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	<title>Nutzungsausfall Fahrrad Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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	<description>Die neue Generation der Rechtsberatung</description>
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		<title>Ansprüche nach Fahrradunfall &#8211; das steht Ihnen zu!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fahrradfahrer gehören zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern. Jedes Jahr verunglücken ca. 90.000 Fahrradfahrer in Deutschland. Wenn Sie Opfer eines Fahrradunfalls geworden sind, stellt sich für Sie die Frage, welche Ansprüche Sie nach einem Fahrradunfall besitzen. Daher möchten wir Ihnen diese im Folgenden alphabetisch geordnet erläutern. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/ansprueche-nach-fahrradunfall-das-steht-ihnen-zu/">Ansprüche nach Fahrradunfall &#8211; das steht Ihnen zu!</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vgblk-rw-wrapper limit-wrapper">Fahrradfahrer gehören zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern. Jedes Jahr <strong>verunglücken</strong> ca. <strong>90.000</strong> Fahrradfahrer in Deutschland. Wenn Sie Opfer eines Fahrradunfalls geworden sind, stellt sich für Sie die Frage, welche <strong>Ansprüche</strong> Sie nach einem Fahrradunfall haben. Daher möchten wir Ihnen diese im Folgenden alphabetisch geordnet erläutern.</p>
<h2>Fahrtkosten</h2>
<p>Nach einem Fahrradunfall erhöhen sich häufig die <strong>Fahrtkosten</strong>. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für die <strong>Bahn</strong> oder für einen <strong>PKW</strong>, da man sein eigenes Fahrrad nicht mehr nutzen kann. Zusätzlich müssen gerade nach Verletzungen auch vermehrt Termine wie <strong>Arztbesuche</strong> oder <strong>Krankengymnastikbesuche</strong> wahrgenommen werden. Auch hierfür steht Ihnen ein Ersatz zu, wenn diese Kosten kausal auf dem Fahrradunfall beruhen. Die Kosten sind kausal, wenn Sie ohne den Fahrradunfall nicht entstanden wären. Neben Bustickets oder Taxikosten stehen Ihnen für die Nutzung Ihres PKWs 0,25 € pro Kilometer zu.</p>
<h2>Gutachterkosten</h2>
<p>In manchen Fällen muss vor der <a href="https://vinqo.de/wirtschaftlicher-totalschaden-nach-fahrradunfall/">Reparatur</a> eines Fahrrades zunächst ein Gutachten bezüglich der Reparaturkosten eingeholt werden. Hierfür müssen Sie einen <strong>Sachverständigen aufsuchen</strong>, der sich mit dieser Materie besonders gut auskennt. Sie sind nicht verpflichtet, einen Sachverständigen zu wählen, den Ihnen beispielsweise die gegnerische Versicherung empfohlen hat. In welchen Fällen ein <strong>Kostenvoranschlag</strong> durch eine <strong>Werkstatt</strong> genügt, und in welchen Fällen ein Gutachter beauftragt werden sollten, können Sie <a href="https://vinqo.de/schadensersatz-nach-fahrradunfall-berechnen-gutachten-und-kostenvoranschlag/">hier </a>nachlesen.</p>
<h2>Haushaltsführungsschaden</h2>
<p>Nach einem Fahrradunfall, bei dem Sie schwerer verletzt worden sind, können Sie unter Umständen aufgrund der Verletzungen Ihren <strong>Haushalt</strong> nicht wie gewohnt <strong>führen</strong>. Sie müssen dann entweder Freunde und Familie um <strong>Hilfe</strong> bitten, oder eine Haushaltskraft bestellen. Gemäß <strong>§ 843 Abs. 1 BGB</strong> können die Kosten für die eingestellte Hauskraft, oder eine „<strong>fiktive</strong>“ <strong>Haushaltsführung</strong> als <a href="https://vinqo.de/so-berechnen-sie-ihren-haushaltsfuehrungsschaden-richtig/">Schadensersatzanspruch </a>von dem Unfallverursacher oder seiner Versicherung geltend gemacht werden.</p>
<h2>Heilbehandlungskosten</h2>
<p>Grundsätzlich werden die Heilbehandlungskosten (Zuzahlung für Medikamente, Physiotherapie etc.) durch Ihre <strong>Krankenversicherung</strong> beglichen. Es können aber Ansprüche auf Leistungen bestehen, die die Versicherung nicht im Leistungskatalog aufführt. Eine Behandlung durch einen <strong>Heilpraktiker</strong> muss beispielsweise finanziell dann von der Gegenseite übernommen werden, wenn dieser Heilpraktiker staatlich anerkannt ist und eine Chance auf Linderung oder <strong>Heilung</strong> besteht. (<strong>LG München, Az: 5 O 1837/09</strong>)</p>
<h2>Kostenpauschale</h2>
<p>Grundsätzlich können Sie eine <strong>pauschale Zahlung</strong> dafür verlangen, dass Sie Ihre Schaden abwickeln mussten. Durch einen Fahrradunfall kann Ihnen ein Mehraufwand entstehen. Je nach Aufwand, die Sie aufbringen mussten, um diesen Schaden zu reparieren, kann eine Kostenpauschale von <strong>15 bis 50 €</strong> gefordert werden. Die ständige Rechtsprechung erkennt 25,00 € an.</p>
<h2>Mietfahrrad</h2>
<p>Wenn Ihr Fahrrad beschädigt wurde, und daher nicht mehr genutzt werden kann, können Sie sich ähnlich wie bei einem Autounfall auch ein Fahrrad für die Zeit mieten, in der Ihr Fahrrad in der <strong>Werkstatt</strong> verweilt oder bis Sie ein neues Fahrrad erworben haben. Dabei müssen Sie aber darauf achten, dass das Fahrrad, dass Sie mieten, und Ihr beschädigtes Fahrrad in der gleichen <strong>Preisklasse</strong> liegen.</p>
<h2>Nutzungsausfall</h2>
<p>Den meisten Unfallopfern ist nicht bewusst, dass sie wie bei einem Autounfall auch auf ein Mietfahrrad verzichten können, und stattdessen einen <a href="https://vinqo.de/nutzungsausfall-bei-fahrraedern-und-e-bikes/">Nutzungsausfall </a>verlangen dürfen. Dieser beträgt <strong>pro</strong> <strong>Tag</strong> zwischen<strong> 6 und 10 €</strong>. Der Nutzungsausfall wird für die Zeit bezahlt, in der das eigene Fahrrad in der Werkstatt ist. Wurde das eigene Fahrrad so weit beschädigt, dass keine Reparatur mehr möglich oder wirtschaftlich ist, wird Ihnen zumindest Nutzungsersatz für 14 Tage gezahlt.</p>
<h2>Persönlicher Sachschaden</h2>
<p>Hierunter versteht man alles, was bei dem Unfall an persönlichen Eigentum neben dem Fahrrad noch beschädigt wurde. Beispielsweise fallen hierunter eine zerstörte <strong>Jeans</strong>, aber auch die Kosten für einen neuen <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-ohne-helm-bekomme-ich-trotzdem-schmerzensgeld/">Fahrradhelm</a>. Auch wenn ein technisches Gadget wie Ihr Smartphone bei dem Unfall zerstört wurde, können Sie hierfür <strong>Ersatz</strong> verlangen. Dabei können Sie entweder einen Anspruch auf Reparatur geltend machen, oder sich die <strong>Reparaturkosten</strong> auszahlen lassen. Sollte es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden handeln, beispielsweise weil das Smartphone bereits ein paar Jahre älter ist, und die Reparaturkosten den Wert des Smartphones übersteigen, können Sie den Zeitwert als Schaden geltend machen.</p>
<h2>Reparaturkosten</h2>
<p>Reparaturkosten und Sachschaden sind eng miteinander verbunden. Wie unter persönlichen Sachschaden dargestellt können Sie entweder die Reparaturkosten ersetzt verlangen oder die Reparatur verlangen. Grundsätzlich gilt zwar die Regel, dass Reparaturkosten nur verlangt werden dürfen, wenn diese den Wert des Gegenstandes nicht überschreiten. Genauso wie bei einem Auto gilt hier aber auch, dass die Reparaturkosten ausnahmsweise <strong>130 % des Zeitwerts</strong> des Gegenstandes<strong> betragen</strong> dürfen. Die wird mit dem Integritätsinteresse des Eigentümers begründet</p>
<h2>Schmerzensgeld</h2>
<p>Unter dem Schmerzensgeld versteht man den Ersatz für immaterielle Schäden, wie zum Beispiel körperliche und psychische Beeinträchtigungen. Gerade aufgrund der hohen Unfallgefahr, und der schwere der Verletzungen, können hier relativ Hohe Zahlung realisiert werden. Das <a href="https://vinqo.de/schmerzensgeld-fuer-prellung-nach-fahrradunfall/">Schmerzensgeld</a> soll dabei eine Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion besitzen. Seine Höhe bemisst sich dabei an der Schwere der Verletzungen.  Weitere Faktoren finden Sie <a href="https://vinqo.de/das-sind-die-wichtigsten-faktoren-fuer-die-hoehe-ihres-schmerzensgeld/">hier</a>.</p>
<h2>Verdienstausfall</h2>
<p>Wenn Sie durch den Unfall so schwer verletzt wurden, dass Sie für einen gewissen Zeitraum keine Arbeit ausüben können, haben Sie einen Anspruch auf Ersatz des Dienstausfalles. In den ersten sechs Wochen zahlt in der Regel der <strong>Arbeitgeber</strong> Ihren Lohn weiter. Nach sechs Wochen erhalten Sie hingegen ein <strong>Krankengeld</strong> durch Ihre <strong>Krankenkasse</strong>, beziehungsweise bei einem Wegeunfall durch die Unfallversicherung Ihres Arbeitgebers.  In diesem Fall haben Sie nach einem Fahrradunfall einen Anspruch auf Zahlung der <strong>Differenz</strong> zwischen dem normalen Lohn, und dem gezahlten Krankengeld.</p>
<p>Sollten Sie Selbstständiger sein, wird die Berechnung des Dienstausfalles und des Gewinnes ein wenig komplizierter. Mehr dazu finden Sie hier: <a href="https://vinqo.de/verdienstausfall-und-entgangener-gewinn-als-selbststaendiger-bei-verletzung/">Entgangener Gewinn als Selbstständiger</a></p>
<h2>Wertverlust</h2>
<p>Wenn Ihr Fahrrad beschädigt und repariert wurde, kann es trotzdem auch nach der Reparatur weniger Wert sein, als vor der Reparatur. Auch hier sind erneut parallelen zu einem Auto nach einem Unfall zu ziehen: Dadurch, dass ein <strong>Unfallwagen</strong> auf dem markt weniger wert ist, als ein unfallfreier Wagen, entsteht ein <strong>merkantiler Minderwert</strong>.</div>
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		<title>7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</title>
		<link>https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2020 13:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>7 wichtige Urteile, die jeder Fahrradfahrer nach einem Fahrradunfall kennen sollte. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/">7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Bei Fahrradunfällen besteht häufig Streit über die Schuldfrage &#8211; aber auch rechtliche Fragen müssen nach einem Fahrradunfall häufig durch einen Richter beantwortet werden. Wir stellen Ihnen deshalb die <strong>7 wichtigsten Urteile </strong>für Fahrradfahrer vor:</p>								</div>
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									<h2><span style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif;">Urteil Fahrradfahrer und Fußgänger</span></h2><p><strong style="font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif; font-size: 1rem;">Rücksichtnahmepflicht von Radfahrern gegenüber Fußgängern auf gemeinsamen Rad- und Fußwegen BGH, Urteil vom 04. November 2008 – VI ZR 171/07 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer näherte sich einer Gruppe, die sich auf einem Fußgängerweg neben einem abgetrennten Fahrradweg aufhielten. Er klingelte, um auf sich aufmerksam zu machen. Als er sich der Gruppe näherte, setzte eine <strong>Fußgängerin</strong> gerade einen Schritt nach hinten auf den Radweg an. Der Fahrradfahrer vollzog eine <strong>Vollbremsung</strong> und <strong>stürzte</strong> dabei schwer. Nun verlangte er Schadensersatz.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Nur weil der <strong>Fahrradweg von dem Fußweg farblich getrennt</strong> war, bedeutet dies nicht, dass der Fahrradfahrer weniger Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen hat. Gerade wenn Fußgängerweg und Radweg so nah aneinander liegen, dass „<b>abstrakt gefährliche</b>“ Begegnungen nicht ausgeschlossen werden können, muss der Fahrradfahrer den Ansprüchen des <strong>§ 1 Abs. 2 StVO</strong> genügen. <em>(„Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“)</em></p><p><em> </em></p><h2>Urteil Fahrradunfall ohne Helm</h2><p><strong>Mitverschulden des Fahrradfahrers, wenn er keinen Helm getragen hat, OLG Celle, Urteil vom 12. Februar 2014 – 14 U 113/13 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Zwei Fahrradfahrer stießen aufeinander und stürzten. <strong>Der Kläger trug keinen Helm.</strong> Ein Gutachten ergab, dass seine massiven Hirnverletzungen durch einen Helm hätten erheblich gemindert werden könnten.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Solange es <a href="https://vinqo.de/fahrradunfall-ohne-helm-bekomme-ich-trotzdem-schmerzensgeld/">keine Helmpflicht</a> in Deutschland gibt, erwächst aus dem Nichttragen eines Helmes<b> kein Mitverschulden</b> nach<strong> § 254 Abs. 1 BGB</strong>. Etwas anderes gilt nur, wenn der Fahrradfahrer aus „persönlichen“ Gründen zu einem Helm verpflichtet wäre, beispielsweise weil er als Rennfahrer extreme Geschwindigkeiten erreicht oder weil er so unsicher fährt, dass ein Helm als zwingend notwendig anzusehen ist. </p>								</div>
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									<p><a style="background-color: #ffffff; font-size: 15px; letter-spacing: 0px;" href="https://vinqo.de/erfahrungsbericht-fahrradunfall-und-die-folgen-aus-expertensicht/" target="_blank" rel="noopener"><b>Hier</b></a> <b>erfahren Sie mehr über die größten Probleme nach einem Fahrradunfall aus Expertensicht!</b></p>								</div>
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									<h2>Urteil Fahrradfahrer überholt Fahrradfahrer</h2><p><strong>Pflichten des Fahrradfahrers beim Überholen eines anderen Fahrradfahrers, OLG Karlsruhe, Beschluss vom 30. Mai 2016 – 9 U 115/15 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Eine Frau fuhr mit ihrem Fahrrad auf einem zwei Meter breiten Kieselsteinweg beinahe mittig. Ein überholender Fahrradfahrer <strong>streifte</strong> sie an der Schulter, woraufhin sie <strong>stürzte</strong>. Der Streifer gab an, die Fahrradfahrerin hätte sich nicht an das <strong>Rechtsfahrgebot</strong> gehalten.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Beschlussinhalt</span>: <strong>Beim Überholen muss immer mit einer Schwankung des langsamen Fahrrades gerechnet werden.</strong> Wenn ein Überholen mit ausreichendem <strong>Sicherheitsabstand</strong> nicht möglich ist, muss auf den Überholvorgang verzichtet werden, oder durch Austausch mit dem langsamen Fahrradfahrer dieser angekündigt und genehmigt werden. Ein Rechtsfahrgebot existiert zwar auch auf Fahrradstreifen, jedoch bleibt die auch gewahrt, wenn der Fahrer 80 cm vom rechten Rand entfernt fährt.</p><h2>Urteil zu Fahrradunfall mit Autotüren</h2><p><strong> Mitverschulden bei Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen, Öffnung der Autotür. Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 28. Oktober 2008 – 5 U 596/06 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer fuhr an einer Reihe parkender Wagen mit <strong>80-90 cm Abstand</strong>. Ein Autoinsasse öffnete überraschend die Tür, über die dann der Fahrradfahrer „flog“. Der Autofahrer warf dem Fahrradfahrer vor, dieser habe zu wenig <strong>Sicherheitsabstand</strong> gelassen.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Zwar liegt in dem zu geringen Sicherheitsabstand eine Sorgfaltspflichtverletzung vor. Jedoch ist das unumsichtige Aufreißen der Autotür so ein schwerwiegender <b>Verstoß </b>gegen die <b>Sorgfaltspflicht</b>, dass der zu geringe Sicherheitsabstand nicht mehr als Mitverschulden nach <strong>§ 254 BGB</strong> zu werten ist, da der Unfall weit überwiegend durch den Autoinsassen ausgelöst wurde.</p><h2>Urteil zur Fahrradunfall auf Seitenstreifen</h2><p><strong>Vorfahrtsregeln bei dem Benutzen von Seitenstreifen OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2018 – I-7 U 2/18 –</strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer fuhr auf dem <strong>Seitenstreifen</strong> einer Vorfahrtsstrafe mit erhöhter Geschwindigkeit und dem Kopf nach unten gesenkt. Von der rechten Seite kam ein anderer Fahrradfahrer auf den Vorfahrtsstreifen, auf dem beide kollidierten. Der zweite Radfahrer erlitt erhebliche Verletzungen und verlangte hierfür Schmerzensgeld. Der Seitenstreifenfahrer hingegen gab an, dass der verletzte Radfahrer das <b>Vorfahrtsrecht </b>missachtet habe, und deshalb ein erhebliches Mitverschulden trägt. Nach Ansicht des verletzten Fahrradfahrers unterlag der Seitenstreifen nicht dem Vorfahrtsrecht.</p><p><span style="text-decoration: underline;">Beschlussinhalt</span>: Auch die Seitenstreifen sind<b> Teil der Fahrbahn</b> und unterliegen dem <strong>allgemeinen Vorfahrtsrecht</strong>. Insbesondere sind Fahrradfahrer dazu <strong>verpflichtet</strong>, den Seitenstreifen zu nutzen, wenn sie dadurch keine Fußgänger gefährden. Nur dadurch, dass der verletzte Fahrradfahrer kurz vor dem Zusammenstoß abgestiegen war, wurde er nicht zum Fußgänger. Das zeitweise Absteigen vom Fahrrad gehört zum normalen Gebrauch des Fahrrades dazu.</p>								</div>
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									<p><b>Gutachten oder Kostenvoranschlag nach Fahrradunfall? <a href="https://vinqo.de/schadensersatz-nach-fahrradunfall-berechnen-gutachten-und-kostenvoranschlag/">Hier</a> erfahren Sie, was für Sie sinnvoll ist!</b></p>								</div>
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									<h2>Urteil zu Unfällen beim Abbiegen</h2>
<p><strong>Abbiegeunfall auf Fahrradstreifen, OLG Frankfurt, Beschluss vom 01. Dezember 2014 – 13 U 122/13</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer mit Eis in der Hand <strong>bog</strong> ohne weitere Rücksicht <strong>nach links ab</strong>. Ein von hinten kommende Fahrradfahrer wollte ihn gerade in diesem Moment <strong>überholen</strong>. Der „Eisfahrer“ kollidierte mit dem Überholer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Wer ohne Rücksicht auf den hinteren Verkehr, und ohne eine Richtungsänderung zu indizieren, nach links abbiegt, verstößt dermaßen gegen seine verkehrlichen <b>Sorgfaltspflichten</b>, dass er die <strong>alleinige Schuld</strong> an dem Unfall trägt. Auch das <strong>einhändige Fahren</strong> stellt einen Verstoß gegen die Gebote der stetigen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr dar.</p>
<h2>Urteil zu Nutzungsausfall bei Fahrrädern</h2>
<p><strong>Nutzungsausfall bei Fahrrädern, LG Lübeck, Urteil vom 08. Juli 2011 – 1 S 16/11 –</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sachverhalt</span>: Ein Fahrradfahrer begehrte nach einem Unfall <strong>Nutzungsausfall</strong> wie bei einem Kfz.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Urteil</span>: Genau wie ein Auto stellt ein Fahrrad für manche ein <strong>zentrales Gut</strong> der wirtschaftlichen Betätigung dar. In solchen Fällen kann unter den gleichen Voraussetzungen, wie die Rechtsprechung sie für Kfz schon konkretisiert hat, auch ein <a href="https://vinqo.de/nutzungsausfall-bei-fahrraedern-und-e-bikes/">Nutzungsausfall</a> geltend gemacht werden.&nbsp;</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/7-wichtige-urteile-nach-fahrradunfall/">7 wichtige Urteile nach Fahrradunfall</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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