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	<title>Datenschutzverletzungen Archive - VINQO Rechtsanwälte</title>
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		<title>5 Datenschutzverletzungen im Alltag inkl. Bußgelder</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 13:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Datenschutz ist aus Sicht von Unternehmen ein lästiges und aufwändiges Thema. Zwar hat seit Einführung der DSGVO das Bewusstsein für Datenschutz durch unzählige Cookie-Banner und Einwilligungen zugenommen, im Arbeitsalltag kommt es trotzdem noch zu unzähligen kleinen und großen Datenschutzverstößen.  Wir zeigen 5 typische Datenschutzverstöße im Alltag &#8211; und was sie für Unternehmen für wirtschaftliche Folgen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/5-datenschutzverletzungen-im-alltag-inkl-bussgelder/">5 Datenschutzverletzungen im Alltag inkl. Bußgelder</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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									<p>Datenschutz ist aus Sicht von Unternehmen ein lästiges und aufwändiges Thema. Zwar hat seit Einführung der DSGVO das Bewusstsein für Datenschutz durch unzählige Cookie-Banner und Einwilligungen zugenommen, im Arbeitsalltag kommt es trotzdem noch zu unzähligen kleinen und großen Datenschutzverstößen. </p><p>Wir zeigen 5 typische Datenschutzverstöße im Alltag &#8211; und was sie für Unternehmen für wirtschaftliche Folgen haben können. </p><h2>1. E-Mail an falschen Empfänger </h2><p>Im hektischen Büroalltag kann es schnell passieren: eine E-Mail wird an den falschen Empfänger versendet, in der E-Mail oder dem Anhang sind personenbezogene Daten von Kunden oder Mitarbeitenden enthalten. </p><p>Man hofft, dass das Missgeschick nicht auffällt. Doch wenn es auffällt, wird es für Unternehmen teuer: </p><ul><li> <strong>3.000,00 € </strong>Bußgeld (das auf 1.800,00 € herabgesetzt wurde) musste ein spanisches Unternehmen zahlen, weil es von knapp 75 Personen betriebsintern die personenbezogenen Daten zur Verifizierung teilte. </li><li><strong>74.000,00 € </strong>Schmerzensgeld (also ca. 1.000,00 € pro Person) könnte als wirtschaftliches Risiko hinzutreten. </li></ul><p>Eine einzige E-Mail hat damit einen Schadenspotential von knapp 80.000,00 € verursacht. </p><p>Aber auch wenn nur eine einzige Person von der falschen E-Mail betroffen ist, kann es für Unternehmen zu hohen Zahlungen kommen: </p><ul><li><strong>50.000,00 €</strong> Bußgeld musste die spanische Vodafone-Gesellschaft wegen zwei Rechnungen, die an eine falsche Person versendet worden ist. Das Callcenter reagierte auf Nachfrage nicht. Das Bußgeld konnte durch freiwillige Zahlungen auf 40.000,00 € reduziert werden.</li><li><strong>2.000,00 €</strong> Bußgeld wurde gegen ein deutsches Inkassounternehmen wegen der unzulässigen Weitergabe von Personendaten per E-Mail festgesetzt. </li></ul><p>Damit zeigt sich: auch bei einem vermeintlich kleinen Verstoß drohen erhebliche Bußgelder und Schadenersatzansprüche </p><h2>2. Newsletter und Werbemails</h2><p>Für Unternehmen ist der enge Kontakt zu bestehenden und potentiellen Neukunden von großer wirtschaftlicher Bedeutung und wird schon aufgrund der kaum entstehenden Kosten gerne und häufig genutzt. </p><p>Dabei übersehen Unternehmen in der Praxis häufig, dass E-Mails mit (vermeintlich) interessanten Produktinhalten schnell als Werbe-Mail klassifiziert werden, für die eine Einwilligung des Kunden notwendig ist. </p><p>Fehlt diese oder wird auf Abmeldeversuche oder Widersprüche nicht oder nicht rechtzeitig reagiert, reagieren Aufsichtsbehörden mit nachdrücklichen Bußgeldern: </p><ul><li><strong>1.24 Mio. € </strong>Bußgeld gegen die AOK Baden-Württemberg wegen der werblichen Nutzung von 500 Personendatensätzen.</li><li><strong>500.000,00 €</strong> Schmerzensgeld als Schadenpotential  der betroffenen Teilnehmer zzgl. Verfahrenskosten.</li><li><strong>75.000,00 €</strong> Bußgeld musste ein Unternehmen wegen unzulässiger Werbemails nebst Tracking zahlen.</li><li><strong>40.000,00 €</strong> Bußgeld musste ein der Landesbeauftragten für Datenschutz von Baden-Württemberg unterstelltes Unternehmen für unzulässiges E-Mail-Marketing zahlen. </li></ul><h2>3. Überwachungskameras</h2><p>Überwachungskameras werden von Privatpersonen wie Unternehmen gleichermaßen gerne eingesetzt. Dabei übersehen insbesondere Privatpersonen häufig: Das Filmen ohne Beschilderung von Privatgeländen bzw. von öffentlichen Bereichen ist dabei regelmäßig datenschutzwidrig und kann zugleich eine Vielzahl an Personen betreffen. </p><p>Deshalb ergehen hierzu Bußgelder mit auffälliger Regelmäßigkeit europaweit: </p><ul><li><strong>3.000,00 €</strong> Bußgeld gegen einen italienischen Einzelhändler, weil dieser Überwachungskameras ohne Einwilligung bzw. Beschilderung installierte. </li><li><strong>3.000,00 €</strong> Bußgeld gegen eine Privatperson wegen zwei Kameras mit Bewegungsmelder, die auch die öffentliche Straße mit filmte. </li><li><strong>2.000,00 €</strong> Bußgeld gegen einen deutschen Gastronom wegen unzulässiger Überwachungskameras im Gastbereich.</li></ul><h2>4. Schlechte IT-Sicherheit</h2><p>Auch wenn im Grunde jedes IT-System erfolgreich angreifbar ist,  müssen Unternehmen und Behörden technisch-organisatorische Maßnahmen ergreifen, die die IT- und damit Datensicherheit wahren.</p><p>Dies hat auch der EuGH noch einmal festgestellt und dabei unterstrichen, dass eine Datenpanne zu der widerlegbaren Vermutung führt, dass die IT-Sicherheit nicht den Anforderungen der DSGVO entsprach. </p><p>Dabei reagieren Datenschutzbehörden mit empfindlichen Bußgeldern bei schlechter Datensicherheit: </p><ul><li><strong>45.000,00 €</strong> Bußgeld gegen eine zyprische Universität wegen unzureichender technisch-organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Personendaten.</li><li><strong>10.000,00 €</strong> Bußgeld musste ein polnisches Unternehmen aufgrund mangelnder IT-Sicherheit nach einem Ransomware Angriff zahlen. </li><li><strong>2.244,00 €</strong> Bußgeld gegen ein rumänisches Unternehmen nach einer Ransomware Attacke wegen mangelnder IT-Sicherheit. Hierbei ist die länderspezifische Kaufkraft zu berücksichtigen.</li></ul><p>Die mangelnde Datensicherheit birgt nach erfolgreichen Hacker- und Ransomware-Angriffen damit ein erhöhtes Bußgeld für betroffene Unternehmen. </p><p>Neben den erhöhten Bußgeldern drohen insbesondere massenhafte Schadenersatzforderungen von Betroffenen. Denn zumeist sind die gesamten Kundendatenbanken nach Ransomware-Attacken verschlüsselt. </p><h2>5. Anfragen ignorieren </h2><p>Anfragen, die per E-Mail oder Telefon bei Unternehmen oder Behörden zum Thema Datenschutz eingehen, werden zumeist initial vom Sekretariat, First-Level-Support oder der regulären Sachbearbeitung bearbeitet, ohne besondere Sensibilisierung für die &#8222;Brisanz&#8220; simpler Anfragen, die z.B. wie folgt lauten können:</p><ul><li>&#8222;Löschen Sie endlich meine Daten!&#8220;</li><li>&#8222;Ich will keine E-Mails von Ihnen mehr erhalten!&#8220;</li><li>&#8222;Woher haben Sie überhaupt meine Daten?!&#8220;</li></ul><p>Solche Anfragen sind allesamt als datenschutzrechtliche Erklärungen zu sehen (Löschung, Widerruf einer Einwilligung, Auskunft). </p><p>Besteht kein Prozess für solche Anfragen oder werden diese schlicht ignoriert und der Aufsichtsbehörde durch den Betroffenen zugleitet, drohen ebenfalls Bußgelder: </p><ul><li><strong>300.000,00 €</strong> Bußgeld aufgrund von mehreren Beschwerden von Privatpersonen. Diese hatten Schwierigkeiten gehabt, ihre Rechte auf Zugang zu und Löschung ihrer personenbezogenen Daten auszuüben.</li><li><strong>15.000,00 €</strong> Bußgeld. Eine Privatperson verlangt Auskunft und Löschung von einem Unternehmen. Das Unternehmen teilte der Privatperson jedoch zunächst mit, dass seine E-Mail-Adresse gelöscht worden sei und er daher keine weiteren E-Mails mehr erhalten werde. Auf den Auskunftsantrag erhielt die Person keine Antwort.</li><li><strong>5.000,00 €</strong> Bußgeld gegen ein deutsches Unternehmen, das den Widerspruch und die Löschungsaufforderung einer Privatperson ignorierte.</li></ul>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ihnen wird ein Datenschutzvorfall vorgeworfen?</h3>				</div>
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									<p>Wir beraten und vertreten Unternehmen, Behörden und öffentlich-rechtliche Körperschaften nach Datenschutzvorfällen mit unserer Taskforce aus Rechtsanwälten und Informatikern. </p>								</div>
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									<h2>Es wird noch teurer</h2><p>Während die in datenschutzrechtlichen Bußgeldverfahren verhängten Bußgelder schon jetzt teilweise nicht unerheblich sind, gibt es bereits europäische Bestrebungen, die Bußgeldverfahren gem. Art. 83 DSGVO auszubauen. Unter dem Titel</p><p style="padding-left: 40px;"><a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_23_3609">&#8222;Data protection: Commission adopts new rules to ensure stronger enforcement of the GDPR in cross-border cases&#8220;</a></p><p>sind Verschärfungen zu Lasten von Verantwortlichen wie Unternehmen und Behörden geplant, sodass die Bußgeldverfahren nach Datenschutzvorfällen &#8211; neben den Massenverfahren durch die Betroffenen selbst &#8211; immer größere, auch wirtschaftliche Relevanz haben werden. </p><p>Dabei sollten Vorstände, Geschäftsführer und leitende Beamte mit Vermögensbetreuungspflichten frühzeitig die kritischen Datenschutzverfahren durch eine externe Taskforce für Datenschutzrecht führen lassen. </p><p>Wir beraten Unternehmen, Behörden und öffentlich-rechtliche Körperschaften nach Datenschutzvorfällen mit einem interdisziplinären Team aus <a href="https://vinqo.de/rechtsgebiete/datenschutzrecht/">Rechtsanwälten für Datenschutzrecht</a> und Informatikern, um eine ganzheitliche Betrachtung aus rechtlichen und technischen Blickwinkeln sicherstellen zu können. </p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://vinqo.de/5-datenschutzverletzungen-im-alltag-inkl-bussgelder/">5 Datenschutzverletzungen im Alltag inkl. Bußgelder</a> erschien zuerst auf <a href="https://vinqo.de">VINQO Rechtsanwälte</a>.</p>
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