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	<title>Sorgfaltspflicht Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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		<title>Die wichtigsten Urteile zu Hundebissen</title>
		<link>https://vinqo.de/die-wichtigsten-urteile-zu-hundebissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2020 09:59:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die wichtigsten Urteile bei einem Hundebiss. Häufig kommt es bei Hundebissen zum Streit über die Haftung und Mithaftung des Geschädigten. Wir haben Ihnen die wichtigsten Urteile zusammengestellt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/die-wichtigsten-urteile-zu-hundebissen/">Die wichtigsten Urteile zu Hundebissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Es gibt in Deutschland keine Pflicht zur Meldung eines Hundebisses. Daher ist die jährliche Anzahl von Hundebissen nicht genau nachgewiesen- trotzdem beschäftigen Gerichte sich häufig mit Rechtsstreitigkeiten nach einem Hundebiss. Insbesondere die Frage des <b>Mitverschuldens</b> bei einem Hundebiss ist dabei von großer Bedeutung. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Übersicht über bereits im Zusammenhang mit Hundebissen ergangenen Urteilen vor.</p>								</div>
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									<h2>Urteil: Mitverschulden bei Hunderangelei</h2><p><strong>Mitverschulden bei Hundegerangel, BGH, Urteil vom 31. Mai 2016 – VI ZR 465/15 –</strong></p><p>Wenn ein Hundehalter bei einer Hunderangelei seinen eigenen Hund schützen will und daher in den Hundekampf <strong>eingreift</strong>, muss er sich beim Biss des „gegnerischen“ Hundes die <strong>Tiergefahr</strong> seines eigenen Hundes als Mitverschulden gegen sich gelten lassen. Dadurch kann sich der Schadensersatz und das Schmerzensgeld um bis zu <strong>50 %</strong> verringern.</p><p> </p><h2>Urteil: Kein Mitverschulden bei Verschulden</h2><p><strong>Keine Anspruchsminderung bei Hunderangeleien bei Sorgfaltspflichtverletzung des Hundehalters, BGH, Urteil vom 31. Mai 2016 – VI ZR 465/15 –</strong></p><p>Im selbigen Urteil stellte der BGH fest, dass ein Mitverschulden des geschädigten Hundehalters bei einer Hunderangelei nicht angenommen wird, wenn der Halter des bissigen Hundes eine <strong>Sorgfaltspflichtverletzung</strong> vorgeworfen werden kann, sodass er neben dem Halter haftet. Dieses ergibt sich laut <strong>BGH</strong> aus <strong>§ 840 Abs. 3 BGB</strong>:</p><p style="padding-left: 40px;"><em>„Ist neben demjenigen, welcher nach den §§ 833 bis 838 zum Ersatz des Schadens verpflichtet ist, ein Dritter für den Schaden verantwortlich, so ist in ihrem Verhältnis zueinander der Dritte allein verpflichtet.“</em></p><p><em> </em></p><h2>Urteil Mitschuld entlaufender Hund</h2><p><strong>Haftung des Hundehalters bei entlaufendem Hund, Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 16. August 2019 – 7 U 6/19 –</strong></p><p>Wenn ein Hund entlaufen ist und ein Dritter sich dieses Hundes annimmt, um den Halter zu ermitteln, haftet der <strong>Halter</strong> des Hundes <strong>vollumfänglich</strong>, wenn der Hund den Dritten beißt. Es ist grundsätzlich im <strong>Interesse</strong> des Hundehalters, dass ein Dritter den Hund festhält, um beispielsweise die Kontaktdaten am Halsband einzusehen, wenn sich der Hund offensichtlich im Straßenverkehr ohne Aufsicht aufhält. Dem Dritten ist kein Mitverschulden zu Last zu legen.</p><p> </p><h2>Urteil Mitschuld Warnschild</h2><p><b>Haftung des Grundstückeigentümers/ Hundehalters bei Biss trotz Warnschild an Grundstücksgrenze, OLG Stuttgart, Beschluss vom 24. Juni 2010 – 1 U 38/10 –</b></p><p>Der Inhaber eines Grundstücks haftet nicht nur nach der Gefährdungshaftung aus <b>§ 833 BGB</b>, wenn sein Hund einen Besucher des Grundstückes beißt, sondern auch nach <b>§ 823 Abs 1 BGB</b>. Dies gilt auch dann, wenn an der Grundstücksgrenze ein „Vorsicht- Hund“ <b>Warnschild </b>angebracht ist, wenn die Klingel nicht an der <b>Grundstücksgrenze </b>sondern am <b>Haus </b>angebracht ist und der Dritte ein berechtigtes <b>Interesse </b>an der Kontaktaufnahme mit dem Grundstücksinhaber besitzt. Ein Mitverschulden kann nur angenommen werden, wenn das Schild auf einen aggressiven Hund hinweist, ein allgemeiner Hinweis wie „Hier wache ich“- genügt nicht.</p><p>Hinweis: Besondere Bedeutung hat diese Rechtsprechung insbesondere für <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/als-postbote-von-hund-gebissen/"><strong>Postbote</strong></a> und <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/als-postbote-von-hund-gebissen/"><strong>Paketzusteller</strong></a>, die zum Betreten des Grundstückes gezwungen sind.</p>								</div>
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									<p>Sie sind während der Arbeit von einem Hund gebissen worden? Lesen Sie <a href="https://vinqo.de/waehrend-der-arbeit-vom-hund-gebissen/">hier</a>, wie es jetzt für Sie weiter geht! </p>								</div>
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									<p>Hinsichtlich des Mitverschuldens von <a href="https://vinqo.de/als-kind-von-hund-ins-gesicht-gebissen-die-folgen/" target="_blank" rel="noopener">Kindern </a>bei einem Hundebiss gibt es eine Vielzahl von Urteilen:</p><h2>Urteil Mitschuld Kind und harmloser Hund</h2><p><b>Kein Mitverschulden beim Streicheln eines augenscheinlich zahmen Hundes OLG Hamm, Urteil vom 08. Februar 1990 – 27 U 194/89 –</b></p><p>Einen Neunjährigen, den beim Streicheln ein Hund ins Gesicht beißt, muss sich kein Mitverschulden zurechnen lassen, wenn seiner Einsichtsfähigkeit und den äußeren Umständen nach er mit einem <b>friedlichen Hund </b>rechnen durfte.</p><h2>Urteil: Keine Mitschuld bei Hundebiss, wenn Kind deliktsunfähig</h2><p><b>Deliktunfähigen Kindern kann kein Mitverschulden angerechnet werden, LG Essen, Urteil vom 17. März 2005 – 12 O 307/03 –</b></p><p>Ein <b>anderthalbjähriges </b>Kind, welches von einem Hund gebissen wird, kann durch die mangelnde <a href="https://vinqo.de/hundebiss-schmerzensgeld/schmerzensgeld-hundebiss-kind/"><b>Deliktsfähigkeit </b></a>auch kein Verschulden gegen sich selber zu Last gelegt werden. Der Hundehalter haftet in diesen Fällen vollumfänglich, selbst wenn das Kind beispielsweise den Hund ärgert.</p><p><em>Kinder sind erst ab der <b>Vollendung </b>des <b>siebten Lebensjahres</b> (eingeschränkt) deliktsfähig. (§ 828 BGB)</em></p><h2>Urteil Mitschuld der Eltern an Hundebiss</h2><p><b>Anrechnung des Mitverschuldens des Eltern OLG Nürnberg, Urteil vom 11. April 1986 – 1 U 4172/85 –</b></p><p>Grundsätzlich können Eltern gegenüber ihrem eigenen Kind auch haften, wenn sie <b>sorgfaltswidrig </b>das Kind nicht schützen und das Kind von einem Hund gebissen wird.</p><p>Dieses Mitverschulden der Eltern wird aber nicht hinsichtlich des Schmerzensgeldes gegen den Hundehalter angerechnet. Dadurch haftet der <b>Hundehalter </b>dem Kind alleine und vollständig hinsichtlich des Schmerzensgeldes. Nur bei einem schweren Verschulden kann der Hundehalter u.U. die Eltern wegen einer Aufsichtspflichtverletzung in den Regress nehmen.</p>								</div>
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									<p><strong>Lesen Sie jetzt: </strong><a href="https://vinqo.de/hundebiss-die-5-wichtigsten-schritte-nach-einem-hundebiss/"><strong>Die 5 wichtigsten Schritte nach einem Hundebiss.</strong></a></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/die-wichtigsten-urteile-zu-hundebissen/">Die wichtigsten Urteile zu Hundebissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</title>
		<link>https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2020 13:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>7 wichtige Urteile, die jeder Fahrradfahrer nach einem Fahrradunfall kennen sollte. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/">7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Bei Fahrradunfällen besteht häufig Streit über die Schuldfrage &#8211; aber auch rechtliche Fragen müssen nach einem Fahrradunfall häufig durch einen Richter beantwortet werden. Wir stellen Ihnen deshalb die <strong>7 wichtigsten Urteile </strong>für Fahrradfahrer vor:</p>								</div>
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									<h2><span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif;">Urteil Fahrradfahrer und Fußgänger</span></h2><p><strong style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; font-size: 1rem;">Rücksichtnahmepflicht von Radfahrern gegenüber Fußgängern auf gemeinsamen Rad- und Fußwegen BGH, Urteil vom 04. November 2008 – VI ZR 171/07 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer näherte sich einer Gruppe, die sich auf einem Fußgängerweg neben einem abgetrennten Fahrradweg aufhielten. Er klingelte, um auf sich aufmerksam zu machen. Als er sich der Gruppe näherte, setzte eine <strong>Fußgängerin</strong> gerade einen Schritt nach hinten auf den Radweg an. Der Fahrradfahrer vollzog eine <strong>Vollbremsung</strong> und <strong>stürzte</strong> dabei schwer. Nun verlangte er Schadensersatz.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Nur weil der <strong>Fahrradweg von dem Fußweg farblich getrennt</strong> war, bedeutet dies nicht, dass der Fahrradfahrer weniger Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen hat. Gerade wenn Fußgängerweg und Radweg so nah aneinander liegen, dass „<b>abstrakt gefährliche</b>“ Begegnungen nicht ausgeschlossen werden können, muss der Fahrradfahrer den Ansprüchen des <strong>§ 1 Abs. 2 StVO</strong> genügen. <em>(„Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“)</em></p><p><em> </em></p><h2>Urteil Fahrradunfall ohne Helm</h2><p><strong>Mitverschulden des Fahrradfahrers, wenn er keinen Helm getragen hat, OLG Celle, Urteil vom 12. Februar 2014 – 14 U 113/13 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Zwei Fahrradfahrer stießen aufeinander und stürzten. <strong>Der Kläger trug keinen Helm.</strong> Ein Gutachten ergab, dass seine massiven Hirnverletzungen durch einen Helm hätten erheblich gemindert werden könnten.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Solange es <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-ohne-helm-bekomme-ich-trotzdem-schmerzensgeld/">keine Helmpflicht</a> in Deutschland gibt, erwächst aus dem Nichttragen eines Helmes<b> kein Mitverschulden</b> nach<strong> § 254 Abs. 1 BGB</strong>. Etwas anderes gilt nur, wenn der Fahrradfahrer aus „persönlichen“ Gründen zu einem Helm verpflichtet wäre, beispielsweise weil er als Rennfahrer extreme Geschwindigkeiten erreicht oder weil er so unsicher fährt, dass ein Helm als zwingend notwendig anzusehen ist. </p>								</div>
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									<p><a style="background-color: #ffffff; font-size: 15px; letter-spacing: 0px;" href="https://vinqo.de/erfahrungsbericht-fahrradunfall-und-die-folgen-aus-expertensicht/" target="_blank" rel="noopener"><b>Hier</b></a> <b>erfahren Sie mehr über die größten Probleme nach einem Fahrradunfall aus Expertensicht!</b></p>								</div>
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									<h2>Urteil Fahrradfahrer überholt Fahrradfahrer</h2><p><strong>Pflichten des Fahrradfahrers beim Überholen eines anderen Fahrradfahrers, OLG Karlsruhe, Beschluss vom 30. Mai 2016 – 9 U 115/15 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Eine Frau fuhr mit ihrem Fahrrad auf einem zwei Meter breiten Kieselsteinweg beinahe mittig. Ein überholender Fahrradfahrer <strong>streifte</strong> sie an der Schulter, woraufhin sie <strong>stürzte</strong>. Der Streifer gab an, die Fahrradfahrerin hätte sich nicht an das <strong>Rechtsfahrgebot</strong> gehalten.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Beschlussinhalt</span>: <strong>Beim Überholen muss immer mit einer Schwankung des langsamen Fahrrades gerechnet werden.</strong> Wenn ein Überholen mit ausreichendem <strong>Sicherheitsabstand</strong> nicht möglich ist, muss auf den Überholvorgang verzichtet werden, oder durch Austausch mit dem langsamen Fahrradfahrer dieser angekündigt und genehmigt werden. Ein Rechtsfahrgebot existiert zwar auch auf Fahrradstreifen, jedoch bleibt die auch gewahrt, wenn der Fahrer 80 cm vom rechten Rand entfernt fährt.</p><h2>Urteil zu Fahrradunfall mit Autotüren</h2><p><strong> Mitverschulden bei Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen, Öffnung der Autotür. Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 28. Oktober 2008 – 5 U 596/06 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer fuhr an einer Reihe parkender Wagen mit <strong>80-90 cm Abstand</strong>. Ein Autoinsasse öffnete überraschend die Tür, über die dann der Fahrradfahrer „flog“. Der Autofahrer warf dem Fahrradfahrer vor, dieser habe zu wenig <strong>Sicherheitsabstand</strong> gelassen.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Zwar liegt in dem zu geringen Sicherheitsabstand eine Sorgfaltspflichtverletzung vor. Jedoch ist das unumsichtige Aufreißen der Autotür so ein schwerwiegender <b>Verstoß </b>gegen die <b>Sorgfaltspflicht</b>, dass der zu geringe Sicherheitsabstand nicht mehr als Mitverschulden nach <strong>§ 254 BGB</strong> zu werten ist, da der Unfall weit überwiegend durch den Autoinsassen ausgelöst wurde.</p><h2>Urteil zur Fahrradunfall auf Seitenstreifen</h2><p><strong>Vorfahrtsregeln bei dem Benutzen von Seitenstreifen OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2018 – I-7 U 2/18 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer fuhr auf dem <strong>Seitenstreifen</strong> einer Vorfahrtsstrafe mit erhöhter Geschwindigkeit und dem Kopf nach unten gesenkt. Von der rechten Seite kam ein anderer Fahrradfahrer auf den Vorfahrtsstreifen, auf dem beide kollidierten. Der zweite Radfahrer erlitt erhebliche Verletzungen und verlangte hierfür Schmerzensgeld. Der Seitenstreifenfahrer hingegen gab an, dass der verletzte Radfahrer das <b>Vorfahrtsrecht </b>missachtet habe, und deshalb ein erhebliches Mitverschulden trägt. Nach Ansicht des verletzten Fahrradfahrers unterlag der Seitenstreifen nicht dem Vorfahrtsrecht.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Beschlussinhalt</span>: Auch die Seitenstreifen sind<b> Teil der Fahrbahn</b> und unterliegen dem <strong>allgemeinen Vorfahrtsrecht</strong>. Insbesondere sind Fahrradfahrer dazu <strong>verpflichtet</strong>, den Seitenstreifen zu nutzen, wenn sie dadurch keine Fußgänger gefährden. Nur dadurch, dass der verletzte Fahrradfahrer kurz vor dem Zusammenstoß abgestiegen war, wurde er nicht zum Fußgänger. Das zeitweise Absteigen vom Fahrrad gehört zum normalen Gebrauch des Fahrrades dazu.</p>								</div>
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									<p><b>Gutachten oder Kostenvoranschlag nach Fahrradunfall? <a href="https://vinqo.de/schadensersatz-nach-fahrradunfall-berechnen-gutachten-und-kostenvoranschlag/">Hier</a> erfahren Sie, was für Sie sinnvoll ist!</b></p>								</div>
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									<h2>Urteil zu Unfällen beim Abbiegen</h2>
<p><strong>Abbiegeunfall auf Fahrradstreifen, OLG Frankfurt, Beschluss vom 01. Dezember 2014 – 13 U 122/13</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer mit Eis in der Hand <strong>bog</strong> ohne weitere Rücksicht <strong>nach links ab</strong>. Ein von hinten kommende Fahrradfahrer wollte ihn gerade in diesem Moment <strong>überholen</strong>. Der „Eisfahrer“ kollidierte mit dem Überholer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Wer ohne Rücksicht auf den hinteren Verkehr, und ohne eine Richtungsänderung zu indizieren, nach links abbiegt, verstößt dermaßen gegen seine verkehrlichen <b>Sorgfaltspflichten</b>, dass er die <strong>alleinige Schuld</strong> an dem Unfall trägt. Auch das <strong>einhändige Fahren</strong> stellt einen Verstoß gegen die Gebote der stetigen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr dar.</p>
<h2>Urteil zu Nutzungsausfall bei Fahrrädern</h2>
<p><strong>Nutzungsausfall bei Fahrrädern, LG Lübeck, Urteil vom 08. Juli 2011 – 1 S 16/11 –</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer begehrte nach einem Unfall <strong>Nutzungsausfall</strong> wie bei einem Kfz.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Genau wie ein Auto stellt ein Fahrrad für manche ein <strong>zentrales Gut</strong> der wirtschaftlichen Betätigung dar. In solchen Fällen kann unter den gleichen Voraussetzungen, wie die Rechtsprechung sie für Kfz schon konkretisiert hat, auch ein <a href="https://vinqo.de/nutzungsausfall-bei-fahrraedern-und-e-bikes/">Nutzungsausfall</a> geltend gemacht werden.&nbsp;</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/">7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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		<title>Urteil: Eltern haften für Kinder bei Fahrradunfall?</title>
		<link>https://vinqo.de/urteil-haftung-der-eltern-bei-vom-kind-verursachtem-fahrradunfall/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 10:41:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrradunfall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Satz, der allen bekannt ist: Eltern haften für Ihre Kinder. Daher ist die Haftungsfrage in den meisten Fällen unstreitig, wenn das Kind für einen Schaden verantwortlich ist. Entweder greift die Versicherung des Kindes oder die der Eltern. In Folgendem Fall, bei dem ein Kind für einen Fahrradunfall verantwortlich war, wurde die Haftungsfrage und Aufsichtspflicht gerichtlich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/urteil-haftung-der-eltern-bei-vom-kind-verursachtem-fahrradunfall/">Urteil: Eltern haften für Kinder bei Fahrradunfall?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="7687" class="elementor elementor-7687" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Ein Satz, der allen bekannt ist:<b> </b><i><b>Eltern haften für Ihre Kinder</b>. </i>Daher ist die Haftungsfrage in den meisten Fällen unstreitig, wenn das Kind für einen Schaden verantwortlich ist. Entweder greift die Versicherung des Kindes oder die der Eltern. In Folgendem Fall, bei dem ein Kind für einen Fahrradunfall verantwortlich war, wurde die Haftungsfrage und Aufsichtspflicht gerichtlich beurteilt.</p>								</div>
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									<h4><span style="color: #000000;">Leitsätze: </span></h4><ul><li class="leitsatz"><span style="color: #000000;">Grundsätzlich kann und darf aus der Kenntnis der<strong> örtlichen Verhältnisse</strong> eine <strong>gesteigerte Sorgfaltspflicht</strong> abgeleitet werden (vgl. BGH BeckRS 2014, 17299 Rn. 7). Voraussetzung dafür ist allerdings, dass dem Betroffenen die sich aus den örtlichen Verhältnissen ergebende Gefahr <strong>bekannt</strong> und <strong>bewusst</strong> ist, was positiv festgestellt werden muss.  </span></li><li class="leitsatz"><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Ihrer in Bezug auf ihre </span><b style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Kinder </b><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">bestehenden </span><b style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Aufsichtspflicht </b><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">genügen Eltern im Straßenverkehr dann, wenn die Aufsicht, dem </span><strong style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Alter</strong><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;"> und </span><strong style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Leistungsvermögen</strong><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;"> des Kindes </span><strong style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">angepasst</strong><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">, gewährleistet, dass aufgrund des unberechenbaren und einem Erwachsenen noch nicht vergleichbaren, also kindestypischen Verhaltens entstehende Gefahren für den Straßenverkehr im Rahmen des Zumutbaren verhütet werden (vgl. BGH BeckRS 9998, 75307). Damit ist es nicht vereinbar, zunächst selbst eine nicht notwendige Gefahrenlage zu schaffen und ein erst sechsjähriges Kind ohne jegliche Unterweisung der </span><strong style="letter-spacing: 0px; color: #000000;">Eigenverantwortung</strong><span style="letter-spacing: 0px; color: #000000;"> zu überlassen.</span></li><li class="leitsatz"><span style="color: #000000; letter-spacing: 0px;">Bei der Annahme eines Mitverschuldens des Verletzten dürfen nur solche </span><strong style="color: #000000; letter-spacing: 0px;">Umstände</strong><span style="color: #000000; letter-spacing: 0px;"> erfasst werden, die sich erwiesenermaßen auf den Unfall </span><strong style="color: #000000; letter-spacing: 0px;">ausgewirkt</strong><span style="color: #000000; letter-spacing: 0px;">, also als Gefahrenmoment in dem Unfall tatsächlich niedergeschlagen haben; diese Umstände müssen feststehen, also unstreitig, zugestanden oder nach § 286 ZPO </span><strong style="color: #000000; letter-spacing: 0px;">bewiesen</strong><span style="color: #000000; letter-spacing: 0px;"> sein (vgl. BGH BeckRS 2013, 19779).  </span></li></ul><div class="leitsatz"><span style="color: #000000;"> </span></div><h4><span style="color: #000000;">Sachverhalt:</span></h4><div class="leitsatz"><span style="color: #000000;">Zugrunde liegt ein <b>Sturz </b>des Klägers am Sonntag, den 08.07.2012 gegen 17.45 Uhr, auf einem Radweg. Der Kläger war mit seinem Fahrrad unterwegs gewesen, als er wegen der in den Fahrradweg einfahrenden Tochter des Beklagten eine <b>Notbremsung </b>machen musste. Der Kläger macht erhebliche Verletzungen und Dauerschäden geltend, der Beklagte bestreitet eine Aufsichtspflichtverletzung für seine damals sechsjährige Tochter. Hinsichtlich des Parteivortrags und der tatsächlichen Feststellungen erster Instanz wird auf das angefochtene Urteil vom 25.08.2014 (Bl. 69/74 d. A.) Bezug genommen (§ 540 I 1 Nr. 1 ZPO).</span></div><div class="leitsatz"><span style="color: #000000;"> </span></div><div><span style="color: #000000;">Das Landgericht Traunstein hat nach Beweisaufnahme die Klage vollständig abgewiesen (EU 1 = Bl. 69 d. A.), weil der Beklagte sich vom Vorwurf einer Aufsichtspflichtverletzung habe entlasten können (EU 4 = Bl. 72 d. A.).</span></div><div><span style="color: #000000;"> </span></div>								</div>
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									<p><span style="font-weight: bold;">TIPP</span>: Lesen Sie<a href="https://vinqo.de/wann-habe-ich-an-einem-fahrradunfall-eine-teilschuld/" target="_blank" rel="noopener"> hier</a>, wann Sie an einem Fahrradunfall Teilschuld tragen.</p>								</div>
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									<div class="rdblock"><h4>Beweiserhebung</h4><div class="absatz gruende">Die Beweiserhebung des Erstgerichts ist zu beanstanden, weil einerseits angebotene und im Übrigen von Amts wegen einzuholende Beweismittel <strong>ohne Rechtfertigung</strong> und aufgrund unzutreffender Rechtsauffassungen nicht verfolgt worden, andererseits die Sachverhaltsfeststellungen <strong>lückenhaft</strong> und <strong>unklar</strong> geblieben sind. Insbesondere wäre als entscheidungserheblich zu prüfen und zu klären gewesen,</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><ol><li class="absatz gruende">welche <strong>Sichtverhältnisse</strong> der Beklagte im Zeitpunkt seines eigenen Einfahrens in den Radweg vorgefunden, sowie mit welchem zeitlichen Abstand und in welcher Entfernung er den Kläger erstmals wahrgenommen hatte, oder hätte wahrnehmen können,</li><li class="absatz gruende"><span style="letter-spacing: 0px;">ob, gegebenenfalls welche </span><strong style="letter-spacing: 0px;">Anweisungen</strong><span style="letter-spacing: 0px;"> der Beklagte seiner Tochter im Streitfall für das Einfahren von der Böschung in den Radweg erteilt hat,</span></li><li class="absatz gruende"><span style="letter-spacing: 0px;">ob der Beklagte unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls die Möglichkeit unmittelbaren </span><strong style="letter-spacing: 0px;">Zugriffs</strong><span style="letter-spacing: 0px;"> auf seine Tochter </span><strong style="letter-spacing: 0px;">aufgeben</strong><span style="letter-spacing: 0px;"> durfte, sowie welche Einflussmöglichkeiten für welche Zeitdauer noch verblieben waren,</span></li><li class="absatz gruende"><span style="letter-spacing: 0px;">zu welchem Zeitpunkt vor dem Unfall und in welcher Entfernung vor der Unfallstelle eine </span><strong style="letter-spacing: 0px;">Reaktionsaufforderung</strong><span style="letter-spacing: 0px;"> für den Kläger bestand, und er damit rechnen musste, dass ein Kind in seinen Verkehrsraum einfährt.</span></li></ol></div><div> </div><div><h4>Falsches Ersturteil</h4></div><div><div class="rdblock"><div class="absatz gruende">Zutreffend geht das Ersturteil von einer <strong>grundsätzlichen Haftung</strong> des Beklagten für <strong>Schäden</strong> des bei einem Fahrradunfall an seinem Körper, seiner Gesundheit und seinem Vermögen geschädigten Klägers aus (§ 832 I 1 BGB). Deswegen genügt der Kläger zunächst seiner Darlegungs- und Beweislast mit der &#8211; hier unstreitigen &#8211; <strong>Behauptung</strong>, er sei durch ein Verhalten der Tochter des Beklagten zu <strong>Sturz</strong> gekommen und verletzt worden.</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende">Dagegen obliegt dem Beklagten jeweils<strong> Darlegung und Nachweis</strong>, dass die Ersatzpflicht mangels ursächlichen Verschuldens ausgeschlossen sei, oder der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden wäre (§ 832 I 2 BGB). Gleiches gilt für die Behauptung, der Unfall sei jedenfalls ganz überwiegend vom <strong>Kläger</strong> <strong>verursacht</strong> oder mitverschuldet worden (§ 254 I BGB). Da diese Entlastung vom Kläger bestritten ist, ist eine Beweiserhebung zwingend geboten.</div></div><div class="rdblock"><div> </div><div class="absatz gruende">Die Aufsichtspflicht der Eltern für sechsjährige Kinder im Straßenverkehr beschränkt sich keineswegs auf die vom Erstgericht ausgewählten Gesichtspunkte.</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende"> </div></div></div>								</div>
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									<p><b>LESETIPP</b>: Wie Sie sich nach einem Fahrradunfall <strong>richtig verhalten</strong>, haben wir für Sie in <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-was-sie-nach-einem-fahrradunfall-tun-muessen/" target="_blank" rel="noopener">diesem </a>Beitrag zusammengefasst.</p>								</div>
				</div>
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									<div><div class="rdblock"><div class="absatz gruende">Nach allgemeiner Auffassung (etwa BGH NJW 1968, 249; NJW-RR 1987, 1430) hat die <strong>Aufsicht</strong>, dem <strong>Alter</strong> und <strong>Leistungsvermögen</strong> des <strong>Kindes</strong> angepasst, zu gewährleisten, dass aufgrund des unberechenbaren und einem Erwachsenen noch nicht vergleichbaren, also <strong>kindestypischen</strong> <strong>Verhaltens</strong> entstehende Gefahren für (im Streitfall) den Straßenverkehr im Rahmen des Zumutbaren <strong>verhütet</strong> werden. Damit ist jedenfalls nicht vereinbar, zunächst selbst eine nicht notwendige Gefahrenlage zu schaffen und ein erst sechsjähriges Kind ohne jegliche vorherige Unterweisung der Eigenverantwortung zu überlassen.</div></div><div class="rdblock"><div> </div><div class="absatz gruende">Sollte eine Aufsichtspflichtverletzung des Beklagten festgestellt werden und sich somit eine (zunächst unbeschränkte) Haftung aus § 832 I BGB ergeben, könnte ein <strong>Mitverschulden</strong> des Klägers bedeutsam werden. Dabei dürfen nur solche Umstände erfasst werden, die sich erwiesenermaßen auf den Unfall ausgewirkt, also als <strong>Gefahrenmoment</strong> in dem Unfall tatsächlich <strong>niedergeschlagen</strong> haben. Diese Umstände müssen feststehen, also unstreitig, zugestanden oder nach § ZPO § 286 I 1 ZPO bewiesen sein (BGH NJW 1995, 1029; NZV 2007, 190; NJW 2014, 217; Senat, Urt. v. 12.06.2015 &#8211; 10 U 3981/14 [juris, Rn. 49, m. w. N.]), und erfordern eine umfassenden Würdigung aller Umstände des Einzelfalls nach genauer Klärung des Unfallhergangs (Senat, Urt. v. 12.06.2015 &#8211; 10 U 3981/14 [juris, Rn. 49, m. w. N.]; Urt. v. 31.07.2015 &#8211; 10 U 4377/14 [juris, Rn. 55, m. w. N.]). Hierzu wird das Erstgericht tragfähige Feststellungen erst noch zu treffen haben.</div></div><div class="rdblock"><div> </div><div class="absatz gruende">Zuletzt ist nach ständiger Rechtsprechung des BGH eine vollständige Überbürdung des Schadens auf einen der Beteiligten unter dem Gesichtspunkt des Mitverschuldens nur ausnahmsweise in Betracht zu ziehen (BGH DAR 2015, 455).</div></div></div><div> </div><div><h4>Das Ergebnis </h4><div><div class="rdblock"><div class="absatz gruende">Weder eine grundsätzliche Bedeutung der Sache noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordern eine Entscheidung des Revisionsgerichts. Die <span style="font-weight: bold;">Entscheidung weicht nicht von </span>der höchst- oder obergerichtlichen <span style="font-weight: bold;">Rechtsprechung ab </span>und betrifft einen Einzelfall, der grundlegende Rechtsfragen nicht aufwirft.</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende">Der Streitwert errechnet sich aus den summierten Beträgen der einzelnen Forderungen, entsprechend den Berufungsanträgen des Klägers, wobei der Senat das Feststellungsinteresse unter Berücksichtigung der im Berufungsverfahren befürchteten Dauerschäden geschätzt hat:</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende">&#8211; Mindestbetrag des weiteren Schmerzensgeldes: 6.000,- €</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende">&#8211; Erwerbsschaden: 6.128,25 €</div></div><div class="rdblock"><div class="rd"> </div><div class="absatz gruende">&#8211; geschätztes Feststellungsinteresse: 5.000,- </div></div></div></div>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/urteil-haftung-der-eltern-bei-vom-kind-verursachtem-fahrradunfall/">Urteil: Eltern haften für Kinder bei Fahrradunfall?</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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