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	<title>Schmerzensgeldzahlung Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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		<title>Schmerzensgeld nach Datenschutzverstoß? Die wichtigsten Urteile!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2020 12:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schmerzensgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 82 DSGVO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch in Fällen, in denen ein Schmerzensgeld nach Art. 82 DSGVO zugesprochen wurde, wird häufig ein niedrigerer Betrag gezahlt, als gefordert wird. Dies beweist erneut die große Unsicherheit in der Verknüpfung DSGVO-Verstoß und Schmerzensgeld. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-datenschutzverstoss-die-wichtigsten-urteile/">Schmerzensgeld nach Datenschutzverstoß? Die wichtigsten Urteile!</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Die <a href="https://dsgvo-gesetz.de/">DSGVO</a> (Datenschutzgrundverordnung) hat mit ihrer Einführung für mehr Fragen als Antworten hinsichtlich der zu ergreifenden Maßnahmen geführt, die für eine DSGVO-konforme Datenverarbeitung erforderlich sind.</p><p>Dabei sollen hohe und abschreckende <strong>Bußgelder</strong> und ein Anspruch auf <strong>Schmerzensgeld</strong> gem. Art. 82 DSGVO Unternehmen wie Behörden zur datenschutzkonformen Verarbeitung anhalten und Datenschutzverstöße verhindern.</p><p>Kommt es doch zu einem Datenschutzverstoß, so stellt sich für den Betroffenen häufig die Frage: <strong>Habe ich nach einem Datenschutzverstoß Anspruch auf ein Schmerzensgeld?</strong></p><p>Obwohl die <a href="https://dsgvo-gesetz.de/">DSGVO</a> bereits seit zwei Jahren in Kraft getreten ist, beschäftigt der Anspruch auf Schmerzensgeld in <a href="https://dsgvo-gesetz.de/art-82-dsgvo/">Art. 82 DSGVO</a> deutsche Gerichte erst seit kurzem. Wir stellen Ihnen die <strong>Urteile</strong> vor, in denen deutsche Gerichte Schmerzensgeldansprüche nach einem Datenschutzverstoß zuerkannt haben &#8211; und wann nicht.</p>								</div>
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									<h2>Datenschutzverstöße ohne Schmerzensgeld</h2>
<h3>Kein Schaden &#8211; kein Schmerzensgeld?</h3>
<p><strong>Aus der unzulässigen Datenverarbeitung muss tatsächlich ein Nachteil entstehen, nicht nur ein Nachteil befürchtet werden</strong></p>
<p>&#8211; (<a href="https://openjur.de/u/2293308.html"><strong>LG Hamburg, Urteil vom 04. September 2020 – 324 S 9/19 –</strong></a>)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Die Klägerin begehrte ein Schmerzensgeld nach <b>Art. 82 DSGVO,</b> da der Beklagte als Verantwortlicher der Datenverarbeitung ein <b>Bild </b>von Ihrer <b>Wohnung </b>auf seine Immobilien-Website gesetzt hatte. Die Klägerin trug vor, dass sie hierdurch Nachteile, insbesondere durch <b>Einbrecher </b>und einem von ihr abgemahnten Angestellten fürchte. Das Berufungsgericht, als auch das Gericht der ersten Instanz, lehnt aber ein Schmerzensgeld ab:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Die Zubilligung eines Schadensersatzanspruchs bedarf es des Eintritts eines <strong>Schadens</strong>. Diesen hat die Klägerin weder dargelegt noch ist er sonst ersichtlich. Allein der Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften führt nicht zu einer Verpflichtung des Verantwortlichen zur Zahlung von Schadensersatz.&nbsp; […] </em></p>
<p>Nach dem <a href="https://dsgvo-gesetz.de/erwaegungsgruende/nr-146/">Erwägungsgrund 146</a> ist der Begriff des Schadens weit auszulegen, so dass Betroffene einen wirksamen Ersatz erhalten. Erwägungsgrund 85 besagt, dass eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten einen physischen, materiellen oder immateriellen Schaden für natürliche Personen – wie etwa Verlust der Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten oder Einschränkung ihrer Rechte, Diskriminierung, Identitätsdiebstahl oder -betrug, finanzielle Verluste, unbefugte Aufhebung der Pseudonymisierung oder Rufschädigung – nach sich ziehen kann, wenn nicht rechtzeitig und angemessen reagiert wird. […] Es bedarf danach zwar keiner schweren Verletzung des Persönlichkeitsrechts, um einen immateriellen Schaden geltend zu machen […].</p>
<p>Dennoch führt nicht bereits jeder Verstoß gegen die&nbsp;DSGVO&nbsp;zu einer Ausgleichspflicht, denn der Verpflichtung zum Ausgleich eines immateriellen Schadens muss eine benennbar und insoweit tatsächliche Persönlichkeitsverletzung gegenüberstehen, die z.B. in der mit einer unrechtmäßigen Zugänglichmachung von Daten liegenden „Bloßstellung“ liegen kann.“&nbsp;</p>
<p>Das Gericht führte weiter aus, dass eine reine <b>Befürchtung </b>von Nachteilen aber noch <span style="text-decoration: underline;">kein Schaden</span> sei.</p>
<h3>Die DSGVO und die SCHUFA &#8211; passt?</h3>
<p><strong> Die Schufa ist an die DSGVO bei der Erhebung und Verarbeitung von Daten als Tatsachengrundlage gebunden. Die Prognosewertung (Kreditscore) ist aber als Werturteil nicht von der DSGVO umfasst</strong></p>
<p>&#8211; (<a href="https://openjur.de/u/2293311.html"><strong>L</strong><b>G Karlsruhe, Urteil vom 02. August 2019 – 8 O 26/19 –</b></a>)</p>
<p><u>Sachverhalt</u>: Der Kläger bekam, seiner Auffassung nach aufgrund <b>falscher </b>Daten, einen <b>negativen Kreditscore</b> einer Wirtschaftsauskunftei. Diese wurde an eine verbundenes Kreditinstitut (rechtmäßig) übergeben, welches aufgrund der negativen Prognose einen Kredit verweigerte. Der Kläger fühlte sich hierdurch <b>bloßgestellt </b>und machte geltend, dass aufgrund der falschen Bewertung ihr kein Kredit zur Anschaffung eines Kfz gewährt wurde.&nbsp; Das Gericht entschied hierzu</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Die Ermittlung eines Scorewertes durch eine wirtschaftliche Auskunftei nach einem von dieser im Detail nicht offenbarten Berechnungsverfahren und die Weitergabe dieses Scorewertes an vertraglich verbundenen Kreditinstitute stellt für sich genommen noch keinen Verstoß gegen die DSGVO&nbsp; […]. Der Scorewert selbst ist im Ergebnis ein <u>subjektives </u>Werturteil, also eine Meinungsäußerung der Auskunftei. Geschützt ist die Klägerin jedoch davor, dass die Beklagte die von ihr ausgegebene Meinung über die Bonität der Klägerin, den Scorewert, aus einer Tatsachengrundlage entwickelt, die nachweislich falsch ist, denn eine Auskunftei, will sie von ihrer Äußerungsfreiheit Gebrauch machen, muss eine auf einer zutreffenden Tatsachengrundlage beruhende Meinungsäußerung liefern.“</em></p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<h3>Konto gesperrt, Daten gesperrt?</h3>
<p><strong> Eine Sperrung eines Nutzerkontos für bestimmte Zeit aufgrund von Community-Richtlinienverstößen führt nicht dazu, dass in der Sperrungszeit keine Erlaubnis zur Datenverarbeitung vorliegt</strong></p>
<p>&#8211; (<a href="https://www.juris.de/jportal/prev/JURE200007660"><strong>LG Mannheim, Urteil vom 13. Mai 2020 – 14 O 32/19 –</strong></a>)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Der Kläger wurde aufgrund von<b> menschenverachtenden Kommentaren</b> das Facebookkonto für 30 Tage gesperrt. Neben einer Vielzahl von anderen (unbegründeten) Klageanträgen machte er auch geltend, dass durch die <b>Sperrung </b>seine <b>Daten </b>nicht weiter von Facebook hätten gespeichert, genutzt oder verarbeitet werden dürfen. Denn seine Einwilligung innerhalb des Nutzungsvertrags wäre in diesem Zeitraum auch erloschen. Das Gericht wies die Klage vollumfänglich ab:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Während der Dauer einer rechtswidrigen Sperrung erlöschen dieses vertraglich eingeräumte Nutzungsrecht und die datenschutzrechtliche Einwilligung nicht ipso iure. […] Sowohl die Einräumung von Nutzungsrechten als auch die datenschutzrechtliche Einwilligung sind von der vertraglichen Verpflichtung hierzu zu trennende und von dieser grundsätzlich unabhängige selbstständige Rechtshandlungen – die Nutzungsrechtseinräumung ein Rechtsgeschäft dinglichen Charakter. Eine (konkludente) Erklärung des Klägers gegenüber der Beklagten, die zu einem (vorübergehenden) Erlöschen des vertraglich eingeräumten Nutzungsrechts oder der datenschutzrechtlichen Einwilligung während der Sperrzeit führte, ist nicht ersichtlich.“</em></p>
<p>Dies gilt dann erst Recht für rechtmäßige Sperrungen. Auch hier liegt keine Verbotene Verarbeitung von Daten vor, da die Einwilligung fortwirkt.</p>
<h3>Führen Werbe-Emails zum Schmerzensgeld?</h3>
<p><strong> Das Verschicken einer E-Mail allein kann nicht zu einem Schmerzensgeld führen</strong></p>
<p>&#8211; (<a href="https://files.vogel.de/infodienste/smfiledata/1/3/1/3/8/9/205636.pdf"><strong>AG Diez, Urteil vom 07. November 2018 – 8 C 130/18</strong> –</a>)</p>
<p><u>Sachverhalt</u>: Der Kläger brachte vor, dass die Beklagte ihm eine Mail mit dem Hinweis, dass ein von ihm genutztes Portal abgeschaltet werden würde. In dieser selben E-Mail wie die Beklagte zusätzlich darauf hin, dass ein (kostenpflichtiges) Nachfolgeportal existiere. Der Kläger führte aus, dass dies (uneingewilligte) <b>Werbung</b> sei, und das Schicken der Mail somit eine unzulässige Datenverarbeitung. Der Sachstreit ging in diesem Fall bis zum Landesverfassungsgericht des Landes Nordrhein Westfalen. Dem Kläger wurde ein Schmerzensgeld jedoch nicht gewährt:</p>
<p style="padding-left: 40px;">„Einerseits ist eine schwere Verletzung des Persönlichkeitsrechts nicht (mehr) erforderlich. Andererseits ist auch weiterhin nicht für einen <u>Bagatellverstoß </u>ohne ernsthafte Beeinträchtigung bzw. für jede bloß individuell empfundene Unannehmlichkeit ein Schmerzensgeld zu gewähren; vielmehr muss dem Betroffenen ein spürbarer <u>Nachteil </u>entstanden sein und es muss um eine objektiv nachvollziehbare, mit gewissem Gewicht erfolgte Beeinträchtigung von persönlichkeitsbezogenen Belangen gehen.“</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>In den meisten Fällen scheitert ein Schmerzensgeld daran, dass <strong>nicht nachgewiesen</strong> werden kann, dass ein materieller oder immaterieller <strong>Schaden</strong> vorliege.</p>
<h2>Datenschutzverstöße mit Schmerzensgeld</h2>
<p>In manchen Fällen wurde dem Schmerzensgeldanspruch gem. Art. 82 DSGVO jedoch stattgegeben:</p>
<h3>Foto eines Mitarbeiters durch Arbeitgeber genutzt</h3>
<p><strong style="font-size: 1rem;">Verwendet der Arbeitgeber ein Bild eines Nicht(mehr)-Mitarbeiters auf der Website und Facebook, kann er zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verpflichtet werden, wenn der Mitarbeiter hierzu nicht eingewilligt hat</strong></p>
<p>&#8211; (<strong><a href="https://community.beck.de/2020/01/20/arbg-luebeck-schadensersatz-fuer-unzulaessige-verwendung-eines-mitarbeiterfotos-auf-firmeneigener">ArbG Lübeck, Beschluss vom 20. Juni 2019 – 1 Ca 538/19</a> –</strong>)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Der Arbeitgeber lud ein <b>Foto </b>eines Mitarbeiters bei Facebook und Website hoch. Der Mitarbeiter monierte dies, und verlangte, dass die Bilder <b>gelöscht </b>werden. Der Arbeitgeber <b>vergaß </b>jedoch, auch das Bild auf Facebook zu löschen. Die Klägerin erhielt aber nur 1.000,00 € Schmerzensgeld anstelle von 3.500,00 €. Das Gericht führte aus:&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 40px;">Die <b>Voraussetzungen </b>eines Schmerzensgeldes sind <b>erfüllt</b>, wenn trotz fehlender Einwilligung ein Bild auf der Website verbleibt. Hierdurch wird Dritten vorgespielt, dass die Person tatsächlich noch für das Unternehmen arbeite, und hierfür einstehe. Hierdurch kommt es zu einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts, die als immaterieller Schaden nach <b>Art. 82 DSGVO</b> zu ersetzen sei.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Verspäteter und unvollständiger Auskunftsanspruch</h3>
<p><strong> Es kann einen Anspruch auf Schmerzensgeld geben, wenn ein Arbeitgeber trotz Auskunftsverlangen gem. Art. 15 DSGVO über gespeicherte und verarbeitete Daten diesem nicht nachkommt</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Firma hatte <b>Auskunft </b>über seine Daten nach <b>Art 13</b> und <b>15 DSGVO </b>von seinem Arbeitgeber gefordert. Dieser schickte ihm jedoch erst nach fünf Monaten die erbetene Information zu. Das Gericht führte aus:</p>
<p>„<i>Ein immaterieller Schaden entsteht nicht nur in den &#8222;auf der Hand liegenden Fällen&#8220;, wenn die datenschutzwidrige Verarbeitung zu einer Diskriminierung, einem Verlust der Vertraulichkeit, einer Rufschädigung oder anderen gesellschaftlichen Nachteilen führt, sondern auch, wenn die betroffene Person um ihre Rechte und Freiheiten gebracht oder daran gehindert wird, die sie betreffenden personenbezogenen Daten zu kontrollieren […].[…] Indem die Beklagte die Vorgaben aus Art. 15 […]verletzt hat, hat sie das Auskunftsrecht des Klägers &#8211; das zentrale Betroffenenrecht – beeinträchtigt. </i></p>
<p>Durch die monatelang verspätete, dann unzureichende Auskunft war der Kläger im <u>Ungewissen </u>und ihm die Prüfung verwehrt, dann nur eingeschränkt möglich, ob und wie die Beklagte seine personenbezogenen Daten verarbeitet. Die Schwere des immateriellen Schadens ist für die Begründung der Haftung nach Art. 82 Abs. 1 E. irrelevant und wirkt sich nur noch bei der Höhe des Anspruchs aus.[…]&#8220;</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Auch in Fällen, in denen ein Schmerzensgeld nach <b>Art. 82 DSGVO</b> zugesprochen wurde, wird häufig ein niedrigerer Betrag gezahlt, als gefordert wird. Dies beweist erneut die große Unsicherheit in der Verknüpfung DSGVO-Verstoß und <strong>Schmerzensgeld</strong>.&nbsp;</p>
<p>Dies dürfte sich jedoch in den kommenden Monaten und Jahren noch ändern: aktuell sind mehrere tausend Klagen vor deutschen Gerichten anhängig.</p>								</div>
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		<title>Diese 5 Fehler sollten Sie bei Ihrem Schmerzensgeld vermeiden!</title>
		<link>https://vinqo.de/diese-5-fehler-sollten-sie-bei-ihrem-schmerzensgeld-vermeiden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 21:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutsche Rechtsordnung ist bei Schmerzensgeldansprüchen für den juristischen Laien nicht ohne Weiteres nachzuvollziehen. Darum ist es für einen Geschädigten nach einem Unfall oder einer Körperverletzung nicht immer sofort ersichtlich, auf was genau er achten muss, um seinen Schmerzensgeldanspruch möglichst schnell und effektiv durchzusetzen. Die Rechtsunsicherheit soll aber auf keinen Fall dazu führen, dass am Ende...</p>
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									<p>Die deutsche Rechtsordnung ist bei <b>Schmerzensgeldansprüchen</b> für den juristischen Laien nicht ohne Weiteres nachzuvollziehen. Darum ist es für einen Geschädigten nach einem <a href="https://vinqo.de/verkehrsunfall/"><b>Unfall</b></a> oder einer Körperverletzung nicht immer sofort ersichtlich, auf was genau er achten muss, um seinen <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld/"><strong>Schmerzensgeldanspruch</strong></a> möglichst schnell und effektiv durchzusetzen. Die Rechtsunsicherheit soll aber auf keinen Fall dazu führen, dass am Ende Ihr Schmerzensgeldanspruch kleiner ausfällt, oder schlimmstenfalls sogar ganz wegfällt! </p><p>Denn der <strong>Genugtuungs- und Ausgleichsfunktion</strong> des Schmerzensgeldes ist erst dann Genüge getan, wenn Sie auch tatsächlich hinreichend für Ihre Schmerzen <strong>entschädigt</strong> wurden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die<b> fünf größten Fehler</b>, die Sie bei der Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldanspruchs unbedingt verhindern sollten.</p>								</div>
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									<h4><span style="color: #000000;">Keine Fotos von den Verletzungen </span></h4><p><span style="color: #000000;">Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Insbesondere  bei Schmerzensgeldansprüchen ist eine Fotoaufnahme ein wichtiges <strong>Beweismittel</strong>, um die <b>Schwere </b>und die <b>Dauer </b>der <b>Verletzung</b> nachzuweisen. Dabei gilt: Mehr ist Mehr. Im besten Fall wird nicht nur die Verletzung direkt nach dem Schadensfall fotografisch dokumentiert, sondern darüber hinaus auch im Abstand von 1-2 Tagen der <strong>Heilungsverlauf festgehalten</strong>. </span></p><p><span style="color: #000000;">Die Dauer, die eine Verletzung zur Heilung benötigt, wirkt sich nämlich am Ende auf die Höhe des Schmerzensgeldanspruchs aus. So haben z.B. <b>Hämatome </b>die Eigenschaft, sich erst nach ein paar Tagen vollständig abzuzeichnen. Auch Schwellungen sollten über einen längeren Zeitraum fotografiert werden. Fotos sind somit unerlässlich um detailliert nachzuweisen, wie schwer eine Verletzung nicht nur auf dem ersten Blick, sondern in ihrer Gesamtheit war.</span></p><h4> </h4><h4><span style="color: #000000;">Kein Arztbericht eingeholt</span></h4><p><span style="color: #000000;">Der Gang zum Arzt ist lästig, aber nicht nur um medizinische Schäden auszuschließen, wichtig. Der Arztbericht <strong>objektiviert</strong> die Dokumentation Ihrer Verletzungen. Durch die ärztliche Diagnostik wird detailliert festgehalten, welche Verletzungen Sie erlitten haben und ist damit wichtig, um nicht nur die äußerlich sichtbaren Verletzungen sondern insbesondere die nicht sichtbaren Verletzungen (Frakturen etc.) genau dokumentieren zu können. </span></p><p><span style="color: #000000;">Gerade bei einer <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-schleudertrauma/"><strong>HWS-Distorsion</strong></a>, auch <b>Schleudertrauma genannt</b>, die sich häufig nur als Nackenschmerzen oder Kopfschmerzen äußert, muss die HWS-Distorsion von einem Arzt festgestellt werden &#8211; möglichst mit <a href="https://vinqo.de/so-erhalten-sie-ein-maximales-schmerzensgeld/">bildgebenden Verfahren</a> wir Röntgen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Auch bei einem <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/">Tierbiss</a> ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Neben der Behandlung der Wunde und der Gabe von </span><a href="https://vinqo.de/antibiotika-und-impfung-nach-hundebiss/" target="_blank" rel="noopener">Antibiotika </a><span style="color: #000000;">bei Bedarf kann der Arzt feststellen, welche <strong>Hautschichten</strong> alle betroffen sind, oder ob Sehnen und Gelenke in Mitleidenschaft gezogen worden sind. </span></p>								</div>
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									<p><b>TIPP: </b>Sie hatten einen<b> Unfall bei der Arbeit</b>? Dann lesen Sie&nbsp;<a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-nach-arbeitsunfall/" target="_blank">hier</a>, wie Sie richtig bei Arbeitsunfällen handeln!</p>								</div>
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									<h4><span style="color: #000000;">Einwilligung oder Schweigepflichtentbindung der Versicherung unterzeichnen</span></h4><p><span style="color: #000000;">Vorformulierte Formulare der Gegenseite schnell zu <strong>unterzeichnen</strong> ist für Geschädigte geradezu grob fahrlässig. Teilweise wird hierbei versucht, ein <strong>Schmerzensgeldanspruch</strong> zu verhindern oder zu reduzieren. Und im ganzen Stress eines <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-verkehrsunfall/">Unfalls</a> oder einer anderen Form des Schadensfalls ist man schnell geneigt, nicht gründlich zu lesen, was einem da gerade vorgelegt wurde. Im Regelfall werden Sie bei der Durchsetzung eines Schmerzensgeldanspruchs mit zwei Formen der vorformulierten Dokumente konfrontiert: Dem </span></p><ul><li><span style="color: #000000;"><b>Schuldanerkenntnis </b>und der </span></li><li><span style="color: #000000;"><b>Schweigepflichtsentbindung</b>. </span></li></ul><p><span style="color: #000000;">Das Schuldanerkenntnis sollte <b>NIE unterschrieben </b>werden. Wenn Sie angeben, die Schuld an dem Schadensfall zu tragen, können Sie nahezu kein Schmerzensgeld oder Schadensersatz mehr fordern. Zwar kann ein Schuldanerkenntnis später wieder widerrufen werden, jedoch hat es teilweise für die </span><a href="https://vinqo.de/gegner-streitet-schuld-nach-verkehrsunfall-ab/" target="_blank" rel="noopener">Schuldfrage </a><span style="color: #000000;">trotzdem eine Beweisfunktion. Frei nach dem Gedanken „Wer es einmal zugegeben hat, der wird es schon gewesen sein“ kann gerade bei einer sonst ungeklärten Schuldfrage hier ein (unnötiger) Stolperstrick entstehen.</span></p><p><span style="color: #000000;">Manche gegnerischen Versicherungen verlangen, dass eine vorformulierte <b>Schweigepflichtsentbindung </b>unterzeichnet werden soll. Grundsätzlich kann der behandelnde Arzt zwar gegenüber der Versicherung von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden, damit diese die Diagnose aus dem Schadensfall einsehen kann. Jedoch verstecken manche Versicherungen in dieser <a href="https://vinqo.de/einwilligung-der-versicherung-fur-schmerzensgeld-unterzeichnen/">vorformulierten Entbindungserklärung,</a> dass darüber hinaus Ihre gesamte <strong>Krankenakte</strong> eingesehen werden darf! Dabei handelt es sich nicht nur um höchst <strong>empfindliche Gesundheitsdaten</strong>, die gegnerische Versicherung hat kein Recht zur Einsicht. Vielmehr wird die Versicherung versuchen, durch Nachforschungen zu unterstellen, dass Sie durch eine <b>Vorerkrankung </b>oder <b>Vorbelastung </b>bereits Schmerzen hatten, die nicht auf den Unfall zurückzuführen sind. Gerade bei Schockschäden oder psychischen Belastungen wird dabei häufig auf eine vorher bereits gestellte psychologische Diagnose verwiesen. Um Ihre persönlichen Daten zu schützen sollten Sie daher nur eine Schweigepflichtsentbindung bezüglich des behandelnden Arztes für den exakten Zeitraum der Verletzung unterzeichnen.</span></p><p> </p><h4><span style="color: #000000;">Gezahltes Schmerzensgeld sofort akzeptieren</span></h4><p><span style="color: #000000;">Gerade in der Auseinandersetzung mit einer Versicherung ist man irgendwann einfach nur noch froh, wenn diese zahlt. Häufig dauert es sogar bei eindeutigen Sachverhalten einige Wochen, bis das Schmerzensgeld auf dem eigenen Konto eingeht. Am gleichen Tag oder kurz zuvor/ kurz später wird auch ein Schreiben der gegnerischen Versicherung eingehen, in der die einzelnen <strong>Schadenspositionen</strong> aufgelistet werden. Dies muss sorgfältig gelesen und überprüft werden! Häufig errechnet der Sachbearbeiter nämlich <strong>pauschal</strong> nach Richtwerten der Versicherung, was für eine Verletzung gezahlt wird. Im Einzelfall kann aber Ihr Anspruch durchaus <b>höher </b>ausfallen. Jeder Schadensfall ist anders und jede Verletzung verläuft anders und zieht eventuell andere Komplikationen nach sich. Schmerzensgelderhöhend wirken sich individuelle Umstände wie </span></p><ul><li><span style="color: #000000;">die <b>Heilungsdauer</b>, </span></li><li><span style="color: #000000;">die Schmerzmitteleinnahme, </span></li><li><span style="color: #000000;">die stationären oder ambulanten Behandlungstage, oder auch das </span></li><li><span style="color: #000000;"><b>Alter </b>der verletzten Person aus. </span></li></ul><p><span style="color: #000000;">Darum sollte die gezahlte Summe nicht sofort akzeptiert werden, sondern gründlich überprüft werden, ob nicht ein höheres Schmerzensgeld zu zahlen ist</span>.</p><p><i>Wir haben Fälle gehabt, in denen die Versicherung </i><strong style="font-style: italic;">ein Zehntel</strong><i> des angemessenen Schmerzensgeldes gezahlt hat, bevor wir den Fall übernommen haben.</i><i></i></p>								</div>
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									<h4><span style="color: #000000;">Selbst Schmerzensgeld &#8222;berechnen&#8220;</span></h4><p><span style="color: #000000;">Die Berechnung des Schmerzensgeldes in Deutschland ist fast durchgängig durch die Rechtsprechung geprägt:<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__287.html"> § 287 ZPO</a>  legt fest, dass in einem Gerichtsprozess die Höhe des Schadens durch das Gericht <strong>„unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung</strong>“ festgelegt wird. </span></p><p><span style="color: #000000;">Bei einem immateriellen Schaden, wozu auch Schmerzen gehören, ist die Festsetzung der Höhe des Schmerzensgeldes fast immer streitig, gerade weil es hier um viele, individuelle und unterschiedlich zu berücksichtigende Umstände geht. Die Schmerzensgeldtabelle stellt keine Tabelle im engeren Sinne dar, die einer Verletzung ein konkretes Schmerzensgeld zuordnet, sondern ist eine <strong>Sammlung</strong> von <strong>Urteilen</strong> der Gerichte, welche Schmerzensgelder bisher für welche Verletzungen als angemessen angesehen wurden. Gerade bei etwas komplizierteren Sachlachen und Verletzungen wird es dann mehr als <b>kniffelig</b>, die richtigen Urteile zu finden, welche tatsächlich auf den Fall passen. Auch der Zeitpunkt der Urteile spielt eine Rolle: Früher wurden zum Beispiel in vielen Fällen höhere Schmerzensgelder für <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-schleudertrauma/">HWS-Distorsionen</a> gezahlt. Und häufig<strong> übersieht man Fakten</strong>, die den Schmerzensgeldanspruch erhöhen können. Wussten Sie beispielsweise, dass wenn Sie durch einen <a href="https://vinqo.de/verkehrsunfall/">Verkehrsunfall</a> einen <strong>Urlaub verpassen</strong>, Sie hierfür keinen </span><a href="https://vinqo.de/diese-ansprueche-haben-sie-nach-einem-verkehrsunfall/" target="_blank" rel="noopener">Schadensersatz </a><span style="color: #000000;">erhalten, dies aber durchaus schmerzensgelderhöhend wirken kann? </span></p><p><span style="color: #000000;"> Sogar <strong>kleine Abweichungen</strong> führen am Ende zu einem nicht optimalen Ergebnis für Sie. Darum lohnt es sich immer, <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld/"><b>Profis </b></a>mit der Durchsetzung Ihres Schmerzensgeldes zu beauftragen. Wir helfen Ihnen gerne dabei!</span></p><p> </p>								</div>
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		<title>Abfindung für Schmerzensgeld unterzeichnen?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 12:42:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine durch einen Unfall entstandene Verletzung soll durch ein Schmerzensgeld entschädigt werden. Versicherungen versuchen häufig die Angelegenheit schnell zu beenden, indem sie erst ein niedriges Schmerzensgeld zahlen und die Auszahlung eines höheren Schmerzensgeldes von einer Vergleichs- und Abfindungserklärung abhängig zu machen.  ABER ACHTUNG: Solche Vergleiche enthalten häufig keinen immateriellen Vorbehalt. Wir erklären Ihnen, was der immaterielle Vorbehalt ist und wann...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7433" class="elementor elementor-7433" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Eine durch einen Unfall entstandene Verletzung soll durch ein Schmerzensgeld entschädigt werden. Versicherungen versuchen häufig die Angelegenheit schnell zu beenden, indem sie erst ein <strong>niedriges Schmerzensgeld</strong> zahlen und die Auszahlung eines höheren Schmerzensgeldes von einer <strong>Vergleichs- und Abfindungserklärung</strong> abhängig zu machen. </p><p><b>ABER ACHTUNG: Solche Vergleiche enthalten häufig keinen <span style="text-decoration: underline;">immateriellen Vorbehalt</span>. Wir erklären Ihnen, was der immaterielle Vorbehalt ist und wann Sie einen Vergleich oder eine Abfindung keinesfalls unterzeichnen sollten.</b></p>								</div>
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									<h4><span style="color: #000000;">Das Schmerzensgeld für immaterielle Schäden</span></h4><p><span style="color: #000000;">Ein<strong> immaterieller Schaden</strong> ist ein Schaden, der<strong> keine Vermögenseinbuße</strong> darstellt und demnach nicht an einer Sache oder einem Material entstanden ist. </span><span style="color: inherit; font-family: inherit; font-size: 1.5rem; letter-spacing: 0px;"> </span></p><p><span style="color: #000000;">Rechtlich definiert das <strong>Bürgerliche Gesetzbuch</strong> einen immatriellen Schaden in<strong> § 253</strong> folgendermaßen: </span></p><p style="padding-left: 40px;"><span style="color: #000000;"><em>(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.<br />(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden<strong>.</strong></em></span></p><p><span style="color: #000000;"> Eine Verletzung des Körpers, der Freiheit, der Gesundheit etc. wird auch als <strong>ideeller Schaden</strong> bezeichnet. </span><span style="color: #000000;">Immatrielle Schäden können <strong>nur</strong> durch ein <strong>Schmerzensgeld entschädigt</strong> werden und nicht wie bei  z. B. Gegenständen einfach ersetzt oder repariert werden. Nicht nur sichtbare körperliche Verletzungen werden durch ein Schmerzensgeld entschädigt, auch <strong>psychische Folgen</strong> und <strong>Entstellungen </strong>durch Narben etc. sollen mit einem Schmerzensgeld abgegolten werden .</span></p><p><span style="color: #000000;"> </span></p><h4><span style="color: #000000;">Wie berechnet sich das Schmerzensgeld?</span></h4><div><span style="color: #000000;">Wichtige Faktoren für die Höhe des zu zahlenden Schmerzensgeldes sind die <strong>Art </strong>der Verletzung, die <strong>Intensität</strong> und<strong> Dauer</strong> der Verletzung sowie dessen <strong>Folgen</strong>. </span></div><div> </div><div><span style="color: #000000;">Damit ein Schmerzensgeld nicht willkürlich berechnet wird, werden <strong>Schmerzensgeldtabellen</strong> als Grundlage und erste Orientierung für die Berechnung genommen. In Schmerzensgeldtabellen werden Gerichtsurteile aus der Vergangenheit gesammelt, die als Orientierung für die Berechnung des Schmerzensgeldes dienen.</span></div><div> </div>								</div>
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									<p><i>Einen Auszug der Schmerzensgeldtabelle haben wir Ihnen <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeldtabelle/">hier als erste Orientierung</a> zusammengestellt. </i></p>								</div>
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									<div><span style="color: #000000;"> </span></div><p><span style="color: #000000;">In der Regel sind es die <strong>Versicherungen</strong>, die dem Verletzten das Schmerzensgeld auszahlen. Dabei versuchen die Versicherungen <strong>möglichst</strong> <strong>wenig</strong> zu zahlen und kürzen die Beträge teilweise um ein Vielfaches. Betroffene wissen häufig nicht, wie viel Ihnen tatsächlich zusteht und geben sich mit einer geringen Summe zufrieden. Deshalb können Sie uns gerne das Abrechnungsschreiben und Ihren Arztbericht übersenden, um eine <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-online-melden/">kostenfreie Ersteinschätzung zu erhalten.</a></span></p>								</div>
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									<p>Wir haben bereits Fälle übernommen, in dem die gegnerische Versicherung vor unserer Beauftragung gerade einmal <strong style="font-style: italic;">ein Zehntel </strong> des angemessenen Schmerzensgeldes gezahlt hat. Deshalb sollten Sie nicht darauf vertrauen, dass die Haftpflichtversicherung von sich aus ein faires Schmerzensgeld zahlt.</p>								</div>
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									<h3>Immaterieller Vorbehalt / Abfindungserklärung</h3><div>Bei der Entschädigung für die erlittenen Verletzungen ist abhängig von der Schwere der Verletzungen auch an <strong>Spät- und Langzeitfolgen</strong> der Verletzungen zu denken. Das können Taubheit, Bewegungseinschränkungen oder kosmetische Behandlungen für Narben sein. </div><div> </div><div>Diese Spät- und Langzeitfolgen stellen sowohl für Sie als Geschädigter als auch für die Versicherung ein <strong>unkalkulierbares</strong> <strong>Risiko</strong> dar. Deshalb versucht die gegnerische Haftpflichtversicherung bei schwereren Verletzungen dieses Risiko mit einem <strong>Vergleich </strong>/ einer <strong>Abfindungserklärung</strong> zu reduzieren. Eine solche Abfindungserklärung enthält häufig Formulierungen wie: </div><div> </div><div style="padding-left: 40px;"><em>&#8222;Ich/Wir erkläre(n) hiermit, gegen Zahlung eines Betrages von XXX € wegen aller Ersatzansprüche aus diesem Schadenfall gegen den Versicherten XXX und jeden weiteren Mitversicherten für jetzt und alle Zukunft abgefunden zu sein.&#8220;. </em></div><div> </div><div> </div><div><span style="letter-spacing: 0px;">Wenn Sie eine</span><strong style="letter-spacing: 0px;"> Abfindungserklärung</strong><span style="letter-spacing: 0px;"> über die dort festgehaltene Zahlung unterzeichnen, haben Sie in Zukunft </span><strong style="letter-spacing: 0px;">keine weiteren Schmerzensgeldansprüche</strong><span style="letter-spacing: 0px;">. Folgeschäden und Spätfolgen der Verletzung werden dann nicht mehr von der Versicherung entschädigt. Etwas anderes gilt dann, wenn die </span>Abfindungserklärung<span style="letter-spacing: 0px;"> nicht hinreichend konkret ist oder nur eine <strong>Teil-Abfindung</strong> vereinbart worden ist. </span></div><div> </div><div>Wenn sich die Verletzungen bzw. Verletzungsfolgen noch verschlimmern könnten, sollte ein <strong>immaterieller Vorbehalt</strong> in den Vergleich aufgenommen werden. Damit wird sichergestellt, dass die Abfindungserklärung nur den &#8222;status quo&#8220; abdeckt und damit mögliche von <strong>Folgeschäden</strong> außen vor bleiben. Bei kleineren und mittelschweren Verletzungen wird sich die Versicherung jedoch nicht darauf einlassen.</div><div> </div><div> </div><h5>Teil-Abfindung als Alternative?</h5><div>Eine Teil-Abfindung dient der partiellen Abgeltung von Verletzungen bzw. Verletzungsfolgen. Die Abfindungszahlung als Schmerzensgeld wird dabei nur auf einzelne Verletzungen beschränkt. </div><div> </div><div>Das Schmerzensgeld, welches Ihnen gezahlt wird, ist nur ein möglicher <strong>Teil</strong> und ermöglicht <strong>weitere Schmerzensgeldzahlungen</strong> und Ansprüche im Bezug auf die anderen Verletzungen, die nicht von der Teil-Abfindung erfasst sind. Solche Teil-Abfindungen werden zumeist bei schweren, einzelnen Verletzungen geschlossen. Bei geringeren Verletzungen besteht seitens der Versicherung kein Interesse an einer solchen unvollständigen Abgeltung. </div><div> </div><p>Wichtig bei einer Teil-Abfindung ist es, dass die Ansprüche wirksam gegen die <strong>Verjährung</strong> <strong>geschützt</strong> werden und mögliche <strong>Spätfolgen</strong> <strong>definiert</strong> werden. Sind die Spätfolgen wie z. B. Arthose nicht konkret definiert, wird die Versicherung die Folgeschäden womöglich nicht im Zusammenhang der ursprünglichen Verletzung sehen und den Schmerzensgeldanspruch ablehnen. </p><p>Daher sollten in einer Teil-Abfindung konkret die <b>Schmerzensgeldvorbehalte</b> und mögliche Spätfolgen definiert und festgehalten werden, um auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut Anspruch auf eine Entschädigung zu haben.</p><h5> </h5><h5>Die Vorteile einer Abfindungserklärung &#8211; ohne immateriellen Vorbehalt </h5><div>Neben den dargestellten Risiken einer Abfindungserklärung bzw. des immateriellen Vorbehalts kann es jedoch auch Vorteile als Geschädigter geben:</div><div> </div><div>Eine Vergleich / eine Abfindung führt zu einer <strong>schnelle</strong> <strong>Beendigung</strong> des Verfahrens.</div><div> </div><div>Ist beispielsweise streitig, ob eine Narbe zu einer langfristigen Entstellung führt oder in den kommenden Monaten / Jahren verblasst, so können derartige, über viele Monate und Jahre dauernden Auseinandersetzungen mit einer Abfindungserklärung beendet werden.</div><div> </div><div>Dabei wird ein Schmerzensgeld ohne Narben zugrunde gelegt und eine Erhöhung vorgenommen, die eine mögliche Narbenbildung anteilig berücksichtigt. Im Gegenzug macht der Geschädigte kann der Geschädigte kein darüber hinausgehende Schmerzensgeld mehr verlangen, wenn doch noch eine Narbenbildung eintreten sollte. Beide Seiten gehen aufeinander zu und schließen damit einen <strong>Vergleich</strong>. </div><div> </div><div>Eine feste Regel oder Kalkulation ist &#8211; wie insgesamt beim Schmerzensgeld &#8211; nicht möglich sondern erfordert Erfahrung und Verhandlungsgeschick. Die Vergleichs- und Einigungsbereitschaft ist auch stark vom jeweiligen Versicherungskonzern abhängig. </div><div> </div><div>Zusätzlich muss noch einmal betont werden, dass eine solche Abfindungserklärung sorgsam geprüft werden sollte, um Langzeitfolgen nicht frühzeitig auszuschließen. Zumeist empfiehlt sich die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. </div><div> </div><div> </div><div><h5>Weitere Folgen einer Abfindung für Schmerzensgeld ohne Vorbehalt</h5><div>Zusätzlich zu der Abfindung oder des Vergleichs müssen weitere Rechtsfolgen beachtet werden:</div></div><div> </div><div>Soweit Sie <strong>privat krankenversichert</strong> sind, können Ansprüche mit einem Vergleich ohne Vorbehalt nicht mehr auf den Versicherer übergehen. Durch den Vergleich laufen Sie Gefahr, Leistungsansprüche gegenüber dem Versicherer wegen <strong>Obliegenheitsverletzung</strong> (anteilig) zu verlieren, § 86 Abs. 2 VVG. Dies setzt allerdings voraus, dass der Versicherer infolge des Vergleichsschlusses keinen Ersatz von dem Schädiger bzw. der Behandlerseite erlangen kann, der Anspruch gegen den Schädiger also einbringlich gewesen wäre. Deshalb ist es erforderlich, einen Vorbehalt in den Vergleich aufzunehmen.</div><div> </div><div>Weiter müssen die Rechtsfolgen der<strong> §§ 6, 7 Abs. 1 Nr. 2 EntgFG</strong> Berücksichtigung finden, wonach der <strong>Schadenersatzanspruch</strong> des geschädigten Arbeitnehmers gegen den Schädiger insoweit auf den <strong>Arbeitgeber</strong> <strong>übergeht</strong>, als dieser dem Arbeitnehmer Entgelt fortgezahlt und darauf entfallende vom Arbeitgeber zu tragende Sozialversicherungsbeiträge abgeführt hat. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit zu verweigern, wenn der Arbeitnehmer den Übergang eines Schadensersatzanspruchs gegen einen Dritten auf den Arbeitgeber verhindert. Auch insoweit ist deshalb darauf zu achten, dass ein entsprechender Vorbehalt aufzunehmen.</div><div> </div><div>Soweit mit der Abfindung auch ein <strong>Erwerbsausfall</strong> abgegolten werden soll, muss der auf den Arbeitsausfall entfallende Abgeltungsbetrag bei der <strong>Einkommenssteuererklärung</strong> als <strong>steuerbare</strong> <strong>Einkünfte</strong> gem. § 2 EStG angegeben und versteuert werden. Damit etwaige <strong>Steuern</strong> ebenfalls gegen Nachweis erstattet werden, ist ein Vorbehalt aufzunehmen. Zusätzlich sollte im Vergleich der Anteil auf den Erwerbsausfall aufgeführt werden, damit es nicht zu nachteiligen Steuerschätzungen kommt. </div><div> </div>								</div>
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									<p>Sie haben also die <strong>Qual der Wahl</strong>: Entweder eine höheres Schmerzensgeld sofort erhalten oder mögliche Ansprüche in der Zukunft offen halten. Wenn Sie individuelle Beratung und Hilfe zu Ihrem Fall wünschen, können Sie uns gerne kontaktieren &#8211; wir sind für Sie da. </p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/immaterieller-vorbehalt-bei-schmerzensgeld/">Abfindung für Schmerzensgeld unterzeichnen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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