der Patient nochmal untersucht. Dabei kann zwischen einfachen und ausführlicheren Gutachten unterschieden werden, wobei der Arzt als „Wissenschaftler“ auftritt.</li></ul><ul><li><strong>Arztbrief/Krankenhausbericht</strong>: Bei einem Arztbrief handelt es sich eigentlich um ein Dokument, dass nicht Ihnen etwas bescheinigen soll, sondern dem nächsten behandelnden Arzt Hinweise darauf gibt, was für eine Diagnose erstellt wurde, und was für Maßnahmen zur Heilung genutzt wurden. Diese sind notwendig, wenn absehbar ist, dass Sie von verschiedenen Ärzten behandelt werden.</li></ul><ul><li>Auszug aus der <strong>Patientenakte</strong>: Jeder Arzt ist verpflichtet, alle Behandlungen zu dokumentieren und in einer Patientenakte zusammenzuführen. Sie haben übrigens einen Anspruch darauf, dass Ihnen die <a href="https://vinqo.de/kostenfreie-kopie-der-patientenakte-erhalten/">Patientenakte kostenlos</a> als elektronisches Dokument zur Verfügung gestellt wird. </li></ul><p>Grundsätzlich sind <strong>alle</strong> diese Dokumente <strong>geeignet</strong>, die Gesundheitsschädigung zu beweisen. Während aber der Arztbrief in den meisten Fällen direkt mitgegeben wird, muss eine schriftliche gutachterliche Äußerung oder ein großes Attest <strong>angefordert</strong> werden. Hierbei können Kosten auf Sie zukommen, die aber im Regelfall nach einem Unfall oder Hundebiss von der gegnerischen Seite <a href="https://vinqo.de/wie-teuer-ist-ein-arztbericht-fuer-schmerzensgeld/">getragen </a>werden müssen.</p><p> </p><h2>Fazit</h2><p>Der <strong>Arztbericht</strong> ist bei der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen fast immer <strong>erforderlich</strong>. Ohne Arztbericht kann es in manchen Fällen schwierig werden, überhaupt Schmerzensgeld zu erhalten.</p><p>In der Regel wird neben dem bereits vorhandenen Arztbericht ein ergänzender Arztbericht von der Versicherung angefordert.  Sollten Sie die Schadensabwicklung mit der Versicherung eigenständig durchführen, möchten wir Sie unbedingt darauf hinweisen, dass Sie <strong>nicht</strong> dazu verpflichtet sind, <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/">Einwilligungen</a> in die Datenverarbeitung oder eine<a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/"> Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht</a> zu unterschreiben.  Da uns der Schutz der Gesundheitsdaten besonders wichtig ist, raten wir unseren Mandaten ausnahmslos davon ab und fordern die Arztberichte stattdessen selber an!</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/warum-ist-der-arztbericht-fuer-schmerzensgeld-wichtig/">Warum ist der Arztbericht für Schmerzensgeld wichtig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Wie teuer ist ein Arztbericht für Schmerzensgeld?</title>
		<link>https://vinqo.de/wie-teuer-ist-ein-arztbericht-fuer-schmerzensgeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2021 14:14:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kosten für einen Arztbericht ergeben sich aus der GOÄ. Das ist die Gebührenordnung für Ärzte. Diese gilt jedoch nur für Patienten und gesetzlich aufgeführte Stellen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wie-teuer-ist-ein-arztbericht-fuer-schmerzensgeld/">Wie teuer ist ein Arztbericht für Schmerzensgeld?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Wenn Sie nach einem <a href="https://vinqo.de/was-tun-nach-einem-verkehrsunfall/">Verkehrsunfall</a>, <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-was-muss-ich-tun/">Fahrradunfall</a> oder <a href="https://vinqo.de/ansprueche-nach-hundebiss-durchsetzen-mit-vinqo/">Hundebiss</a> verletzt worden sind, müssen die Verletzungen dargelegt und bewiesen werden, um das Schmerzensgeld erzielen zu können. </p><p>Häufig sind Entlassungsberichte, Atteste oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nicht hinreichend aussagekräftig, um Ihren Schmerzensgeldanspruch fundiert prüfen und geltend machen zu können. </p><p>Deshalb will die gegnerische Haftpflichtversicherung zumeist weitergehende Arztberichte einholen. Hierzu benötigt die Haftpflichtversicherung eine <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/">Einwilligungserklärung und Schweigepflichtentbindungserklärung</a>, die Sie <strong>keinesfalls unterzeichnen</strong> und stattdessen die Arztberichte selbst einholen sollten. </p><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Tipp</strong></span>: Auf VINQO übernehmen wir nicht nur das Einholen aller ergänzenden Arztberichte für Sie, wir übernehmen auch die Kosten für die Einholung der ergänzenden Arztberichte!</p><p>Doch wie <strong>teuer</strong> ist so ein <strong>Arztbericht</strong> eigentlich? Und müssen Sie die <strong>Kosten</strong> des Arztberichts <strong>selber tragen</strong>?</p>								</div>
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									<h2>Zahlt die Krankenkasse die Kosten für den Arztbericht?</h2><p>Die Krankenkasse zahlt <strong>Heilbehandlungskosten</strong>, also auch Arztrechnungen für Sie, soweit diese unter diese unter <strong>Versicherungsbedingungen</strong> fallen.</p><p>Dazu gehören natürlich auch die Heilbehandlungskosten für die Versorgung Ihrer Verletzungen. <strong>Keine Heilbehandlungskosten</strong> sind aber der Kosten für die Dokumentation Ihre Verletzungen durch einen Arztbericht, wenn dieser nur dazu dient, dass Sie der Gegenseite des Unfalls einen <strong>Nachweis der erlittenen Verletzungen </strong>vorlegen. Denn dann ist der Arztbericht nicht Teil einer Heilbehandlung, sondern Ihrer <strong>Rechtsverfolgung</strong>!</p><h2>Wie teuer ist ein Arztbericht?</h2><p>Die Kosten für einen Arztbericht ergeben sich aus der <strong>GOÄ</strong>. Das ist die <strong>Gebührenordnung</strong> <strong>für Ärzte</strong>. Der Arzt darf zwar vertraglich andere Beträge mit einem Patienten absprechen, doch sobald die Kosten regulär von einer <strong>Krankenkasse</strong> übernommen werden sollen, muss sich der Arzt an die GOÄ halten. Die GOÄ ist dabei eine <strong>Tabelle</strong>, in der die verschiedenen Leistungen, die ein Arzt erbringen kann, aufgezählt werden, und dann erklärt wird, welcher Betrag dafür gefordert werden kann.</p><p>Ein ärztlicher Bericht kann dabei unter die Tabellennummer 70 oder 75 fallen:</p><ul><li>Nr. 70 ist eine „<strong>Kurze Bescheinigung</strong> oder kurzes Zeugnis, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“, also in den meisten Fällen ein vorformulierter Druck, den der Arzt nur noch unterschrieben muss. Dies nutzt Ihnen zum <strong>Nachweis</strong> gegenüber der gegnerischen Versicherung nicht all zu viel.</li><li>Nr. 75 ist hingegen ein „ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht (einschl. Angaben zur Anamnese, zu dem(n) Befund(en), zur epikritischen Bewertung und gegebenenfalls zur Therapie“. Er wird auch <strong>großes Attest</strong> genannt und im Regelfall nur auf Wunsch des Patienten ausgestellt, z.B. für die Schule oder eine Reiserücktrittsversicherung. Dieses große Attest darf zwischen <strong>7,58 €</strong> und<strong> 17,43 €</strong> kosten.</li><li>Neben den Arztberichten kann sich der Arzt auch als „<strong>Gutachter</strong>“ äußern. Dies fällt dann unter die GOÄ Nr. 80 und 85.  Nr. 80 ist dabei eine „<strong>Schriftliche gutachterliche Äußerung</strong>“, wobei der Patient ggfs. auch erneut untersucht wird. Die schriftliche gutachterliche Äußerung kann dabei zwischen<strong> 17,40 €</strong> und <strong>40,22 €</strong>, je nach Aufwand kosten.</li><li>Die ausführliche schriftliche gutachterliche Äußerung fällt unter Nr. 85. Sie wird von der Nr. 80 insoweit differenziert, als dass hier ein außerordentlicher Aufwand, wie zum Beispiel eine <strong>wissenschaftliche</strong> <strong>Begründung</strong> der Ansicht des Arztes enthalten ist. Diese aufwändigere gutachterliche schriftliche Äußerung kann zwischen <strong>29,14 €</strong> und <strong>67,03 €</strong> kosten.</li></ul><p>Der Unterschied zwischen einer <strong>gutachterlichen</strong> schriftlichen <strong>Äußerung</strong> und einem <strong>Bericht</strong> ist hierbei , dass im Regelfall der Bericht eine Wiedergabe der bereits erfolgten Behandlung und Diagnose darstellt, während das Gutachten zumeist eine erneute Untersuchung fordert.</p><p>Welcher dieser Form der ärztlichen Berichte Sie benötigen, ist vom Umfang der Verletzungen, der Verletzungsfolgen und auch der Behandlung abhängig. Formulare zur Anforderung eines ergänzenden Arztberichts, die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft empfohlen werden, können kostenfrei, jedoch mit einem technischen Aufwand, <a href="https://www.gdv.de/de/themen/kraftfahrtversicherung-52282">hier konfiguriert und heruntergeladen werden</a>. </p><h2>Müssen Sie Kosten des Arztberichts selbst tragen?</h2><p>Grundsätzlich muss der Schädiger bzw. seine Haftpflichtversicherung die Kosten des Arztberichts tragen, soweit dieser in Art und Umfang erforderlich war. Dies ist stets der Maßstab für die Kostentragungspflicht des Schädigers. </p><p>Dabei gibt es jedoch einige Aspekte zu beachten, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben: </p><ul><li>Ist die <strong>Haftung</strong> noch nicht bestätigt worden oder trifft Sie ein <strong>Mitverschulden</strong>, kann die Kostenerstattung ganz oder anteilig verweigert werden. Sie bleiben dann auf den Kosten sitzen. </li><li>Ist ein vermeintlich<strong> zu umfangreicher Arztbericht</strong> angefordert worden, so wendet die gegnerische Versicherung ggfs. ein, dass der Arztbericht  nicht erforderlich gewesen sei. Hier empfiehlt es sich, den beabsichtigten Arztbericht hinsichtlich des Kostenumfangs bestätigen zu lassen oder um Übersendung des Blankoformulars zu bitten.</li><li>Ist &#8211; insbesondere bei einer <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-hws-distorsion/">HWS-Distorsion</a> &#8211; streitig, ob die <strong>Verletzung</strong> überhaupt <strong>nachgewiesen und unfallkausal</strong> ist, so kann es sein, dass die Kosten des ergänzenden Arztberichts als nicht schadenbezogen verweigert werden. Hier ist die Rechtsprechung höchstrichterlich gefestigt, jedoch ausdifferenziert, weshalb bei bestimmten Verletzungen das <strong>Kostenrisiko</strong> außerordentlich <strong>hoch</strong> ist. </li><li>Sie sollten zu dem prüfen, bei welchem Arzt Sie einen ergänzenden Arztbericht sinnvoller Weise anfordern.</li></ul><p><strong>Tipp</strong>: Wenn Sie unsicher sind, welchen Arztbericht Sie wo und in welchem Umfang anfordern sollten, können Sie Ihren Fall auf <strong>VINQO</strong> ohne Kostenrisiko melden. Wir übernehmen die gesamte Abwicklung und übernehmen auch die Kosten eines ergänzenden Arztberichts, wenn dieser von der Gegenseite nicht erstattet werden sollte. </p><h2>Mit welchen maximalen Kosten muss ich für einen ergänzenden Arztbericht rechnen?</h2><p>Wie oben ausgeführt zahlt die Krankenkasse den Arztbericht nicht, wenn dieser nur der Rechtsverfolgung dient. Auf der anderen Seite muss der Arzt die GOÄ anwenden, wenn Kostenträger die Krankenkasse ist. Er kann deshalb für einen ergänzenden Arztbericht die Gebühren der GOÄ übersteigen. </p><p>Während Krankenhäuser üblicherweise nach GOÄ auch bei Patientenanfragen abrechnen, beanspruchen Arztpraxen überwiegend eine darüber hinausgehende Honorarvereinbarung, die nicht selten bei bis zu 110,00 €  &#8211; zzgl. Porto- und Schreibkosten &#8211; liegt.</p><p>Um als Geschädigter nicht bei drei angeforderten Arztberichten plötzlich mit 350,00 € Kosten für Arztberichte konfrontiert zu werden, sollten Sie die Anfrage zur Erteilung des ergänzenden Arztberichts bereits von Beginn an auf die Kostenfreigabe bis zur GOÄ beschränken. Verlangt der behandelnde Arzt ein höheres Honorar, so sollten Sie hierzu unbedingt die Kostenfreigabe der gegnerischen Haftpflichtversicherung einholen.</p><p> </p><h2>Kostenfreie Patientenakte mittels DSGVO Auskunft erhalten</h2><p>Eine kostenfreie Alternativ ist die Geltendmachung <a href="https://vinqo.de/auskunftsanspruch-nach-art-15-dsgvo-was-muessen-sie-beachten/">Ihres Auskunftsanspruchs gem. Art. 15 DSGVO</a>. In diesem Fall muss Ihnen die Patientenakte kostenfrei überlassen werden. Aber Achtung: die bisherige Behandlungsdokumentation ist zumeist nicht ausreichend, da beispielsweise Fragen zur Unfallkausalität oder Dauerschäden zumeist nicht dokumentiert sind, jedoch wichtige Informationen für Ihr Schmerzensgeld darstellen. </p><p> </p><h2>Fazit</h2><p>Bei der Anforderung von Arztberichten sollten Sie stets sorgfältig und mit Bedacht vorgehen. Alternativ können Sie VINQO beauftragen, um ohne Kostenrisiko Arztberichte bequem einholen zu lassen. </p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/wie-teuer-ist-ein-arztbericht-fuer-schmerzensgeld/">Wie teuer ist ein Arztbericht für Schmerzensgeld?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>HWS Distorsion vom Arzt richtig feststellen lassen!</title>
		<link>https://vinqo.de/hws-distorsion-von-arzt-feststellen-lassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2021 09:27:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine HWS-Distorsion kann auf verschiedene Weise von dem Arzt Ihres Vertrauens diagnostiziert werden. Dabei entscheidet die Diagnostik nicht nur darüber, ob Sie am Ende Ihren Anspruch auf Schmerzensgeld beweisen können, sondern natürlich auch über die therapeutische Behandlung. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/hws-distorsion-von-arzt-feststellen-lassen/">HWS Distorsion vom Arzt richtig feststellen lassen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine HWS Distorsion wird häufig auch als <strong>Schleudertrauma</strong>, <strong>Beschleunigungstrauma</strong>, oder <strong>Whiplash-Syndrome</strong> genannt.</p>
<p>Die HWS Distorsion ist eine der <strong>häufigsten Verletzungen</strong> nach einem <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-fur-nackenschmerzen-nach-unfall-worauf-muss-ich-achten/">Verkehrsunfall</a>: Kommt es zu einem <strong>Auffahrunfall</strong> oder fahren Sie auf ein anderes Auto auf, wirken starke physische Kräfte auf Sie ein. Durch die schlagartige Krafteinwirkung wird Ihr Kopf nach vorne und nach hinten geschleudert, was zu Verletzungen von <strong>Bändern</strong> und <strong>Muskeln</strong> im <strong>Halsbereich</strong> führt.</p>
<p>Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine Schutzreaktion des Körpers: Durch die Verspannung der Muskel und Bänder soll die empfindliche Halswirbelsäule geschützt werden.  Zu den typischen Symptomen gehören</p>
<ul>
<li><strong>Nackenverspannungen</strong>,</li>
<li><strong>Kopfschmerzen</strong>,</li>
<li><strong>Schwindelgefühl</strong>,</li>
<li><strong>Übelkeit</strong>, sowie</li>
<li><strong>Schulter- und Armbeschwerden</strong>.</li>
</ul>
<p>In wenigen Fällen kommt es zu</p>
<ul>
<li><strong>Tinnitus</strong>,</li>
<li><strong>Augenflimmern</strong> und</li>
<li><strong>Konzentrationsstörungen</strong>.</li>
</ul>
<p>Manche dieser Symptome treten auch erst <strong>später</strong> auf. Nach einem Unfall sollte man übrigens immer einen Arzt aufsuchen. Denn unter Umständen hat man neben der Distorsion auch eine Verletzung des Halsmarks erlitten.</p>
<h2>Klassifikationen der HWS-Distorsion</h2>
<p>Je nach <strong>Schwere</strong> der HWS-Verletzungen werden diese in vier Gruppen eingeteilt. Dies hat natürlich auch Bedeutung für ihren Schmerzensgeldanspruch:</p>
<table width="502">
<tbody>
<tr>
<td width="44"><strong><u>Grad</u></strong></td>
<td width="458"><strong><u>Symptome</u></strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="44">Grad 0</td>
<td width="458">Keine Beschwerde im Bereich der HWS</td>
</tr>
<tr>
<td width="44">Grad 1</td>
<td width="458">Schmerz und Steifheitsgefühl<u>Keine klinische Feststellbarkeit</u></td>
</tr>
<tr>
<td width="44">Grad 2</td>
<td width="458">Einschränkung der Beweglichkeit (Hinweis auf Muskelverhärtung)Druckschmerz</p>
<p>Hartspann</td>
</tr>
<tr>
<td width="44">Grad 3</td>
<td width="458">Neurologische Symptome, wie Schwächung der Muskelreflexe oder „sensorische“ Defizite (Taubheitsgefühl)</td>
</tr>
<tr>
<td width="44">Grad 4</td>
<td width="458">Frakturen und Dislokationen</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2" width="502">Hinzukommende Symptome: Taubheit, Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen,Amnesie, Schluckstörung und Facettengelenksschmerzen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Beweisprobleme bei einer HWS-Distorsion</h2>
<p>Wenn Sie nach einem Autounfall <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-autounfall-erhalten/">Schmerzensgeld</a> und Schadensersatzansprüche geltend machen möchten, müssen Sie zunächst Ihren <strong>Schaden darlegen</strong> und schlussendlich auch <strong>beweisen</strong>.</p>
<p>Während der Beweis eines <a href="https://vinqo.de/vorgeschlagener-gutachter-von-der-versicherung-nach-unfall-in-anspruch-nehmen/">Sachschadens</a> noch relativ einfach gelingen kann, in dem Sie zum Beispiel ein <strong>Foto</strong> Ihres beschädigten Autos oder die <strong>Reparaturrechnung</strong> vorlegen, sind Körperschäden nicht immer so leicht zu beweisen.</p>
<p>Gerade bei den oben dargestellten Grad 1 und Grad 2 HWS-Verletzungen ist das Problem, dass die Verletzung <strong>nicht</strong> <strong>sichtbar</strong> ist. Bei der HWS-Distorsion ersten Grades ist sie sogar <strong>nicht</strong> mal klinisch <strong>feststellbar</strong>. Wenn der Gegner nun bestreitet, dass Sie eine HWS-Distorsion erlitten haben, müssen Sie grundsätzlich <strong>beweisen</strong>, dass Ihre Behauptung der HWS-Distorsion zutreffend ist. Dies wird nur schwer gelingen, wenn der Schadensvorfall mehrere Monate zurückliegt und nach dem Unfall kein <a href="https://vinqo.de/nachtraeglich-zum-arzt-fuer-schmerzensgeld/">Arzt</a> aufgesucht werden konnte.</p>
<p>Der <strong>Arztbericht</strong> über eine diagnostizierte HWS-Distorsion ist grundsätzlich ein erstes Indiz dafür, dass Sie tatsächlich diese Verletzung erlitten haben, und daher auch einen Anspruch auf das Schmerzensgeld besitzen. Ein <strong>Beweis</strong> ist der <strong>Arztbericht</strong> hingegen <strong>nicht</strong>.</p>
<h2>So dokumentieren Sie die HWS-Distorsion richtig</h2>
<p>Eine HWS-Distorsion kann auf verschiedene Weise von Ihrem Arzt <strong>diagnostiziert</strong> werden. Dabei entscheidet die Diagnostik nicht nur darüber, ob Sie am Ende Ihren Anspruch auf Schmerzensgeld beweisen können, sondern natürlich auch über die therapeutische <strong>Behandlung</strong>.</p>
<h3>Anamnese und Diagnostik</h3>
<p>Wichtigstes und erste Mittel auf dem Weg zur Diagnose stellt das <strong>Anamnesegespräch</strong> dar. Die Anamnese liefert die ersten Hinweise, ob die aufgetretenen <strong>Symptome</strong> zu einer HWS-Distorsion passen. Dabei fragt der Arzt beispielsweise Unfallgeschwindigkeit oder Aufprallgeschwindigkeit ab, ob ein Air-Bag ausgelöst wurde oder ob die Kopfstütze hoch oder niedrig eingestellt war.</p>
<p>Die meisten Ärzte können bereits hier feststellen, ob der geschilderte Unfall zu den Symptomen überhaupt passt. Beispiel: Der Arzt kann auch feststellen, ob der Patient beispielsweise verwirrt ist, oder ob die Geschichte schlüssig erscheint.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wichtig</strong></span>: Zur <strong>Diagnostik</strong> darf Ihr Arzt nicht nur auf Ihre Beschreibungen der Beschwerden zurückgreifen, sondern muss objektive Befunde erheben. Hierzu zählen beispielsweise die Feststellung des Muskelhartspanns im Nacken- und Rückenbereich.</p>
<h3>Röntgen</h3>
<p>Zur weiteren Absicherung des Verdachts einer HWS-Distorsion sollte eine <strong>Röntgenaufnahme</strong> gemacht werden. Insbesondere muss auch ausgeschlossen werden, dass eine <strong>Fraktur</strong> vorliegt. Gerade bei einer HWS-Distorsion sind Röntgenaufnahmen nicht besonders ergiebig, da man unter Umständen nichts erkennen kann.</p>
<h3>MRT</h3>
<p>Durch ein MRT können unter Umständen <strong>Verletzungen</strong> des weicheren Gewebes wie <strong>Muskel</strong> und <strong>Bänder</strong>, die auf dem Röntgen nicht zu sehen sind, erkannt werden. Trotzdem gehört das MRT nicht zur Standartprozedur. Eine Untersuchung im MRT ist <b>kostenintensiv </b>und nur indiziert, wenn hierdurch diagnostische Unsicherheiten ausgeräumt werden können.</p>
<h3>Eigene Dokumentation der Beschwerden</h3>
<p>Um einen <strong>Schmerzensgeldanspruch</strong> aufgrund einer HWS-Distorsion nachweisen zu können, sollten Sie unbedingt <strong>sofort</strong> nach dem Unfall einen <strong>Arzt</strong> aufsuchen. Dieser wird dann durch Anamnese und im Zweifelsfall durch weitere Untersuchungen feststellen können, ob eine HWS-Distorsion vorliegt.</p>
<p>Häufig treten HWS-Beschwerden erst mit einigen Stunden zeitverzögert auf. Sie sollten unbedingt mit Eintritt der Beschwerden einen Arzt aufsuchen, da andernfalls der Einwand erhoben werden kann, dass die HWS-Distorsion nicht mehr auf das Unfallereignis zurückgeführt werden kann.</p>
<p>Um Ihre Alltags- und Bewegungseinschränkungen nach einer HWS-Distorsion noch weiter zu fundieren bietet sich ein <a href="https://vinqo.de/wie-fuehre-ich-ein-schmerztagebuch-richtig/">Schmerztagebuch</a> an. In diesem können Sie festhalten, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Nackenschmerzen zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten uvm. geführt und damit Ihren Alltag beeinträchtigt haben. Dies kann sich schmerzensgelderhöhend auswirken.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachträglich zum Arzt für Schmerzensgeld?</title>
		<link>https://vinqo.de/nachtraeglich-zum-arzt-fuer-schmerzensgeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Ansprüche durchsetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Arztbericht für Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Beweis]]></category>
		<category><![CDATA[Beweise]]></category>
		<category><![CDATA[Beweispflicht]]></category>
		<category><![CDATA[gegnerische Versicherung]]></category>
		<category><![CDATA[kein Arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Nachträglich zum Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Nachträglich zum Arzt für Arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[NAchträglich zum Arzt für Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Nachweis]]></category>
		<category><![CDATA[Nachweisen]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Arztericht]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen nachweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeld erhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeld mit Arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzensgeld ohne Arztbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzung beweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzung nachweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist es sinnvoll, auch noch nachträglich zum Arzt zu gehen, um das Schmerzensgeld zu erhalten?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="9946" class="elementor elementor-9946" data-elementor-post-type="post">
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p>Nach einer Verletzung, z.B. nach einem <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-verkehrsunfall/">Verkehrsunfall</a> oder <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/">Hundebiss</a>, ist der Gang zum <b>Arzt </b>fast immer<strong> unausweichlich</strong>, um die Verletzungen ärztlich versorgen zu lassen.</p><p>Sind die Verletzungen geringerer Natur, so ist es menschlich, einen Arztbesuch nach Möglichkeit zu vermeiden. Dass hierunter ein entsprechender <b>Schmerzensgeldanspruch </b>gegen den Schädiger leiden kann, fällt dann erst später auf.</p><p>Denn die gegnerische Versicherung oder der Gegner selber werden vorbringen, dass die Verletzungen wohl nicht allzu schlimm gewesen sein können, wenn Sie noch nicht einmal bei einem Arzt waren. Damit stellt sich die Frage: Sollte man für das Schmerzensgeld auch noch <b>nachträglich </b>zum Arzt gehen?</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
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									<p>Es muss differenziert werden, ob</p>
<ol>
<li>die Verletzung erst nach einiger Zeit nach dem Unfallereignis auftreten und Sie sodann sofort einen Arzt aufsuchen oder</li>
<li>der Unfall und die Verletzungen bereits einige Zeit zurückliegen.</li>
</ol>
<h2>Schmerzensgeld bei später auftretenden Beschwerden</h2>
<p>Auch wenn ein Schädigungsvorgang schon einige Zeit zurück liegt, können (und sollten) Sie trotzdem noch einen <b>Arzt aufsuchen</b>, wenn Sie weiterhin unter Beschwerden leiden. Denn manche Verletzungen, die einem auf den ersten Blick nicht besonders gravierend erscheinen, können einige Zeit später das eigene Wohlbefinden noch maßgeblich einschränken. Die Klassiker unter diesen langwierigen Verletzungen sind die HWS-Distorsion und der Bänderriss.</p>
<p>Bei einer<a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-autounfall-erhalten/"><b> HWS Distorsion</b></a> kann das sich körperliche Wohlbefinden <a href="https://vinqo.de/die-spaetfolgen-eines-schleudertraumas/">mit der <b>Zeit </b>immer weiter <b>verschlechtern</b></a>. So gibt es Fälle, in denen kurz nach einem Unfall eine Übelkeit auftrat oder massive Kopfschmerzen <b>über Wochen</b> anhielten. Selbst wenn man meint, bei einem Autounfall nicht verletzt worden zu sein, lohnt sich der Gang zum Arzt immer.</p>
<p>Bei einem Bänderriss oder Bänderanriss merkt man zwar deutlich die Schwellung des entsprechenden Gelenkes, hält diese aber für zu „geringfügig“, als dass damit ein Arzt aufgesucht werden sollte. Wenn <b>Bänder </b>aber <b>angerissen </b>oder <b>gerissen </b>sind, kann das entsprechende Gelenk dann instabil werden. Als Folge knickt man dann in der nächsten Zeit noch häufiger um. Bänderrisse sind typische Sturz- oder Umknickverletzungen, die beispielsweise durch einen <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall/">Fahrradunfall</a> hervorgerufen werden.</p>
<p>Grundsätzlich lässt sich aber keine vollständige Liste aller Verletzungen erstellen, die im Regelfall auch später sich erst bemerkbar machen können.</p>
<p>Die Verletzungen bzw. Verletzungssymptome treten typischerweise erst verzögert zum Schadenereignis auf. Deshalb ist es auch nicht verspätet, unmittelbar nach den auftretenden Beschwerden zum Arzt zu gehen, selbst wenn das Unfallereignis bereits einige Tage / Wochen zurückliegt</p>
<h2>Arztbesuchen nach Tagen / Wochen für Schmerzensgeld sinnvoll?</h2>
<p>Selbst wenn ein Schädigungsereignis schon einige Zeit zurück liegt, kann der Arzt dessen <b>Spuren </b>am Körper feststellen. <b>Narbenbildung </b>von Tierbissen oder unverheilte Bänder sind natürlich leicht erkennbar. Jedoch wird der Nachweis mit Zeitablauf deutlich <b>erschwert</b>.</p>
<p>Allerdings kann der Arzt nur noch das bisher nicht verheilte Verletzungsbild feststellen.&nbsp;</p>
<p>Hauptproblem ist jedoch die <strong>Kausalität</strong> der späteren, ärztlichen Feststellungen zum Schadenereignis (Unfall), für das der Unfallverursacher nun ein Schmerzensgeld zahlen soll.&nbsp;</p>
<p>Liegt zwischen dem Unfall und dem Arztbesuch ein längerer Zeitraum, wird die gegnerische Versicherung einwenden, dass die festgestellte Verletzung nicht mehr auf das Unfallereignis zurückzuführen ist und deshalb die Körperverletzung nicht bewiesen ist.</p>
<p>Wenn der vorgetragene Sachverhalt grundsätzlich plausibel ist und er es<br>wahrscheinlich erscheinen lässt, dass die diagnostizierte Verletzung auf den Unfall zurückzuführen ist und die Feststellung der Verletzungen in einem engen, zeitlichen Zusammenhang erfolgte, kann mit so hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Verletzungssymptomatik auf das Unfallereignis zurückzuführen ist, dass es den Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (vgl. nur AG Erkelenz, Urteil vom 08.05.2002).</p>
<p>Hierfür ist jedoch gewisser zeitlicher Zusammenhang zu wahren. Ob dieser noch vorliegt oder schon durchbrochen ist, muss im Einzelfall genau geprüft werden. Deshalb sollten Sie stets&nbsp;<strong>so schnell wie möglich&nbsp;</strong>Ihre Verletzungen ärztlich dokumentieren lassen.&nbsp;</p>
<h2><span style="background-color: transparent; font-size: 32px; color: inherit; font-family: inherit;">Kann ich ein Schmerzensgeld auch vollständig ohne Arztbesuch erhalten?</span></h2>
<p>Grundsätzlich ja. Aber es wird <b>schwieriger</b>.</p>
<p>Im Zivilrecht gilt, dass Sie selber <b>beweisen</b> müssen, dass Verletzungen vorliegen, und wie schwer diese ausgefallen sind. Dabei können Sie sich verschiedener „Beweismittel“ bedienen.</p>
<p>Hierzu gehören neben einem <b>Arztbericht </b>auch ein</p>
<ul>
<li><a href="https://vinqo.de/wie-fuehre-ich-ein-schmerztagebuch-richtig/"><b>Schmerztagebuch</b></a>,</li>
<li><b>Bilder </b>der Verletzungen und</li>
<li><b>Zeugenaussagen </b>von Dritten.</li>
</ul>
<p>Die Beweismittel unterscheiden sich jedoch in der objektiven Beweiskraft: Die <b>unabhängige </b>Aussage eines Arztes, dass eine Verletzung vorliegt, hat natürlich ein anderes Gewicht als das von Ihnen selber ausgefüllte Schmerztagebuch.</p>
<p>Dabei können auch Arztberichte von geringerer <strong>Beweiskraft</strong> sein. Der Arzt hat bei der Heilbehandlung vorrangig therapeutische Aspekte im Blick. Ziel der Behandlung ist es, dass die Verletzungen und Beschwerden bestmöglich versorgt werden. Subjektiv beklagte Beschwerden werden zum Beispiel genauso ernst genommen wie objektivierbare, also z.B. mit Röntgen nachweisbare Verletzungen.</p>
<p>Für Ihren Schmerzensgeldanspruch ist jedoch eine gutachterliche Stellungnahme erforderlich. Hier kommt es darauf an, (nur) die Verletzungen festzustellen, die auch tatsächlich gegeben sind. Dies ist insbesondere bei HWS-Zerrungen hochproblematisch. Vielfach vertraut der Arzt hier nur auf die Angaben des Patienten.&nbsp;</p>
<p>Sie sollten deshalb stets um einen<strong> ausführlichen Arztbericht</strong> bitten, um Ihre Verletzungen nach einem Autounfall, Fahrradunfall oder sonstigen Verletzungsfall genau zu dokumentieren.</p>
<h2>Die Versicherung zahlt kein Schmerzensgeld ohne Arztbericht&nbsp;</h2>
<p>Der Worst-Case: Die gegnerische Versicherung meint, Ihnen nur einen <b>Bruchteil </b>Ihres eigentlich geforderten Anspruchs zahlen zu müssen, da Sie nicht bei einem Arzt waren.</p>
<p>Hier ist ganz klar und deutlich zu sagen: Es steht immer in Ihrem eigenen Ermessen, ob Sie zu einem Arzt gehen. Allein aus diesem Umstand kann kein niedrigeres Schmerzensgeld abgeleitet werden. Jedoch spricht eine gewisse <strong>Vermutung</strong> dafür, dass die Verletzung jedenfalls <strong>nicht außerordentlich schwerwiegend</strong> war &#8211; denn sonst hätten Sie eine ärztliche Behandlung benötigt.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Um Ihr Schmerzensgeld bestmöglich durchsetzen zu können und ein <strong>maximales</strong> <strong>Schmerzensgeld</strong> erreichen können, sollten Sie <strong>nach einem Unfall möglichst umgehend einen Arzt aufsuchen</strong>, der Ihre Verletzungen sehr genau dokumentiert.</p>
<p>Im Falle von HWS-Distorsionen sollte zudem stets eine röntgenologische Untersuchung vorgenommen werden, um Ihre Nacken- und Rückenschmerzen objektivieren zu können.&nbsp;</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/nachtraeglich-zum-arzt-fuer-schmerzensgeld/">Nachträglich zum Arzt für Schmerzensgeld?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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